Malpighiengewächse

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Malpighiengewächse
Galphimia gracilis

Galphimia gracilis

Systematik
Eudikotyledonen
Kerneudikotyledonen
Rosiden
Eurosiden I
Ordnung: Malpighienartige (Malpighiales)
Familie: Malpighiengewächse
Wissenschaftlicher Name
Malpighiaceae
Juss.

Die Malpighiengewächse (Malpighiaceae) sind eine Familie der Bedecktsamigen Pflanzen (Magnoliopsida). Die Pflanzenarten dieser Familie sind hauptsächlich in den Tropen Südamerikas beheimatet. Die Familie ist wahrscheinlich in der Oberkreide vor etwa 68 Millionen Jahren in Südamerika entstanden.

Beschreibung[Bearbeiten]

Es sind meist verholzende Pflanzen: Sträucher, Bäume und Lianen, aber auch mehrjährige krautige Pflanzen. Die einfachen Laubblätter sind meist gegenständig. Es sind Nebenblätter vorhanden.

Es sind vier oder fünf Kelchblätter vorhanden. Es sind meist fünf Kronblätter vorhanden, welche gestielt sind. Der Fachausdruck hierfür wäre: genagelte Petalen. Die Blüten enthalten zwei bis 15, meist fünf oder zehn Staubblätter. Zwei bis fünf, meist drei Fruchtblätter sind zu einem unterständigen Fruchtknoten verwachsen. An der Frucht sind oft noch die Kelch- und Staubblätter erhalten.

Sonstiges[Bearbeiten]

  • Das Auftreten von Öldrüsen zeigt die starke Spezialisierung. In der Evolution werden Pflanzen, die Pollen ihren Bestäubern anbieten, als sehr ursprünglich angesehen, weiter abgeleitet wären Pflanzen mit Nektar und Pflanzen mit Öl wären demzufolge am weitesten abgeleitet. Dieses Öl wird überwiegend von weiblichen Ölbienen gesammelt, die es mit Pollen vermischt als Brutnahrung verwenden.
  • Die Pflanzen akkumulieren Gifte, welche zum Fischfang genutzt wurden.

Systematik[Bearbeiten]

Die Familie enthält etwa 64 bis 68 Gattungen und 1250 Arten. Sie wird gegliedert in zwei Unterfamilien:

Ausgewählte Arten[Bearbeiten]

- Banisteriopsis caapi
- Acerola oder Antillenkirsche (Malpighia glabra)

Gattungen[Bearbeiten]

Die Familie umfasst folgende Gattungen[1]:

Bilder[Bearbeiten]

Quellen[Bearbeiten]

Nachweise[Bearbeiten]

  1. Malpighiaceae im Germplasm Resources Information Network (GRIN), USDA, ARS, National Genetic Resources Program. National Germplasm Resources Laboratory, Beltsville, Maryland. Abgerufen am 10. September 2013.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Malpighiengewächse – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien