Marta Hillers
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Marta Hillers (* 26. Mai 1911 in Krefeld; † 16. Juni 2001 in Basel) war eine deutsche Journalistin. Bekannt wurde sie durch eine autobiografische Erzählung mit dem Titel Eine Frau in Berlin. In dieser berichtet sie vom Alltagsleben der Berliner während der sowjetischen Besatzung am Ende des Zweiten Weltkrieges, insbesondere von den Massenvergewaltigungen deutscher Frauen durch marodierende Rotarmisten.
Im Jahr 2003 wurde die Authentizität der Darstellung und die Autorschaft Hillers angezweifelt[1]. Laut einem Gutachten von Walter Kempowski sind jedoch zumindest die dem Buch zugrundeliegenden originalen Tagebuchaufzeichnungen authentisch[2].
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[Bearbeiten] Biographie
Hillers studierte an der Sorbonne und sprach fließend Französisch und Russisch. Nach Recherchen von Jens Bisky von der Süddeutschen Zeitung hat sie für unbedeutende Zeitungen und Zeitschriften des Dritten Reiches geschrieben. Das Tagebuch erstreckt sich über die Zeit von April bis Juni 1945.
Das Tagebuch wurde erstmals 1954, anonym und auf Englisch, auf Betreiben von C. W. Ceram veröffentlicht. In den 1950er Jahren heiratete Hillers und zog in die Schweiz. Nachdem sie das Tagebuch, wieder anonym, 1959 auch auf Deutsch veröffentlicht hatte, gab sie ihre schriftstellerische Tätigkeit auf.
Englische und deutsche Neuausgaben erschienen 2003. 2008 hat Max Färberböck den Text unter dem Titel Anonyma – Eine Frau in Berlin mit Nina Hoss in der Hauptrolle verfilmt.
[Bearbeiten] Werke
- Eine Frau in Berlin. Tagebuchaufzeichnungen vom 20. April bis 22. Juni 1945, Die Andere Bibliothek Band Nr. 221, ISBN 3-8218-4534-1, 2003
- A Woman in Berlin, paperback 320 pages, Virago Press Ltd, ISBN 1-84408-112-5, 2003
[Bearbeiten] Literatur
- Jens Bisky: Wenn Jungen Weltgeschichte spielen, haben Mädchen stumme Rollen / Wer war die Anonyma in Berlin? Frauen, Fakten und Fiktionen / Anmerkungen zu einem großen Bucherfolg dieses Sommers. In: Süddeutsche Zeitung, 24. Sept. 2003
- Christian Esch, Eine belanglose Person? Die Süddeutsche Zeitung enthüllt die Identität der „Anonyma“ von Berlin, Enzensberger antwortet. In: Berliner Zeitung, 25. Sept. 2003
- Harding, Luke, Row over naming of rape author In: The Observer, 5. Oktober 2003
- Götz Aly :Ein Fall für Historiker: Offene Fragen um das Buch „Eine Frau in Berlin“, In: Süddeutsche Zeitung, 18. Okt. 2003
- Josef Kanon: My City of Ruins. In The New York Times, 14. August 2005, book review section S. 12. Siehe auch Christoph Gottesmann, Wien, Leserbrief, The New York Times, Sunday book review section, 11. Sept. 2005, S. 6.
[Bearbeiten] Weblinks
- Anonyma: Eine Frau in Berlin Film von 2008 auf imdb
[Bearbeiten] Einzelnachweise
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Hillers, Marta |
| KURZBESCHREIBUNG | deutsche Autorin |
| GEBURTSDATUM | 26. Mai 1911 |
| GEBURTSORT | Krefeld |
| STERBEDATUM | 16. Juni 2001 |
| STERBEORT | Basel |

