Fußball-Regionalliga

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Dieser Artikel beschreibt die Regionalliga der Männer in Deutschland. Für gleichnamige Ligen siehe:
Regionalliga
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Verband Deutscher Fußball-Bund[1]
Erstaustragung 4. August 1963
Hierarchie 4. Liga
Mannschaften 18 Teams pro Staffel
Meister Holstein Kiel (Nord)

RB Leipzig (Nordost)
Sportfreunde Lotte (West)
KSV Hessen Kassel (Südwest)
TSV 1860 München II (Bayern)

3. Liga (III)

Die Regionalliga ist seit der Saison 2008/09 die vierthöchste Spielklasse im deutschen Männerfußball. Sie gliedert sich in fünf Ligen der verschiedenen Regional- bzw. Landesverbände, deren Meister in einer Aufstiegsrunde drei Aufsteiger in die 3. Liga ausspielen.

Von 1963 bis 1974 war sie die zweithöchste Spielklasse unter der Bundesliga, danach gab es 20 Jahre lang keine Regionalliga. 1994 wurde sie als dritthöchste Spielklasse zwischen der 2. Bundesliga und den Oberligen installiert. Sie wurde anfangs in vier (Nord, Nordost, West/Südwest und Süd) und ab 2000 später in zwei Staffeln (Nord und Süd) ausgespielt. Anfang der Saison 2008/09 wurde sie durch Einführung der 3. Liga vierthöchste Spielklasse und wurde in drei Staffeln (Nord, West, Süd) ausgetragen. Ab der Spielzeit 2012/13 werden als Unterbau zur 3. Liga statt der dreigeteilten Regionalliga fünf regionale Ligen gebildet.[2]

1963 bis 1974 – 2. Spielklasse[Bearbeiten]

Bis 1963 gab es als höchste Spielklasse fünf Oberligen, deren Meister und Zweitplatzierte am Saisonende den deutschen Meister ausspielten. Als zweite Spielklasse bestand bis dahin (nur im Westen, Südwesten und Süden) eine 2. Liga, während im Norden und in Berlin direkt unterhalb der Oberliga die Landes- oder Verbandsligen folgten. In den anderen drei Regionen bildeten diese die dritte Ebene.

Mit Gründung der erstklassigen eingleisigen Bundesliga 1963 wurden auf der zweiten Spielklassenebene fünf Regionalligen (Nord, West, Südwest und Süd sowie die Regionalliga Berlin) geschaffen. Die bisherigen zweiten Ligen entfielen. Fortan stiegen die zwei oder drei Tabellenletzten der fünf Regionalligen in die Landes- oder Verbandsligen ab. Die Zahl der Absteiger war regional unterschiedlich und variierte außerdem je nach „gleitender Skala“.

Verantwortlich für die einzelnen Regionalligen waren die Regionalverbände. Für die Regionalliga Nord war es der Norddeutsche Fußball-Verband, für West der Westdeutsche Fußball- und Leichtathletikverband, für Südwest der Fußball-Regional-Verband Südwest, für Süd der Süddeutsche Fußball-Verband und für die Regionalliga Berlin war es der Verband Berliner Ballspielvereine.

Die Meister von 1964 bis 1974[Bearbeiten]

Jahr Nord West Südwest Süd Berlin
1964 FC St. Pauli Alemannia Aachen Borussia Neunkirchen KSV Hessen Kassel SC Tasmania 1900 Berlin
1965 Holstein Kiel Borussia Mönchengladbach 1. FC Saarbrücken FC Bayern München Tennis Borussia Berlin
1966 FC St. Pauli Fortuna Düsseldorf FK Pirmasens 1. FC Schweinfurt 05 Hertha BSC
1967 SV Arminia Hannover Alemannia Aachen Borussia Neunkirchen Kickers Offenbach Hertha BSC
1968 SV Arminia Hannover Bayer 04 Leverkusen SV Alsenborn FC Bayern Hof Hertha BSC
1969 VfL Osnabrück Rot-Weiß Oberhausen SV Alsenborn Karlsruher SC Hertha Zehlendorf
1970 VfL Osnabrück VfL Bochum SV Alsenborn Kickers Offenbach Hertha Zehlendorf
1971 VfL Osnabrück VfL Bochum Borussia Neunkirchen 1. FC Nürnberg SC Tasmania 1900 Berlin
1972 FC St. Pauli Wuppertaler SV Borussia Neunkirchen Kickers Offenbach Wacker 04 Berlin
1973 FC St. Pauli Rot-Weiss Essen 1. FSV Mainz 05 SV Darmstadt 98 Blau-Weiß 90 Berlin
1974 Eintracht Braunschweig SG Wattenscheid 09 Borussia Neunkirchen FC Augsburg Tennis Borussia Berlin

