Meir Dizengoff

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Meir Dizengoff (1910)

Meir Dizengoff (hebräisch ‏מאיר דיזנגוף‎, russisch Меер Янкелевич Дизенгоф; auch: Meir Diesengoff; * 25. Februar 1861 in Bessarabien; † 23. September 1936 in Tel Aviv) war Ingenieur und Kaufmann und Mitbegründer und erster und langjähriger Bürgermeister Tel Avivs.

Leben[Bearbeiten]

1892 gründete er eine von Baron Rothschild finanzierte, aber erfolglose Glas-Fabrik in Palästina. Er kehrte zurück nach Russland und wurde nach dem Auftreten Herzls Anhänger des Zionismus.

Seit 1905 war er erneut in Palästina und wurde mit dem Aufbau von Achuzat Bajit bei Jaffa, der Keimzelle Tel Avivs, zu einem der Gründer der Stadt, mit der er große Pläne hatte: Sie sollte die größte Stadt und das kulturelle Zentrum des Jischuw werden. Zwischen 1931 und 1938 stieg die Bevölkerungsanzahl in Tel Aviv von 46 000 auf 150 000 Einwohner. Nach Dizengoff ist eine der größten Straßen Tel Avivs benannt.

Nachdem Tel Aviv 1921 zur Stadt erklärt worden war, war er von 1921 (de facto als Vorsitzender des lokalen Rates seit 1911) bis zu seinem Tod (mit einer Unterbrechung von 1925 bis 1928) ihr Bürgermeister.

Sein Wohnhaus am Rothschild Boulevard sowie seinen gesamten Nachlass stiftete Dizengoff dem 1931 von ihm gegründeten Tel-Aviv-Museum (in dem 1948 die israelische Unabhängigkeit proklamiert wurde). – Seit 1937 wird von der Stadt Tel Aviv der nach ihrem Gründer und erstem Bürgermeister benannte „Dizengoff-Preis“ an Maler und Bildhauer verliehen (= “The Dizengoff Prize for Painting and Sculpture”)[1]..

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Vgl. Website: „Dizengoff-Preis“

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Meir Dizengoff – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien