Maria Christina von Sachsen (1770–1851)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Maria Christina von Sachsen

Prinzessin Maria Christina von Sachsen, vollständiger Name Maria Christina Albertina Carolina von Sachsen (* 7. Dezember 1770 in Dresden; † 24. November 1851 in Paris) war ein Mitglied aus dem Hause der albertinischen Wettiner. Durch Heirat wurde sie Prinzessin von Savoyen-Carignan und nach dem frühen Tod ihres Gatten Regentin für deren gemeinsamen Sohn.

Leben[Bearbeiten]

Marie Christine war die älteste Tochter von Prinz Karl Christian von Sachsen und Polen, Herzog von Kurland und Semgallen (1733–1798) und seiner Frau, Franziska von Corvin-Krasinska (1742–1796), die Tochter des Grafen Stanislaus von Corvin-Krasinski. Ihre Großeltern väterlicherseits waren August III., Kurfürst von Sachsen und König von Polen und der Erzherzogin Maria Josepha von Österreich. Ihre Erziehung und die schulische Ausbildung lag in den Händen mehrerer Hauslehrer und Gouvernanten. Sie wurde in Philosophie, Geographie, Literatur, Musik, Tanz und in Sprachen (Deutsch, Italienisch, Französisch, Polnisch und Englisch) unterrichtet.

Karl Albert
Maria Elisabeth

Erste Ehe[Bearbeiten]

Am 24. Oktober 1797 heiratete Prinzessin Maria Christina in Turin den italienischen Fürsten Karl Emanuel von Savoyen-Carignan (1770–1800), einziger Sohn von Fürst Viktor Amadeus II. und Prinzessin Josepha de Lorraine-Brionne.

Aus der kurzen Ehe gingen zwei Kinder hervor:

∞ 1817 Erzherzogin Maria Theresia von Österreich-Toskana (1801–1855)
∞ 1820 Erzherzog Rainer Joseph von Österreich (1783–1853), Vizekönig von Lombardo-Venetien

Ihr Sohn folgte als 2-jähriger unter dem Titel eines Fürsten von Carignan seinem früh verstorbenen Vater in den französischen und piemontesischen Besitzungen unter Vormundschaft seiner Mutter. Mit dem Aussterben der Hauptlinie Savoy erbte er später auch deren Titel eines Königs von Sardinien-Piemont und Herzogs von Savoyen.

→ siehe auch: Stammliste des Hauses Savoyen

Zweite Ehe[Bearbeiten]

Maria Christina von Sachsen-Curland heiratete 1816 in Paris den französischen Fürsten Jules Maximilien Thibault de Montléart (1787–1865). 1824 zogen Julius Fürst Montléart und seine Gattin Maria Christine nach Wien und erwarben ein Anwesen am Gallitzinberg mit einem renovierungsbedürftigen Schloss.

Nachfahren Montléart-Sachsen-Curland[Bearbeiten]

Nach dem Tod des Fürsten Montléart am 19. Oktober 1865 erwarb der Sohn des Verstorbenen, Moritz Fürst Montléart († 1887), das Anwesen und schenkte den Besitz seiner Frau Wilhelmine (1827–1895), die kinderlos blieb und zur Mäzenin in Wien-Ottakring wurde.

Am 28. April 1895 wurde ein Enkel der Prinzessin Maria Christina, Erzherzog Rainer, als Erbe Wilhelmine Montléarts Besitzer des Schlosses[1]. In den Jahren 1903-1908 wurde das schon baufällige Schloss abgerissen und durch das Palais Wilhelminenberg ersetzt.

Ehrung[Bearbeiten]

Im Jahr 1897 wurde in Wien Hernals (17. Bezirk) die Savoyenstraße nach Maria Christina von Sachsen benannt. Nach ihrer Schwiegertochter Wilhelmine ist das Wilhelminenspital, der Wilhelminenberg, die Wilhelminenstraße und die Montleartstraße in Ottakring sowie die Curlandgasse in Hernals benannt.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Eintrag über Schloss Wilhelminenberg im Weblexikon der Wiener Sozialdemokratie

Weblinks[Bearbeiten]