Marie-Elisabeth-Lüders-Haus

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Das Marie-Elisabeth-Lüders-Haus

Das Marie-Elisabeth-Lüders-Haus befindet sich im Regierungsviertel von Berlin zwischen Adele-Schreiber-Krieger-Straße und Schiffbauerdamm. Es wurde nach fünfjähriger Bauzeit am 10. Dezember 2003 als dritter Parlamentsneubau an der Spree eingeweiht. Der Architekt war Stephan Braunfels.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Geschichte

Seinen Namen trägt das Gebäude zu Ehren der liberalen Sozialpolitikerin und Vertreterin der Frauenbewegung in Deutschland, Marie Elisabeth Lüders. Für die Bauarbeiten ab 1998 musste der Gedenkort Parlament der Bäume verkleinert werden. Eine öffentlich zugängliche Installation aus Segmenten der Berliner Mauer wie im Parlament der Bäume wurde in dem Gebäude errichtet. Die Segmente stehen auf dem ehemaligen Verlauf der Berliner Mauer.

[Bearbeiten] Erweiterungsbau

Am 9. November 2010 erfolgte der erste Spatenstich für den Erweiterungsbau des Marie-Elisabeth-Lüders-Hauses. Der Bau soll die bestehende Struktur bis an die Luisenstraße fortführen und weitere 44.000 m² Nutzfläche bieten. Der Neubau soll im Jahr 2014 bei veranschlagten Kosten von 190 Mio. Euro fertiggestellt sein und das Band des Bundes insgesamt vollenden. Architekt ist – wie bereits beim 2003 fertiggestellten Ursprungsbau – Stephan Braunfels.[1]

[Bearbeiten] Funktion

Es beherbergt das Wissenschaftliche Dienstleistungszentrum des Deutschen Bundestages in der westlichen Rotunde.

In dem wissenschaftlichen Dienstleistungszentrum befinden sich folgende Einrichtungen:

Auch die Zentrale des Fahrdiensts des Deutschen Bundestages befinden sich in dem Haus.

[Bearbeiten] Architektur

Das Marie-Elisabeth-Lüders-Haus bildet mit dem Bundeskanzleramt, dem Kanzlerpark und dem Paul-Löbe-Haus das Band des Bundes – eine Anordnung von Gebäuden am Spreebogen in Berlin-Mitte.

Das Paul-Löbe-Haus und das Marie-Elisabeth-Lüders-Haus bilden durch ihre Architektur eine Einheit, so zum Beispiel durch die zur Spree hin zusammenpassenden Dachkanten – die eine nach außen (konvex) und die andere nach innen (konkav) geschwungen – und die Brücke, die die beiderseits der Spree stehenden Gebäude verbindet und Marie-Elisabeth-Lüders-Steg genannt wird. Der Architekt beider Häuser bezeichnet die Brücke als „Sprung über die Spree“. Die Verbindung der Gebäude von Ost nach West symbolisiert die Zusammengehörigkeit von Ost- und Westdeutschland und ist ein Gegenpol zur Vision der Nationalsozialisten von einer – durch eine Nord-Süd-Achse geprägten – späteren „Welthauptstadt Germania“.

Das Marie-Elisabeth-Lüders-Haus steht rechts und links des früheren Verlaufs der Berliner Mauer. Dieser Verlauf wird im Haus dargestellt und als öffentlich zugängliches Mahnmal für die Maueropfer symbolisiert.

Der Versorgungstunnel Regierungsviertel verbindet das Marie-Elisabeth-Lüders- mit dem Jakob-Kaiser-Haus, dem Reichstagsgebäude und dem Paul-Löbe-Haus.

[Bearbeiten] Bilder

[Bearbeiten] Weblinks

 Commons: Marie-Elisabeth-Lüders-Haus – Album mit Bildern und/oder Videos und Audiodateien

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. Bis zur Luisenstraße – Spatenstich für Bundestagsgebäude in Berlin. Bei: baunetz.de, abgerufen am 14. Februar 2011
  2. Geheimschutzstelle

52.52027777777813.377777777778Koordinaten: 52° 31′ 13″ N, 13° 22′ 40″ O

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