Aufsteiger in die Bundesliga[Bearbeiten]

Am Saisonende fand eine Aufstiegsrunde in zwei Gruppen à fünf Mannschaften statt (bis 1966 waren es zwei Gruppen à vier Mannschaften). Die beiden Gruppensieger stiegen in die Bundesliga auf. Für die Aufstiegsrunde qualifiziert waren die fünf Regionalliga-Meister und -Vizemeister (bis 1966 nur drei Vizemeister). Gespielt wurde jeder gegen jeden in einer Hin- und Rückrunde mit folgenden Gruppensiegern:

Am Ende der Saison 1973/74 wurden neben den beiden Bundesliga-Absteigern die 38 besten Mannschaften der fünf Regionalligen in die neu eingeführte zweigleisige 2. Bundesliga eingruppiert, die 1974/75 mit einer Nord- und Südgruppe à 20 Mannschaften an den Start ging. Die Regionalligen wurden aufgelöst, die nicht für die 2. Bundesliga qualifizierten Mannschaften wurden drittklassig. Auf der dritten Ebene des Ligasystems wurde in Norddeutschland die Oberliga Nord gegründet. Im übrigen Bundesgebiet waren weiterhin die schon bestehenden Verbandsligen bzw. 1. Amateurligen die dritte Spielklasse. 1978 wurden sieben weitere Oberligen eingerichtet.

Rekorde[Bearbeiten]

* Punkte nach der 3-Punkte-Regel.

1994 bis 2008 – 3. Spielklasse[Bearbeiten]

Anfang der 1990er Jahre wurden die zehn Oberligen, die den bisherigen Unterbau zur 2. Bundesliga bildeten, als nicht mehr zeitgemäß betrachtet. Um einen verbesserten Unterbau mit höherer Leistungsdichte für den Profibereich zu schaffen beschloss der DFB 1993 die Wiedereinführung der Regionalligen als zwischen 2. Bundesliga und den Oberligen angelegter dritthöchster Spielklasse zur Saison 1994/95.

1994 bis 2000 – Regionalliga in drei/vier Staffeln[Bearbeiten]

Nachdem vor Einführung der zweigeteilten 2. Bundesliga zum Jahr 1974 noch jeder der fünf DFB-Regionalverbände seine eigene Regionalliga hatte, wurde für die Wiedereinführung zunächst eine Dreiteilung mit einer Regionalliga im Süden, einer im Bereich West/Südwest und einer im Bereich Nord/Nordost beschlossen, wobei es um letztere umfassende Diskussionen gab. Besonders in den neuen Bundesländern wurde eine eigene Staffel befürwortet. Begründet wurde dies dadurch, dass eine gemeinsame Liga fast die Hälfte der Fläche Deutschlands umfassen würde und insbesondere die zu erwartenden Reisekosten deutlich höher als in einer eigenen Liga ausfallen würden. Doch DFB, Süddeutscher und Westdeutscher Fußballverband befürworteten eine Einteilung proportional zur Anzahl der gemeldeten Männermannschaften in den jeweiligen Regionen. Danach kam der Süden auf 36 Prozent, West/Südwest auf 31 Prozent und Nord/Nordost auf 33 Prozent (19 Prozent im Norden und 14 Prozent im Nordosten). Aufgrund dieser Zahlen setzte sich am Ende im Beschluss die Dreiteilung der Regionalliga durch.

Als Übergangslösung wurde im Norden und Nordosten je eine eigene Regionalliga-Staffel geschaffen, die nach zwei Jahren zu einer Spielklasse vereinigt werden sollte.[3] Diese angestrebte Zusammenlegung wurde auf dem DFB-Bundestag im Oktober 1995 wieder verworfen und es gab bis 2000 offiziell drei Regionalligen, von denen die Regionalliga Nord/Nordost in zwei Gruppen spielte und am Ende der Saison in zwei Entscheidungsspielen den Meister ausspielte.

Die Kriterien für die Qualifikation zur neu gegründeten Regionalliga waren für die einzelnen Ligen unterschiedlich. Für den Bereich des Norddeutschen Fußball-Verbandes erübrigte sich eine Qualifikation. Die 1974 eingeführte Oberliga Nord wurde 1994 als Regionalliga Nord fortgeführt.

