Maria Magdalena von Pazzi

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Maria Magdalena de Pazzi, Porträt von 1583.

Maria Magdalena de Pazzi (Italienisch: Maria Maddalena de' Pazzi) (* 2. April 1566 in Florenz als Caterina de Pazzi; † 25. Mai 1607 ebendort) war Nonne im Orden der Unbeschuhten Karmelitinnen und wurde 1669 von der katholischen Kirche heiliggesprochen. Sie ist die Schutzpatronin von Florenz und Neapel.

Leben[Bearbeiten]

Die Tochter der Adelsfamilie Pazzi hatte schon ab 1578 mystische Erfahrungen. 1582 trat sie für 15 Tage probeweise in den Karmel ihrer Heimatstadt Florenz ein. Am 3. Januar 1583 war ihre Einkleidung und sie begann ihren Noviziat im Karmel. Ihre Profess legte sie am 27. Mai 1584 in articulo mortis (im Angesicht des Todes) ab. Ab 1590 hatte sie vermehrt Visionen, die niedergeschrieben wurden (Siehe Abschnitt Werk). Ab 1598 war sie Novizenmeisterin. Sie starb am 25. Mai 1607. Ihr unverwester Körper liegt seit 1888 in einem Reliquiar im Karmel Santa Maria Maddalena dei Pazzi in Florenz.[1]

Werk[Bearbeiten]

Maria Magdalena von Pazzi schrieb selbst nicht, doch ihre Visionen wurden in fünf Büchern niedergeschrieben[2]:

  • Quaranta giorni
  • Colloqui
  • Revelatione e Intelligenze
  • Probatione
  • Renovatione della Chiesa

Wirkung[Bearbeiten]

Maria Magdalena von Pazzi und die Schriften mit ihren Visionen übten bis zum XVIII. Jahrhundert einen enormen Einfluss auf die Spiritualität und die Frömmigkeit, vor allem in Italien, aus. [3]

Salvatore Sciarrino komponierte Texte der Heiligen in seinem Werk Infinito nero (1998).

Verehrung[Bearbeiten]

Maria Magdalena von Pazzi wurde am 8. Mai 1626 durch Papst Urban VIII. selig- und am 22. April 1669 durch Papst Clemens IX. heiliggesprochen.

Ihr Gedenktag ist der 25. Mai, im Trappisten- und Zisterzienserorden der 26. Mai,[4] in Italien örtlich auch 30. März.[5]

Zu Patrozinien siehe Maria-Magdalena-de-Pazzi-Kirche

Literatur[Bearbeiten]

  • José A. Martínez Puche: Nuevo año cristiano. 5. Band: Mayo. 3. Auflage. Edibesa, Madrid 2002, ISBN 8-484-07204-5, (Grandes firmas Edibesa 47), S. 468-472.
  • Wilhelm Schamoni: Das wahre Gesicht der Heiligen. Mit Imprimatur. 5. Auflage. Christiana-Verlag, Stein am Rhein 1975. ISBN 3-717-10598-1.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Maria Magdalena von Pazzi – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Quellen[Bearbeiten]

  1. Biografische Daten aus den im Abschnitt Literatur angegebenen Werken.
  2. F. Nardoni (Hrsg.): Tutte le opere di santa Maria Maddalena de' Pazzi. Dai manoscritti originali. 7 Bände. Centro internazionale del libro, Florenz 1960-1966.
  3. José A. Martínez Puche OP: Nuevo año cristiano. 5. Band: Mayo. 3. Auflage. Edibesa, Madrid 2002, ISBN 8-484-07204-5, (Grandes firmas Edibesa 47), S. 471.
  4. Maria Magdalena von Pazzi. In: Ökumenisches Heiligenlexikon. Abgerufen am 11. Dezember 2011.
  5. etwa in Melegnano, MI, cf. La Chiesa del Carmine (pag. 1), melegnano.net (it, an Ende der Seite)