Mett

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Dieser Artikel bezeichnet das Nahrungsmittel Mett. Für gleichnamige Ortschaften siehe Mett (Begriffsklärung).
Mettbrötchen mit rohem Mett

Mett (von niederdeutsch Mett für „Speise, Essen“, das auf „Fleisch“ verengt wurde), Mettgut (eine norddeutsche Bezeichnung) oder Hackepeter (20. Jahrhundert, norddeutsch, berlinerisch, ostmitteldeutsch) ist Hackfleisch (ohne Speck) vom Schwein, das meistens fertig gewürzt (mit Salz und Pfeffer, regional auch mit Knoblauch oder Kümmel) angeboten und roh verzehrt wird; ihm dürfen auch Zwiebeln beigefügt sein (dann Zwiebelmett genannt). Mett hat in Deutschland einen Fettanteil von höchstens 35 Prozent.[1] Von besonders hoher Qualität ist Schinkenmett, das aus der Oberschale (dem Schinken) hergestellt wird. Soweit nicht abgepackt, darf Mett gemäß der Lebensmittelhygiene-Verordnung bzw. der Tierischen Lebensmittelhygiene-Verordnung (Tier-LMHV)[2] nur am Herstellungstag verkauft werden.

Die Bezeichnung Hackepeter für gewürztes Mett soll erstmals im Berliner Gasthof Martin in der Landsberger Straße im Jahr 1903 verwendet worden sein.[3]

Grobes Schweinemett wird, im Gegensatz zum handelsüblichen, gewolften Hackfleisch, meist in einem Kutter hergestellt. Um die Struktur besser zu erhalten, wird das Schweinefleisch in halbgefrorenem Zustand verarbeitet und darf laut Hackfleischverordnung während des Kutterns eine Temperatur von circa zwei Grad Celsius nicht überschreiten. Die Verwendung von Eis zur Kühlung ist verboten.

Rohes Mett wird meist auf Brötchen oder Brot verzehrt, oft mit einer Garnitur aus rohen Zwiebelringen oder -würfeln.

Als Bestandteil von kalten Platten und bei kalten Buffets wird Mett zuweilen in Form eines Mettigels (auch als Hackepeter-Igel oder Hackepeterschwein bezeichnet) serviert. Diese Servierform war besonders in den 1950er- bis 1970er-Jahren populär.

Haltbar gemacht wird Mett in Form von Mettwurst, einer kräftig gewürzten und oft geräucherten Rohwurst.

Eine ähnliche Zubereitung aus Rinderhack ist Tatar.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Mett – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Deutsches Lebensmittelbuch für Fleisch und Fleischerzeugnisse.
  2. Tierische Lebensmittel-Hygieneverordnung (PDF; 166 kB).
  3. "Kulturgeschichte der Deutschen Küche" von Peter Peter.