Manfred Binz

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Manfred Binz

Manni Binz im Eintracht Frankfurt Museum 2008

Spielerinformationen
Geburtstag 22. September 1965
Geburtsort Frankfurt am MainDeutschland
Größe 182 cm
Position Libero
Vereine in der Jugend
VfR Bockenheim
Eintracht Frankfurt
Vereine als Aktiver
Jahre Verein Spiele (Tore)1
1984–1996
1996–1997
1998–1999
1999–2002
2002–2003
2003–2004
2009–2010
Eintracht Frankfurt
Brescia Calcio
Borussia Dortmund
Kickers Offenbach
Eintracht Frankfurt II
KSV Klein-Karben
FC Lerchenfeld
336 (26)
44 0(3)
13 0(0)
68 0(7)
08 0(0)
-
04 0(0)
Nationalmannschaft2
1987–1990
1990–1992
Deutschland U-21
Deutschland
09 0(0)
14 0(1)
Stationen als Trainer
01/04–05/08
2008–10/09
2010–2011
02/11–04/11
05/11–06/11
07/11–02/13
Kickers Offenbach (Co-Trainer)
FSV Frankfurt (Co-Trainer)
FC Germania 1911 Enkheim
Kickers Offenbach (Co-Trainer)
Kickers Offenbach (interim)
Kickers Offenbach (Co-Trainer)
1 Angegeben sind nur Liga-Spiele.
Stand: 2. April 2013
2 Stand: 2. April 2013

Manfred „Manni“ Binz (* 22. September 1965 in Frankfurt am Main) ist ein ehemaliger deutscher Fußballspieler. In seiner aktiven Fußballerkarriere wurde der Libero 1988 mit Eintracht Frankfurt zunächst DFB-Pokalsieger und 1992 mit der deutschen Nationalmannschaft Vize-Europameister.

Karriere als Spieler[Bearbeiten]

Verein[Bearbeiten]

Manfred Binz war ab der Spielzeit 1986/87 der unumstrittene Abwehrchef der Frankfurter Eintracht, der in acht Jahren 246 Bundesliga-Spiele in Folge absolvierte und in dieser Zeit den Spitznamen Manni der Libero erhielt. Obwohl Frankfurt Anfang der 1990er Jahre stets zu den Titelanwärtern gehörte, blieb Binz während seiner aktiven Spielerkarriere der Gewinn der Deutschen Meisterschaft verwehrt. So blieb der DFB-Pokalsieg von 1988 für ihn der sportliche Höhepunkt seiner aktiven Laufbahn.

In Frankfurt kam es im März 1994 nach dem Ausscheiden im UEFA-Pokal mit Trainer Klaus Toppmöller zum Zerwürfnis, was den langsamen Abschied des Liberos einläutete. Die Wogen glätteten sich zwar wieder, nach dem Abstieg der Eintracht aus der Bundesliga 1996 verließ er aber Frankfurt in Richtung Italien. Fortan spielte er für den italienischen Zweitligisten Brescia Calcio, mit dem er sofort in die erste Liga aufstieg. In der Winterpause 1997/98 folgte der Rückgang in die Bundesliga, in der bei Borussia Dortmund seine Profi-Karriere langsam ausklingen ließ.

Weitestgehend nur als Reservespieler berücksichtigt, kehrte er im Sommer 1999 in seine hessische Heimat, ausgerechnet zum Frankfurter Erzrivalen, dem Zweitligisten Kickers Offenbach, zurück. Dort folgte schon ein Jahr später der Abstieg in die Regionalliga Süd. Binz blieb den Kickers noch zwei Jahre treu und wechselte dann wieder zu Eintracht Frankfurt, für deren Amateur-Mannschaft er 2003 noch einmal acht Spiele in der Regionalliga Süd bestritt.

Nationalmannschaft[Bearbeiten]

Binz bestritt insgesamt 14 Spiele für die Nationalmannschaft. Erstmals wurde er von Trainer Berti Vogts im August 1990 beim Freundschaftsspiel gegen Portugal (1:1) aufgeboten.[1] Schon bald entwickelte sich Binz zum Stamm-Libero der Mannschaft. Im Juni 1992, beim letzten Testspiel vor der Europameisterschaft 1992 in Schweden, gelang Binz beim 1:1 gegen Nordirland ein Treffer in der Nationalmannschaft.

Doch das Turnier in Schweden sollte sich nicht gut für Binz Karriere auswirken: Schon bald wurde er für grobe Fehler in den Abwehrreihen - vor allem nach der 1:3-Niederlage gegen die Niederlande - persönlich verantwortlich gemacht, wodurch seine Ambitionen auf eine längere Karriere in der DFB-Elf beendet wurden. Nach den drei Vorrunden-Spielen in Schweden (auch wenn das Weiterkommen gesichert wurde) bestritt er nie wieder ein Länderspiel für die deutsche Nationalmannschaft. Da die Mannschaft jedoch das Finale erreichte (und mit 0:2 gegen Dänemark verlor), kann sich Binz Vize-Europameister nennen.

Karriere als (Co-)Trainer[Bearbeiten]

Von Januar 2004 bis zum Ende der Spielzeit 2007/08 war Binz als Co-Trainer bei Kickers Offenbach tätig. Im Zuge der Trainerentlassung von Jörn Andersen nach dem Abstieg in die Regionalliga wurde auch Co-Trainer Manfred Binz am 25. Mai 2008 in Offenbach entlassen. Seitdem war Manfred Binz als Co-Trainer beim FSV Frankfurt tätig. Von diesen Aufgaben wurde er aber im Oktober 2009 entbunden.

In der Saison 2010/11 betreute Manfred Binz die erste Mannschaft des Frankfurter Gruppenligisten FC Germania 1911 Enkheim als Cheftrainer.

Am 22. Februar 2011 gab Kickers Offenbach bekannt, dass Binz Teil des Trainerteam um Cheftrainer Wolfgang Wolf wird.[2] Damit ist Binz zum zweiten Mal im Trainerteam der Offenbacher eingebunden. Allerdings wurde nur wenige Tage nach Binz Beginn der Cheftrainer Wolf entlassen. Nach der Entlassung von Wolf-Nachfolger Gerstner übernahm Binz am 30. April 2011 zusammen mit Tobias Dudek interimsweise das Traineramt. Am 6. Februar 2013 wurde er zusammen mit Cheftrainer Arie van Lent beurlaubt, nachdem die Kickers eine Serie von sechs Niederlagen in sieben sieglosen Spielen hatten.[3]

Erfolge als Fußball-Profi[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistik aller Spiele von Binz in der Nationalmannschaft, www.dfb.de
  2. Manfred Binz verstärkt das Trainerteam der Offenbacher Kickers; ofc.de vom 22. Februar 2011
  3. http://www.hr-online.de/website/rubriken/sport/index.jsp?rubrik=12020&key=standard_document_47471847