Messapier

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Völker auf der Italienischen Halbinsel zu Beginn der Eisenzeit

Die Messapier waren die Einwohner des südlichen Teils von Japygien (Apulien) - also der Gegend um die heutigen Städte Tarent, Brindisi und Lecce. Die Messapier waren verwandt mit den Peuketiern (in der heutigen Provinz Bari) und den Dauniern (in der heutigen Provinz Foggia), die auch unter dem Namen Salentiner bekannt sind. Ihre Hauptstädte waren Uzentum, Rudiae, Brundisium und Uria.

Man denkt, dass der Name Messapier "Volk zwischen zwei Meeren" bedeutet, weil sie sich im Süden Apuliens niedergelassen hatten: zwischen der Adria und dem Ionischen Meer. Sie vermischten sich mit der anwesenden Bevölkerung und gründeten so die ersten Städte, wo sie ihre Gebräuche und Sitten einführten. Nach dem griechischen Historiker Herodot stammten die Messapier, die ein einheitliches und kompaktes Volk gewesen seien, von den Kretern ab. Heute meint man jedoch, dass die Messapier aus Illyrien stammten und dass sie um 1000 v. Chr. nach Otranto gekommen seien. Herodot erwähnte auch, dass die Messapier den Griechen von Tarentum im Jahr 473 v. Chr. eine ernste Niederlage zugefügt hätten. Herodot brachte sie mit dem mythischen König Minos von Kreta in Verbindung.

Nur eine spärliche Gruppe von Inschriften in messapischer Sprache ist heute noch erhalten; einige davon sind im Archäologischen Nationalmuseum in Tarent zu sehen.

Siehe auch[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Illyria & Illyrians – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien