Mady Christians

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Mady Christians, Fotografie (um 1928) von Alexander Binder

Mady Christians (* 19. Jänner 1896[1] in Wien, Österreich-Ungarn; † 28. Oktober 1951 in Norwalk, Connecticut; gebürtig Margarethe Maria Christians) war eine österreichische Schauspielerin.

Leben[Bearbeiten]

Die Tochter des Schauspielers Rudolf Christians und seiner Frau Bertha geb. Klein, einer ehemaligen Opernsängerin, zog 1902 mit der Familie nach Berlin. Sie besuchte die Handelsschule und erhielt Schauspielunterricht bei Frank Reicher. Einen erheblichen Teil ihrer Kindheit verbrachte sie in New York, wo ihr Vater das deutschsprachiges Irving Place Theatre leitete.

Bald spielte sie erste Kinderrollen am Theater. Ihren ersten Filmauftritt absolvierte sie in einem amerikanischen Film, doch nach dem Kriegseintritt der USA 1917 kehrte sie nach Deutschland zurück. Sie übernahm Bühnenrollen an Berliner Theatern und konnte ihre Karriere als Stummfilmschauspielerin fortsetzen. Aufmerksamkeit erlangte sie erstmals 1920/21 in dem Sechsteiler Der Mann ohne Namen an der Seite von Harry Liedtke. Weitere Erfolge hatte sie vor allem 1925 in Ein Walzertraum und in der zweiteiligen Verfilmung Königin Luise (1927).

Mady Christians war seit Anfang der 1920er Jahre mit dem Journalisten und Schriftsteller Dr. Sven von Müller verheiratet. 1928 gründete sie mit Regisseur Ludwig Berger die „Länder-Film GmbH“ in Berlin, die aber bereits nach 1931 ihre Tätigkeit wieder einstellte.

Nach dem Machtantritt der Nazis emigrierte sie in die Vereinigten Staaten. Dort wirkte sie in mehreren Film- und Theaterrollen. 1945 wurde sie Schauspiellehrerin an der Columbia-Universität und gehörte dem Vorstand der amerikanischen Bühnengenossenschaft an. 1950 bezichtigte das FBI sie der Verbindung zur Kommunistischen Partei.

Filmografie (Auswahl)[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Mady Christians – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Geburtsdatum verifiziert und veröffentlicht in Kay Weniger: „Es wird im Leben dir mehr genommen als gegeben …“ Lexikon der aus Deutschland und Österreich emigrierten Filmschaffenden 1933 bis 1945. Eine Gesamtübersicht. Acabus-Verlag, Hamburg 2011, ISBN 978-3-86282-049-8, S. 123.