Im Bereich des Süddeutschen Fußball-Verbandes, wo bisher die Oberligen Bayern, Hessen, und Baden-Württemberg höchste Amateurspielklassen waren, wurde eine Dreijahres-Multiplikationswertung zu Grunde gelegt, bei der die jeweils sechs besten Mannschaften der einzelnen Oberligen für die Regionalliga qualifiziert waren. Danach zählte die Saison 1991/92 einfach, die Serie 1992/93 doppelt und die Spielrunde 1993/94 dreifach.

Im Westdeutschen Fußball-Verband erfolgte die Qualifikation nach den Abschlusstabellen der Oberligen Westfalen, Nordrhein und Südwest nach der Saison 1993/94. Bayer 04 Leverkusen verzichtete darauf, seine qualifizierte Amateurmannschaft in die Regionalliga zu schicken. Den freigewordenen Platz nahm der Bonner SC ein. Rot-Weiß Oberhausen versuchte daraufhin, eine Teilnahme an der Regionalliga vor Gericht zu erzwingen, hatte jedoch keinen Erfolg.

Im Nordostdeutschen Fußball-Verband qualifizierten sich die bestplatzierten Mannschaften der drei NOFV-Oberligen nach der Saison 1993/94. Der 1. FC Schwedt verzichtete aus finanziellen Gründen und der 1. FC Markkleeberg ging in Konkurs. Nach kurzfristig anberaumten Qualifikationsspielen rückte der FSV Optik Rathenow als Regionalligateilnehmer nach.

Als ehemalige Bundesligisten waren die Mannschaften von Borussia Neunkirchen, Preußen Münster, Arminia Bielefeld, Alemannia Aachen, Rot-Weiss Essen, Wuppertaler SV (West), SV Darmstadt 98, Kickers Offenbach, Stuttgarter Kickers (Süd), Tennis Borussia Berlin (Nordost) sowie Eintracht Braunschweig (Nord) qualifiziert. Der FC Bayern München, Werder Bremen, der Hamburger SV und die SG Wattenscheid 09 waren in der ersten Regionalligasaison mit ihren Amateurmannschaften vertreten.[4]

Nicht für die erste Regionalligasaison qualifizierten sich unter anderem der ehemalige Europapokalsieger 1. FC Magdeburg und der einstige DDR-Pokalsieger Hallescher FC, der ehemalige deutsche Meister Freiburger FC sowie Rot-Weiß Oberhausen als ehemaliger Bundesligist.

Die durchschnittlichen Zuschauerzahlen der ersten Saison waren in den vier Regionalligen recht unterschiedlich. So betrug der Zuschauerschnitt in der Regionalliga West/Südwest 2657, Nord 1592, Süd 1391 und Nordost 1326. Noch gravierender war der Unterschied zwischen den Vereinen selbst. Beispielsweise hatte West/Südwest-Aufsteiger Arminia Bielefeld einen Schnitt von 10.424, der SV Edenkoben dagegen nur 493 Zuschauer pro Spiel.

Die Meister[Bearbeiten]

Jahr Nord West/Südwest Süd Nordost
1995 VfB Lübeck Arminia Bielefeld SpVgg Unterhaching FC Carl Zeiss Jena
1996 VfB Oldenburg FC Gütersloh Stuttgarter Kickers Tennis Borussia Berlin
1997 Hannover 96 SG Wattenscheid 09 1. FC Nürnberg FC Energie Cottbus
1998 Hannover 96 Rot-Weiß Oberhausen SSV Ulm 1846 Tennis Borussia Berlin
1999 VfL Osnabrück Alemannia Aachen SV Waldhof Mannheim Chemnitzer FC
2000 VfL Osnabrück 1. FC Saarbrücken SSV Reutlingen 05 1. FC Union Berlin

Aufsteiger in die 2. Bundesliga[Bearbeiten]

Aufstiegsberechtigt in die 2. Bundesliga waren die Meister der drei Staffeln Nord-Nordost, West und Süd. Da die Staffel Nord-Nordost in den zwei Gruppen Nord und Nordost spielte, ermittelten die Sieger dieser Gruppen in Hin- und Rückspiel den Meister der Staffel Nord-Nordost. Zusätzlich stieg einer der Vizemeister auf. In den ersten drei Jahren rotierte das Aufstiegsrecht des Vizemeisters zwischen den Staffeln (1995: Vizemeister Nord-Nordost, 1996: Vizemeister West, 1997: Vizemeister Süd). Von 1998 bis 2000 wurde der vierte Aufsteiger in einer Relegation der drei Vizemeister ausgespielt.

