Maximilian de Beauharnais

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Maximilian de Beauharnais

Maximilian Josèphe Eugène Auguste Napoléon de Beauharnais (* 2. Oktober 1817 in München; † 20. Oktoberjul./ 1. November 1852greg. in Sankt Petersburg) war der 3. Herzog von Leuchtenberg. Nach seiner Heirat (1839) wurde er Fürst Romanowsky.

Leben[Bearbeiten]

Joseph Karl Stieler: Maximilian de Beauharnais als Kleinkind, 1821

Maximilian war der zweite Sohn von Eugène de Beauharnais und seiner Ehefrau Prinzessin Auguste von Bayern, Tochter des ersten bayerischen Königs Maximilian I. Joseph und seiner ersten Gattin Prinzessin Auguste Wilhelmine Maria von Hessen-Darmstadt. Er war väterlicherseits ein Enkel von Joséphine de Beauharnais, Kaiserin der Franzosen.

Nach dem Sturz Bonapartes bekam sein Vater 1817 von seinem Schwiegervater Maximilian I. Joseph von Bayern den Titel eines Herzogs von Leuchtenberg mit dem gleichnamigem Landgrafentum und dem Fürstentum Eichstätt als Standesherrschaft zugesprochen. Als sein Vater 1824 und sein älterer Bruder Auguste Charles Eugène Napoléon de Beauharnais starben, erbte er den Herzogtitel und alle seine Rechte. Maximilian wurde 1847 zum Ehrenmitglied der Bayerischen Akademie der Wissenschaften ernannt.

Durch seine Verwandtschaft zu Kaiser Napoléon war Maximilian de Beauharnais keine gute Partie für eine Zarentochter. Doch Großfürstin Maria Nikolajewna hatte verlauten lassen, dass sie niemals heiraten werde, wenn sie Russland verlassen müsste. So stimmte der Vater zu. Am 2. Juli 1839 heiratete Herzog Maximilian von Leuchtenberg in der Kapelle des Winterpalastes in Sankt Petersburg Großfürstin Maria Nikolajewna Romanowa, älteste Tochter des russischen Zaren Nikolaus I. und Prinzessin Charlotte von Preußen. Sein Schwiegervater verlieh ihm und seinen Nachkommen am 14. Juli 1839 den erblichen Titel Fürst, Prinz bzw. Prinzessin Romanowsky.

Franz Xaver Winterhalter: Großfürstin Maria Nikolajewna Romanowa, Öl auf Leinwand, 1857

Aus der gemeinsamen Verbindung gingen sieben Kinder hervor:

∞ Prinz Ludwig Wilhelm August von Baden (1829–1897)
∞ Herzog Alexander Friedrich Konstantin von Oldenburg aus dem Haus Holstein-Gottorp (1844–1932)
  • Eugen Maximilianowitsch (1847–1901), 5. Herzog von Leuchtenberg und Fürst Romanowsky
∞ Daria Opotschinina (1845–1870)
∞ Zinaida Skobelewa (1878–1899)
  • Sergei Maximilianowitsch (1849–1877), gefallen im Russisch-Türkischen Krieg
  • Georgi Maximilianowitsch (1852–1912), 6. Herzog von Leuchtenberg und Fürst Romanowsky
∞ Prinzessin Therese von Oldenburg (1852–1883)
∞ Prinzessin Anastasia von Montenegro (1868–1935)

Erwähnenswertes[Bearbeiten]

Die Urne mit dem Herzen Herzog Maximilians steht zusammen mit den Herzen seiner Mutter Auguste und seiner Schwester Carolina in einer Vitrine in der Fürstengruft von St. Michael in München.

Sein Enkel, Prinz Peter von Oldenburg, aus der Ehe seiner jüngsten Tochter Eugenia Maximilianowna, heiratete 1901 Großfürstin Olga Alexandrowna Romanowa, die jüngste Schwester des letzten russischen Zaren Nikolaus II. Wegen Peters Homosexualität wurde die Ehe per kaiserlichem Dekret annulliert.

Literatur[Bearbeiten]

  • Richard Diener: Maximilian Eugene Josephe Napoleon de Beauharnais, der 3. Herzog von Leuchtenberg, Fürst von Eichstätt. In: Historischer Verein Eichstätt, Sammelblatt Nr. 100, 2008, Eichstätt 2008, S. 7-47.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Maximilian, Duke of Leuchtenberg – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien