Maiskeimöl

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Allgemeine chemische Struktur von pflanzlichen Ölen, wie Maiskeimöl. Darin sind R1, R2 und R3 langkettige Alkylreste (ca. 13 %) oder Alkenylreste mit einer meist ungeraden Anzahl von Kohlenstoffatomen. Maiskeimöl ist – wie andere Pflanzenöle – ein Gemisch von Triestern des Glycerins.

Maiskeimöl ist ein Speiseöl, das aus dem fetthaltigen Keim von Maiskorn gewonnen wird.

Die Gewinnung erfolgt entweder durch Pressen (kalt und heiß) oder mittels chemischer Extraktion mit Lösungsmitteln. Extrahiertes oder raffiniertes Öl ist farblos, geruchs- und geschmacksneutral. Die gelbliche Farbe wird durch die Zugabe von Beta-Carotin erreicht. Eine weitere Zugabe von Tocopherol oder Vitamin E bewirkt eine bessere Haltbarkeit. Kaltgepresstes oder natives Öl erkennt man durch die etwas rötliche Farbe, für einen Liter Öl benötigt man 100 Kilo Mais. Es enthält 59 Prozent Linolsäure und besteht damit zu 59 % aus mehrfach ungesättigten Fettsäuren, zu 24 % aus einfach ungesättigten Fettsäuren und zu 13 % aus gesättigten. Maiskeimöl enthält zwar viele Omega-6 aber nur sehr wenige Omega-3 Fettsäuren, weshalb es für eine ausgewogene Ernährung zumindest in größeren Mengen weniger geeignet ist. Wegen seines Gehalts an Vitamin E ist auch das unraffinierte Öl lange haltbar, da Vitamin E antioxidativ wirkt und somit das Ranzigwerden verhindert. Raffiniertes Maiskeimöl eignet sich sehr gut zum Kochen und Braten, da dessen Rauchpunkt bei ca. 200°C liegt[1] und somit beim Erhitzen keine schädlichen Stoffe entstehen (krebserregende zyklische Kohlenwasserstoffe). Maiskeimöl ist wie alle pflanzlichen Produkte cholesterinfrei und eignet sich wie alle pflanzlichen Fette für die cholesterinarme Ernährung, solange diese nicht wie in den meisten Margarinen gehärtet sind.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Das passende Fett zum Braten und Frittieren - Deutsche Gesellschaft für Ernährung e.V. Abgerufen am 27. Januar 2014.