Rekorde[Bearbeiten]

2000 bis 2008 – Regionalliga in zwei Staffeln[Bearbeiten]

Nach der Saison 1999/2000 wurden die vier Regionalligen auf zwei Staffeln (Nord und Süd) reduziert, um eine höhere Leistungsdichte zu erzielen. Dazu musste die Hälfte aller Vereine in die Oberligen absteigen.

Gespielt wurde mit 19 bzw. 18 Mannschaften pro Liga, wobei grundsätzlich die beiden ersten Vereine einer jeden Staffel in die 2. Bundesliga aufstiegen, und die Teams von Rang 15 an in die Oberliga ihres jeweiligen Verbandes abstiegen. Theoretisch konnten sogar die Tabellenvierten und -fünften einer Staffel aufsteigen, da die zweiten Mannschaften von Profiklubs grundsätzlich vom Aufstieg ausgeschlossen waren. 2001 traf das den Süd-Vizemeister VfB Stuttgart II, 2004 den Südmeister Bayern München II. Ebenfalls nicht aufstiegsberechtigt waren Vereine, die sich zwar sportlich qualifiziert hatten, denen aber keine Lizenz für die Zweite Bundesliga erteilt wurde.

Zuordnung zu den Staffeln[Bearbeiten]

Bis einschließlich der Saison 2005/06 war es durch eine geographische Zuordnung der Absteiger aus der eingleisigen 2. Bundesliga möglich, dass in der Folgesaison 19 oder sogar 20 Mannschaften in einer Regionalliga-Staffel spielten. Stiegen beispielsweise drei „Nord“-Vereine aus der 2. Bundesliga ab, wurde die Nord-Staffel aufgestockt. Am Ende solch einer Saison stiegen zum Ausgleich mehr Vereine in die Oberligen ab, sodass der Staffel dann wieder 18 Vereine angehörten.

Es galt folgende regionale Zuordnung:

  • Regionalliga, Staffel Nord:
Oberligen Nord, Nordost (Staffel Nord und Süd), Nordrhein und Westfalen
  • Regionalliga, Staffel Süd:
Oberligen Bayern, Baden-Württemberg, Südwest und Hessen

Ausnahmen: die Sportfreunde Siegen aus Westfalen, der FC Carl Zeiss Jena und der FC Rot-Weiß Erfurt aus Thüringen wurden bei der Gründung der zweigleisigen dritten Liga der Regionalliga Süd zugeordnet. Beim erneuten Abstieg Erfurts in die Regionalliga (2004/05) wurde der Verein dann der Nord-Liga zugeordnet, ebenso wie Jena nach dem Wiederaufstieg aus der Oberliga.

Zur Saison 2006/07 kam erstmals eine geänderte Regelung zur Anwendung; demnach entschied das DFB-Präsidium auf Vorschlag des Regionalliga-Ausschusses jeweils vor Beginn einer Spielzeit über die Staffeleinteilung der Regionalliga (§ 55c DFB-Spielordnung). Dies war auch in der dreigleisigen Regionalliga der Fall.

Die Meister[Bearbeiten]

Jahr Nord Süd
2001 1. FC Union Berlin Karlsruher SC
2002 VfB Lübeck SV Wacker Burghausen
2003 FC Erzgebirge Aue SpVgg Unterhaching
2004 Rot-Weiss Essen FC Bayern München (A)
2005 Eintracht Braunschweig Kickers Offenbach
2006 Rot-Weiss Essen FC Augsburg
2007 FC St. Pauli SV Wehen
2008 Rot Weiss Ahlen FSV Frankfurt

Aufsteiger in die 2. Bundesliga[Bearbeiten]

Mit Einführung der zweigleisigen Regionalliga stiegen die Meister und Vizemeister der beiden Staffeln direkt in die 2. Bundesliga auf.

Rekorde[Bearbeiten]

Seit 2008 – 4. Spielklasse[Bearbeiten]

2008 bis 2012 – Regionalliga in drei Staffeln[Bearbeiten]

Verteilung der Mannschaften nach der Saison 2007/08

Zwischen 2. Bundesliga und Regionalliga wurde zur Saison 2008/09 die 3. Liga eingefügt, die sich je zur Hälfte aus Klubs der bestehenden Regionalligen Nord und Süd zusammensetzt. Darunter gibt es seitdem drei Regionalligen (4. Liga) und zehn Oberligen (5. Liga).

