Maxis

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Maxis ist ein Label für Simulationscomputerspiele des amerikanischen Computerspielpublishers Electronic Arts. Es bezeichnete ursprünglich das 1987 in Emeryville gegründete Entwicklerstudio Maxis Software Inc., das hauptsächlich durch die Computerspiele Sim City und Die Sims bekannt wurde. Seit den 1990ern gehörte das Unternehmen zu Electronic Arts, das Maxis zu einer Marke für die Produkte mehrerer Entwicklerstudios ausbaute. 2015 schloss der Konzern die Hauptniederlassung. Der Markenname blieb weiter in Verwendung.

Geschichte[Bearbeiten]

Maxis Software Inc.
Logo von Maxis
Rechtsform Corporation
Gründung 1987
Auflösung 2015
Sitz Emeryville, Kalifornien, USA
Leitung (Gründer)
Will Wright,
Jeff Braun
Branche Unterhaltung

Das Unternehmen wurde 1987 von Will Wright und Jeff Braun gegründet. Entgegen der weitläufigen Meinung entstand der Name des Unternehmens Maxis nicht durch einfaches Rückwärtslesen der Worte „six AM“ (dt. sechs Uhr morgens). Stattdessen sei er durch eine Empfehlung von Jeff Brauns Vater entstanden, welcher meinte, der Name eines Computerspiel-Unternehmens sollte zweisilbig sein und den Buchstaben „x“ enthalten.

Wright und Braun setzten das Spiel SimCity, das bis dato auf Commodore 64 lief, für weitere Heimcomputer um. In der ersten Hälfte der 1990er Jahre machte Maxis sich einen Namen mit weiteren Spielen aus der Sim-Serie: der Evolutionssimulation SimEarth (1990), dem Ameisensimulator SimAnt (1991) und Sim Farm (1993), der Simulation eines Bauernhofs. Allen Spielen ist gemein, dass sie auf die realistische Darstellung von Gewalt verzichten, im Gegensatz zu bis dahin klassischen Spielen keinen Gewinner / Verlierer und keinen Punktestand ausweisen und teilweise ohne definiertes Spielende auskommen („Open end“).

Ab 1997 gehörte das Unternehmen zu Electronic Arts. Das Hauptstudio befindet sich im kalifornischen Walnut Creek. Überwiegende Teile der von dem Unternehmen entwickelten Spiele basieren auf Simulationen. Das erfolgreichste Produkt des Unternehmens ist Die Sims (Originaltitel The Sims).

Im März 2015 wurde die Hauptniederlassung geschlossen.[1] Nach Aussage von EA soll die Marke Maxis jedoch weiterbestehen, unter ihr sollen andere Entwicklerstudios in Redwood Shores, Salt Lake City, Helsinki und Melbourne weiterhin neue Spiele und Erweiterungen entwickeln.[2]

Zeitleiste[Bearbeiten]

  • 1987 - Gründung von Maxis
  • 1989 - Veröffentlichung von SimCity
  • 1990 - Veröffentlichung von SimEarth
  • 1991 - Veröffentlichung von SimAnt (Lebenssimulation eines Ameisenvolkes)
  • 1992 - Veröffentlichung von SimLife
  • 1992 - Veröffentlichung von A-Train (Eisenbahnsimulation)
  • 1993 - Veröffentlichung von Sim City 2000 und Sim Farm
  • 1995 - Veröffentlichung von Sim Tower, Sim Isle, Sim Town, Full Tilt! Pinball
  • 1996 - Veröffentlichung von Sim Copter, Sim Tunes, Sim Park, Full Tilt Pinball und Sim Safari
  • 1997 - Akquisition durch Electronic Arts und Veröffentlichung von Marble Drop
  • 1999 - Veröffentlichung von SimCity 3000
  • 2000 - Veröffentlichung von Die Sims
  • 2001 - Veröffentlichung von SimCoaster und SimGolf
  • 2002 - Veröffentlichung von Die Sims Online
  • 2003 - Veröffentlichung von SimCity 4
  • 2004 - Veröffentlichung von Die Sims 2 und Die Urbz
  • 2007 - Veröffentlichung von Die Sims 2 Castaway (Gestrandet)
  • 2008 - Veröffentlichung von Spore (Zunächst war nur der Kreaturen-Editor, das sog. "Spore Labor", in einer Basis- und einer Premium-Version verfügbar. Die Vollversion ist seit dem 4. September 2008 erhältlich.)
  • 2009 - Veröffentlichung von Die Sims 3
  • 2011 - Veröffentlichung von Darkspore
  • 2013 - Veröffentlichung von SimCity
  • 2014 - Veröffentlichung von Die Sims 4
  • 2015 - Schließung des Studios Emeryville

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. EA Shuts Down SimCity Developer Maxis. Kotaku, 3. März 2015, abgerufen am 5. März 2015 (englisch).
  2. Tobias Ritter: Maxis - Electronic Arts macht SimCity- und Sims-Entwickler dicht. Gamestar, 5. März 2015, abgerufen am 5. März 2015 (deutsch).