Merchawia
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Merchawia auf der Karte Israels
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Merchawia (hebräisch מרחביה, auch: Merhavia, dt. „G'ttes Weiten“ nach Psalm 118,5) liegt in der östlichen Jesreelebene in Nordisrael. Es begann als eines der ersten landwirtschaftlichen Siedlungsprojekte in Palästina und ist heute ein Kibbuz.
Die Palestine Land Development Cy kaufte 1910 auf Initiative von Dr. Arthur Ruppin Land rund um die ehemals arabische Ortschaft Pola. Hier wurde am 24. Januar 1911[1] nach Ideen des Soziologen und Volkswirtschaftlers Franz Oppenheimer eine Siedlungsgenossenschaft gegründet, die sich aber nach dem 1. Weltkrieg wieder auflöste. Parallel bildete sich eine Kwutza, eine Art sozialistisches Arbeitskollektiv. 1923 kam eine Siedlung von privat wirtschaftenden Einzelbauern (Moschaw Owdim) hinzu; es gab eine Frauenkooperative (Alamot) und eine landwirtschaftliche Versuchsstation.
1921 bis 1923 arbeitete Golda Meyerson mit ihrer Familie im damaligen landwirtschaftlichen Kollektiv. Sie wurde später als Ministerpräsidentin Golda Meir weltbekannt.
1929 gründete der Haschomer Hazair die Siedlung als Kibbuz neu. Auf dem heutigen Gelände befinden sich archäologische Überreste einer Kreuzfahrerburg, ein Jugendzentrum und pädagogische Einrichtungen im 1913 von Alex Baerwald entworfenen Großen Hof.
Seit 1941 lebt und arbeitet der Schriftsteller Tuvia Rübner in Merchawia.
[Bearbeiten] Literatur
- Davis Trietsch: „Kolonien, jüdische landwirtschaftliche“. In: Jüdisches Lexikon. Begründet von G. Herlitz und B. Kirschner. Berlin, Jüdischer Verlag, Bd. III, 1929, Sp. 772-807.
- Meilach Zagorodsky: Die Bilanz einer ackerbautreibenden Kolonie (Merchawia). In: Palästina 1929, Heft 2-3 (Februar 1929), S. 33-38 (Online-Version)
[Bearbeiten] Weblinks
[Bearbeiten] Einzelnachweise
- ↑ Mordecai Naor: Eretz Israel, Könemann, Köln, 1998, ISBN 3-89508-594-4, Seite 54
32.60527777777835.307777777778Koordinaten: 32° 36′ N, 35° 18′ O