Die Zuordnung der 54 Mannschaften in die drei Regionalligen „West“, „Nord“ und „Süd“ erfolgte jedes Jahr nach geographischen und logistischen Kriterien. Dabei soll eine gleichmäßige Aufteilung der zweiten Mannschaften von Lizenzvereinen in die drei Staffeln beachtet werden.[5] Bei der Einteilung der drei Regionalligen für die Saison 2009/10 wurden die Klubs größtenteils nach der Zugehörigkeit zu den Regionalverbänden aufgeteilt, einzig Waldhof Mannheim aus dem Süddeutschen Fußballverband wurde der Regionalliga West zugeordnet.

Auf einem außerordentlichen DFB-Bundestag am 8. September 2006 wurden die Weichen für die Reform gestellt. Die Saison 2007/08 war als Qualifikationsjahr für die neuen Spielklassen vorgesehen. Für die neue Regionalliga qualifizierten sich am Ende der Spielzeit 2007/08 die folgenden Vereine:

  • die insgesamt 17 Mannschaften der bisherigen Regionalligastaffeln Nord und Süd, die nicht den sportlichen Sprung in die neue 3. Liga geschafft haben – neun Vereine der Regionalliga Nord sowie acht Klubs der Regionalliga Süd;
  • die fünf bestplatzierten Mannschaften der Oberliga Nord sowie der Sieger einer Relegationsrunde zwischen dem Sechsten der Oberliga Nord und den Siegern der Verbandsligen des Norddeutschen Fußballverbandes;
  • die jeweils drei bestplatzierten Teams der beiden Nordost-Oberligen sowie der Sieger der Relegation zwischen den beiden Viertplatzierten dieser Ligen;
  • die jeweils vier besten Teams der Oberligen Hessen, Nordrhein, Westfalen, Baden-Württemberg, Südwest und Bayern;
  • für den Fall, dass eine der Mannschaften aus der Regionalliga die Lizenz nicht erhält, rückt ein Verein aus der Oberliga des Verbandes mit den meisten gemeldeten Senioren-Mannschaften nach (erst Bayern, dann Baden-Württemberg).

Alle sportlich qualifizierten Vereine müssen auch die wirtschaftlichen und technisch-organisatorischen Zulassungsvoraussetzungen für die Regionalliga erfüllen. Erhält ein Bewerber keine Zulassung, so ist an seiner Stelle der nächste aufstiegsberechtigte Verein der jeweiligen Oberligastaffel für die Regionalliga qualifiziert. Zu den wirtschaftlichen und technisch-organisatorischen Zulassungskriterien gehört auch die Vorschrift, dass die Kapazität der Stadien der neuen Regionalligen über 5000 betragen muss. Die Trainer müssen die Fußballlehrer-Ausbildung absolviert haben, d. h. für die Betreuung einer Mannschaft in der Regionalliga ist der A-Trainerschein notwendig. Über die Regionalliga-Lizenz müssen auch alle die Teams verfügen, die an der Relegationsrunde im Norden (s. o.) teilnehmen wollen.

Die Meister[Bearbeiten]

Jahr Nord West Süd
2009 Holstein Kiel Borussia Dortmund II 1. FC Heidenheim
2010 SV Babelsberg 03 1. FC Saarbrücken VfR Aalen
2011 Chemnitzer FC Preußen Münster SV Darmstadt 98
2012 Hallescher FC Borussia Dortmund II Stuttgarter Kickers

Aufsteiger in die 3. Liga[Bearbeiten]

Die Sieger der drei Staffeln steigen in die 3. Liga auf. Seit der Spielzeit 2008/09 steigen jeweils drei Mannschaften aus den Regionalligen West und Süd und vier Teams aus der Regionalliga Nord ab. Die Absteiger werden durch jeweils zwei Vertreter der Fußballverbände Nord (Schleswig-Holstein-Liga, Oberliga Hamburg, Bremen-Liga, Niedersachsenliga), Nordost (Oberliga Nordost) und West (NRW-Liga), einen Verein aus dem südwestdeutschen Verband (Oberliga Südwest) sowie drei Mannschaften aus dem Bereich des süddeutschen Fußballverbandes (Bayernliga, Hessenliga, Oberliga Baden-Württemberg) ersetzt.

