Michael Klaus

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Dieser Artikel befasst sich mit dem Schriftsteller Michael Klaus. Zu anderen Personen siehe Michael Klauß.

Michael Klaus (* 6. März 1952 in Brilon; † 1. Juni 2008 in Gelsenkirchen-Buer) war ein deutscher Schriftsteller und Dichter. Er lebte und arbeitete in Gelsenkirchen-Buer in Nordrhein-Westfalen.

Leben[Bearbeiten]

Klaus wuchs in einer Arbeitersiedlung in Gelsenkirchen auf. Schon früh verspürte er die geistige Enge des von Arbeit geprägten Ruhrgebiets der 1950er Jahre. Sein Wunsch, Schriftsteller zu werden, stieß in dieser Umgebung auf Unverständnis. Unterstützung und Anerkennung fand er bei den Dichtern der damals im Aufschwung befindlichen Arbeiterliteratur Hugo Ernst Käufer und Richard Limpert. Bald jedoch empfand er die literarischen Ziele dieser Gruppe als zu eng angelegt.

Er studierte Germanistik und Kunst in Bochum und Essen. Seit 1982 arbeitete Klaus als freier Schriftsteller.

2002 wurde er in den P.E.N. gewählt. 2003 wurde er Vizepräsident des deutschen P.E.N. und Writers-in-Exile-Beauftragter. Als solcher unterstützte er politisch verfolgte Schriftsteller aus aller Welt.

Klaus war Mitglied im Verband deutscher Schriftsteller (VS) und hielt Gastdozenturen an der Universität Duisburg-Essen und an der internationalen filmschule köln.

Bis zuletzt lebte Michael Klaus, von schwerer Krankheit gezeichnet[1], in Gelsenkirchen-Buer.

Werk[Bearbeiten]

Klaus bewegte sich literarisch in den Bereichen Roman, Kurzgeschichte, Glosse, Essay und Lyrik. Er schrieb Scripte für Hörspiele und Drehbücher für Film und Fernsehen, unter anderem für den Tatort (Schimanski muss leiden) und Libretti für Musicals, zum Beispiel nullvier – Keiner kommt an Gott vorbei. Zusammen mit Moritz Eggert (Musik) schrieb er „Die Tiefe des Raumes“, ein Fußballoratorium für die Ruhrtriennale 2005 im Rahmen des Kulturprogramms der FIFA WM 2006.

Werke[Bearbeiten]

  • Ganz normal. Gedichte. Spectrum, 1979.
  • Nordkurve. Roman, Goldmann, 1993.
  • Auf ein langes Leben! Satire. rororo, 1993.
  • Fisch ist gut gegen Depressionen. Klartext, 1995.
  • Schlaflose Nacht. Prosa für den Rundfunk. Wort und Bild, 1994.
  • Hin- und hergerissen zwischen Gelsenkirchen und Hollywood. Literatur und Jazz, CD mit Theo Jörgensmann (Musik). Pendragon, 1996.
  • Scherpe & Ziska. Erzählung. Hensejowsky+Boschmann, 1996.
  • Klaras Geschichte. Roman. Arena, 2001.
  • Wie ich meine ersten drei Frauen verlor. Geschichten. Pendragon, 2001.
  • ...in die weite Welt hinein. Asso, 2006.
  • Totenvogel, Liebeslied. Roman. Asso, 2006.
  • Tage auf dem Balkon. Roman. Ardey, 2009.

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Quellen[Bearbeiten]

  1. http://www.derwesten.de/nachrichten/staedte/gelsenkirchen/2008/6/2/news-51969671/detail.html