Maximilian von Puttkamer
Albert August Maximilian von Puttkamer (* 28. Juni 1831 auf Gut Groß Nossen, Landkreis Frankenstein, Niederschlesien; † 5. März 1906 in Baden-Baden) war ein deutscher Politiker und Staatssekretär im Ministerium für Elsaß-Lothringen des Deutschen Kaiserreichs.
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Studium und berufliche Laufbahn [Bearbeiten]
Nach dem Besuch des Gymnasiums in Stettin absolvierte er 1849 bis 1852 ein Studium der Rechtswissenschaften an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn und der Universität zu Berlin.
1852 trat er als Auskultator in den preußischen Justizdienst. 1858 wurde er zuerst Gerichtsassessor und danach 1861 Kreisrichter in Fraustadt (Provinz Posen).
Politische Laufbahn [Bearbeiten]
Reichstagsabgeordneter [Bearbeiten]
1867 wurde er als Vertreter von Fraustadt zum Mitglied des Preußischen Abgeordnetenhauses gewählt, dem er bis 1871 angehörte.[1] 1867 wurde er Abgeordneter des Norddeutschen Reichstags für den Wahlkreis Regierungsbezirk Posen 6 (Fraustadt - Lissa) und schloss sich der Fraktion der Nationalliberalen an.[2] Nach der Gründung des Deutschen Kaiserreiches 1871 wurde er zum Mitglied des Reichstages gewählt. Dort vertrat er bis 1881 die Interessen der 1867 gegründeten Nationalliberalen Partei (NLP).[3]
Aufstieg zum Staatssekretär für Elsaß-Lothringen [Bearbeiten]
Nach der Schaffung einer eigenständigen Verwaltung für Elsaß-Lothringen am 1. Juli 1876 durch das neu gegründete Reichsamt, wurde er zunächst Appelationsgerichtsrat in Colmar. Ein Jahr später erfolgte seine Ernennung zum Generaladvokat des Reichslandes Elsaß-Lothringen.
1879 wurde er zum Unterstaatssekretär für Justiz und Kultus im Ministerium für Elsaß-Lothringen ernannt. Dieses Amt übte er bis 1887 aus.
1887 wurde er als Nachfolger von Karl von Hofmann selbst Staatssekretär für Elsaß-Lothringen. Dieses Amt übte er vierzehn Jahre bis Juli 1901 aus und war damit länger im Amt als alle seine Vorgänger und Nachfolger. Nachfolger wurde Ernst Matthias von Köller.
Seine Frau Alberta von Puttkamer war Schriftstellerin und hat sich insbesondere als Übersetzerin von Alfred de Musset, durch das historische Drama Kaiser Otto III. und ihre Dichtungen einen Namen gemacht.
Einzelnachweise [Bearbeiten]
- ↑ Mann, Bernhard (Bearb.) : Biographisches Handbuch für das Preußische Abgeordnetenhaus. 1867-1918. Mitarbeit von Martin Doerry, Cornelia Rauh und Thomas Kühne. Düsseldorf : Droste Verlag, 1988, S. 307 (Handbücher zur Geschichte des Parlamentarismus und der politischen Parteien : Bd. 3)
- ↑ Haunfelder, Bernd / Pollmann, Klaus Erich (Bearb.): Reichstag des Norddeutschen Bundes 1867-1870. Historische Photographien und biographisches Handbuch. Düsseldorf: Droste Verlag, 1989, Foto S. 259, Kurzbiographie S. 451 (Photodokumente zur Geschichte des Parlamentarismus und der politischen Parteien, Band 2)
- ↑ Specht, Fritz / Schwabe, Paul: Die Reichstagswahlen von 1867 bis 1903. Eine Statistik der Reichstagswahlen nebst den Programmen der Parteien und einem Verzeichnis der gewählten Abgeordneten. 2. Aufl. Berlin: Verlag Carl Heymann, 1904, S. 58
Literatur [Bearbeiten]
- Ellinor von Puttkamer (Bearbeiterin): Geschichte des Geschlechts v. Puttkamer (= Deutsches Familienarchiv, Band 83–85). 2. Auflage, Degener, Neustadt an der Aisch 1984, ISBN 3-7686-5064-2, S. 679
- Puttkamer, Maximilian von. In: Brockhaus Konversations-Lexikon 1894–1896, 13. Band, S. 526.
- Puttkamer, Maximilian von. In: Nordisk Familjebok. Band 22, Stockholm 1915, Spalte 637
Weblinks [Bearbeiten]
- Biografische Daten
- Maximilian von Puttkamer auf der Seite des Verbandes des Geschlechts von Puttkamer
- Maximilian von Puttkamer in der Datenbank der Reichstagsabgeordneten
Herzog | Hofmann | Puttkamer | Köller | Zorn von Bulach | Roedern | Tschammer-Quaritz | Hauss
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Puttkamer, Maximilian von |
| ALTERNATIVNAMEN | Puttkamer, Albert August Maximilian von (vollständiger Name); Puttkamer, Max von |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Politiker (NLP), MdR und Staatssekretär des Deutschen Reiches |
| GEBURTSDATUM | 28. Juni 1831 |
| GEBURTSORT | Gut Groß Nossen, Landkreis Frankenstein, Niederschlesien |
| STERBEDATUM | 5. März 1906 |
| STERBEORT | Baden-Baden |

