Margonin

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Margonin
Wappen von Margonin
Margonin (Polen)
Margonin
Margonin
Basisdaten
Staat: Polen
Woiwodschaft: Großpolen
Landkreis: Chodzież
Fläche: 5,15 km²
Geographische Lage: 52° 58′ N, 17° 5′ O52.96666666666717.083333333333Koordinaten: 52° 58′ 0″ N, 17° 5′ 0″ O
Einwohner: 3034
(31. Dez. 2013)[1]
Postleitzahl: 64-830
Telefonvorwahl: (+48) 67
Kfz-Kennzeichen: PCH
Wirtschaft und Verkehr
Straße: GnieznoWysoka
Nächster int. Flughafen: Posen-Ławica
Gemeinde
Gemeindeart: Stadt- und Landgemeinde
Gemeindegliederung: 11 Schulzenämter
Fläche: 122,00 km²
Einwohner: 6386
(31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 52 Einw./km²
Gemeindenummer (GUS): 3001043
Verwaltung (Stand: 2007)
Bürgermeister: Leszek Łochowicz
Adresse: ul. Kościuszki 13
64-830 Margonin
Webpräsenz: www.margonin.pl

Margonin ist eine Stadt in Polen in der Wojewodschaft Großpolen.

Geschichte[Bearbeiten]

Die erste urkundliche Erwähnung des Ortes stammt vom 15. Mai 1364, als der Erzbischof Jarosław Skotnicki von Gnesen und der Bischof von Posen Jan Doliwa sich darauf einigten, dass die Pfarrei Margonin zum Bistum Posen gehören sollte. 1402 erhielt Margonin das Stadtrecht. Während des Schwedisch-Polnischen Kriegs wurde die Stadt 1655 zerstört. Am 20. Juli 1696 wurde dem Ort erneut das Stadtrecht verliehen. 1725 wurde ein Waisenhaus errichtet. Bei einem Sturm wurde die Kirche 1737 schwer beschädigt und daher zwischen 1753 bis 1755 wieder aufgebaut. Bei der Ersten Teilung Polens fiel die Stadt an Preußen, unterbrochen von der Zeit der Zugehörigkeit zum Herzogtum Warschau von 1807 bis 1815. Ab 1905 wurde die Stadt von Gaslaternen beleuchtet. 1908 erfolgte der Anschluss an das Schienennetz von Gołańcz nach Chodzież. Am 5. September 1939 marschierte die Wehrmacht in Margonin ein. Die Besetzung endete am 22. Januar 1945. Bei einer Verwaltungsreform kam die Stadt 1975 zur neu gebildeten Wojewodschaft Piła. Diese wurde 1998 aufgelöst und die Stadt kam zur Wojewodschaft Großpolen.

Persönlichkeiten aus Margonin[Bearbeiten]


Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Bauwerke[Bearbeiten]

  • die Kirche des Adalbert von Prag (św. Wojciecha) aus dem 17. Jahrhundert, wiederaufgebaut 1753–1755
  • der neogotische Palast, errichtet 1842–1852
  • die Lindenallee, angelegt 1765
  • der Marktplatz mit Bauten aus dem 19. Jahrhundert

Sport[Bearbeiten]

Es gibt den Fußballverein Klub Sportowy „Leśnik“ Margonin.

Gemeinde Margonin[Bearbeiten]

Rittergut Margoninsdorf um 1860, Sammlung Alexander Duncker

Zur Stadt- und Landgemeinde Margonin gehören die folgenden kleineren Ortschaften:

Name deutscher Name
(1815–1919)
deutscher Name
(1939–45)
Adolfowo Adolphsheim Adolfsheim
Bugaj Wilhelmstreu Wilhelmstreu
Dębiniec Eichenau Eichenau
Karolinka Karlshöh Karlshöh
Klaudia Vorwerk Klaudia  ?
Klotyldzin Klothildenhof Klothildenhöh
Kowalewo Kowalewo
1905–19 Schmiedenau
Schmiedenau
Lipiniec Lipin Hauland Lipin Hauland
Lipiny Lipin Grunholdsdorf
Marcinek Obermühle Obermühle
Margonin Margonin Margonin
Margońska Wieś Margoninsdorf Margoninsdorf
Młynary Müllerfelde Müllerfelde
Ofelia Vorwerk Ofelia  ?
Próchnowo Prochnowo Rochnau
Radwanki Radwonke Radwonke
Studźce Alyrode Alyrode
Sułaszewo Vorwerk Sulaszewo  ?
Sypniewo Sypniewo
1905–19 Seeort
Seeort
Tereska Vorwerk Tereska  ?
Witkowice Wittkowitz  ?
Zbyszewice Zbyszewice  ?
Żoń Wilhelmstreu Wilhelmstreu

(Die deutschen Bezeichnungen stammen aus der preußischen Zeit (1815–1919) bzw. aus der Zeit der deutschen Besetzung im Zweiten Weltkrieg (1939–45).)

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten]

Die Stadt wird von den Wojewodschaftsstraßen 190 und 193 durchquert. Die Stadt Szamocin liegt etwa sieben Kilometer nördlich. Der Flughafen Posen-Ławica liegt etwa 60 Kilometer südlich von Margonin.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Margonin – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Fußnoten[Bearbeiten]

  1. a b Population. Size and Structure by Territorial Division. As of December 31, 2013. Główny Urząd Statystyczny (GUS) (PDF), abgerufen am 14. Juni 2014.