Manfred Bruns

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Manfred Bruns (1986)

Manfred Bruns (* 1934 in Linz am Rhein) war bis zu seiner Pensionierung im Sommer 1994 Bundesanwalt am Bundesgerichtshof (Karlsruhe). Er war Sprecher des Lesben- und Schwulenverbandes in Deutschland (LSVD) und ist der Webmaster des LSVD.

Bruns ist verheiratet[1] und hat drei erwachsene Kinder. Bruns steht in der Öffentlichkeit zu seiner homosexuellen Orientierung. Er hat sich in den vergangenen Jahren in zahlreichen Artikeln und Vorträgen für die Rechte der Homosexuellen und für Menschen mit HIV und AIDS engagiert. Er war für die SPD Mitglied der Enquete-Kommission „AIDS“ des Deutschen Bundestages und hat sich dort mit Erfolg für eine liberale AIDS-Politik eingesetzt.

Er lebt heute mit seinem Lebensgefährten in Karlsruhe.[1]

Mit Volker Beck und Günter Dworek setzte Bruns sich für die Gleichstellung homosexueller Lebensgemeinschaften zunächst im (heute nicht mehr existierenden) westdeutschen Bundesverband Homosexualität ein. Ab 1990 war er im SVD (Schwulenverband der DDR), dem späteren LSVD (Lesben und Schwulenverband in Deutschland) aktiv. Er vermittelt Hilfe für Schwule und Lesben bei rechtlichen und sozialen Problemen.

Ehrungen[Bearbeiten]

Der seinerzeitige Bundespräsident Roman Herzog hat Bruns anlässlich seines Ausscheidens aus dem aktiven Dienst „für sein gesellschaftliches und gesellschaftspolitisches Engagement für die Emanzipation und Anerkennung Homosexueller, für den Schutz ihrer Rechte und für die Wahrung der Würde von Menschen, die HIV positiv oder an AIDS erkrankt sind“, im Oktober 1994 das Bundesverdienstkreuz 1. Klasse verliehen. [2] Er erhielt die Magnus-Hirschfeld-Medaille 2002 für besondere Verdienste um die Sexualreform.

2012 erhielt Bruns den ersten „Preis für das Engagement gegen Diskriminierung“ der Antidiskriminierungsstelle des Bundes.[3] Aus diesem Anlass veröffentlichte die Hirschfeld-Eddy-Stiftung eine Festschrift zu Ehren von Bruns.[4]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Oliver Bantle: Nicht weit genug: ex-Bundesanwalt Bruns zur Homosexuellen-Ehe, 17. Juli 2001, Süddeutsche Zeitung bei rainbow.or.at
  2. [1]
  3. Antidiskriminierungsstelle des Bundes: Lüders: "Bruns ist ein Vorbild für alle, die für Gleichbehandlung streiten" vom 27. September 2012, abgerufen am 21. August 2013
  4. Hirschfeld-Eddy-Stiftung: Vom Verbot zur Gleichberechtigung. Die Rechtsentwicklung zu Homosexualität und Transsexualität in Deutschland. Festschrift für Manfred Bruns. Schriftenreihe der Hirschfeld-Eddy-Stiftung, Band 3. Berlin, 2012. (PDF; 3,3 MB)