Rekorde[Bearbeiten]

Seit 2012 – fünf Regionalligen[Bearbeiten]

Regionalliga-Staffeln seit 2012/13

Zur Saison 2012/13 wechselt die Hauptverantwortlichkeit für die Regionalliga vom DFB zu fünf Ligaverbänden. Diese sind die Regionalverbände (RV) des DFB und der Bayerische Landesverband. Damit gibt es in der vierten Spielklassenebene seit 2012/13 keine dreigleisige Regionalliga mit drei Staffeln, sondern fünf gleichrangige, eingleisige Regionalligen.[7][8] Die Zuordnung der Vereine ist wie folgt:

Weiterhin dürfen innerhalb einer Liga maximal sieben zweite Mannschaften von DFL-Vereinen spielen. Zweite Mannschaften von Drittligavereinen sind nicht zugelassen.

Aus den Regionalligen werden weiterhin drei Mannschaften in die 3. Liga aufsteigen. Zur Ermittlung der Aufsteiger wird eine Aufstiegsrunde durchgeführt, an denen die Meister jeder Regionalliga sowie zusätzlich der Vizemeister der Regionalliga, deren Region die meisten Vereine und Mitglieder im DFB stellt, (derzeit Südwest) teilnehmen.[10] Es werden drei Begegnungen ausgelost, deren Sieger nach Hin- und Rückspiel in die 3. Liga aufsteigen. Meister und Vizemeister der Liga Südwest treten dabei nicht gegeneinander an.[8]

Die Trägerschaft der Regionalligen übernehmen die entsprechenden Regional- bzw. Landesverbände des DFB. Diese können die Ligastärke und die Abstiegsregelung zu den untergeordneten Ligen eigenverantwortlich festlegen.[11][12]

Die Meister[Bearbeiten]

Jahr Nord Nordost West Südwest Bayern
2013 Holstein Kiel RB Leipzig Sportfreunde Lotte KSV Hessen Kassel TSV 1860 München II
2014

Rekorde[Bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Spielordnung. § 42 Vorschriften für die vom DFB veranstalteten Bundesspiele. In: dfb.de. Deutscher Fußball-Bund, S. 45, abgerufen am 9. November 2013 (PDF; 886 kB).
  2. DFB-Bundestag beschließt Reform der Spielklassen. In: dfb.de. Deutscher Fußball-Bund, 22. Oktober 2010, abgerufen am 9. November 2013.
  3. kicker Sonderheft Bundesliga 1993/94: Die kicker Landkarte – hier wird gespielt, S. 12.
  4. kicker Sonderheft Bundesliga 1994/95: Regionalliga – Das jüngste Kind lernt laufen, S. 164.
  5. Offizielle Mitteilungen Nr. 9, 30. September 2006. In: dfb.de. Deutscher Fußball-Bund, 30. September 2006, S. 2, abgerufen am 26. September 2013 (PDF; 276 kB).
  6. dpa: Preußen Münster steigt in die 3. Fußball-Liga auf. In: muensterschezeitung.de. Münstersche Zeitung, 6. Mai 2011, abgerufen am 27. September 2013.
  7. DFB-Bundestag beschließt Reform der Spielklassen. In: dfb.de. Deutscher Fußball-Bund, 22. Oktober 2010, abgerufen am 15. September 2013.
  8. a b Grundzüge der Spielklassenreform. In: dfb.de. Deutscher Fußball-Bund, abgerufen am 31. Juli 2011 (PDF; 481 kB).
  9. siehe komplette Liste bei Regionalliga Bayern: Bewerbungsfrist für Dritt- und Landesligisten abgelaufen – SV Viktoria Aschaffenburg dabei! In: mittelkreis.de. Mittelkreis UG, 3. April 2012, abgerufen am 27. September 2013.
  10. Modus: So läuft der Aufstieg. In: kicker.de. Kicker-Sportmagazin, 25. Mai 2013, abgerufen am 29. Mai 2013.
  11. Genaueres dazu im Seite nicht mehr abrufbar, Suche im Webarchiv:[1] [2] Vorlage:Toter Link/www.nordwestsport.comNordwestsport.
  12. Struktur der Regionalligen ab der Saison 2012/2013. In: dfb.de. Deutscher Fußball-Bund, abgerufen am 23. Februar 2014.
  13. Anne Grimm: RB Leipzig steht mit einem Bein in der 3. Liga – große Kulisse im ersten Spiel gegen Lotte. In: lvz-online.de. Leipziger Volkszeitung, 29. Mai 2013, abgerufen am 28. Juli 2013.