Michael Kohn

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Michael Kohn (* 23. Dezember 1925 in Zürich) ist ein Schweizer Ingenieur, Lobbyist und Unternehmer. Sein Engagement für die Kernenergie in der Schweiz brachte ihm den Spitznamen «Atompapst» ein.

Leben[Bearbeiten]

Michael Kohn schloss 1948 sein Studium an der ETH in Zürich als diplomierter Bauingenieur ab, wo er danach eine Arbeit in der Forschung annahm. 1953 wurde er Projektingenieur beim Energieunternehmen Motor-Columbus AG, deren Direktion er elf Jahre später übernahm. Ab 1964 sass er im Verwaltungsrat von Motor Columbus und präsidierte diesen von 1975 bis 1985. Ebenfalls in dieser Zeitspanne präsidierte er den Verwaltungsrat von der Aare-Tessin AG für Elektrizität und war somit Geschäftsleiter des Kernkraftwerks Gösgen und durch sein öffentliches Engagement erklärtes Feindbild der Atomkraftgegner. 1974 sass er für vier Jahre der Eidgenössischen Kommission für die Gesamtenergiekonzeption vor, was teilweise auf erhebliche Kritik stiess. Heute ist er bedeutender Lobbyist für die Strommarktliberalisierung der Schweiz und befürwortet den Bau neuer Kernkraftwerke.

Von 1988 bis 1992 war Michael Kohn Präsident des Schweizerischen Israelitischen Gemeindebundes.

Kohn ist ledig.

Publikationen (Auswahl)[Bearbeiten]

  • Energieszene Schweiz. Verlag Neue Zürcher Zeitung, Zürich 1990, ISBN 3-85823-198-3.
  • Patrizia Noémi Franchini (Hrsg.), Ursula Koch, Michael Kohn: Titanic oder Arche Noah: Gespräche zu Energie, Technik und Gesellschaft. Rauhreif, Zürich 1987, ISBN 3-907764-07-2.
  • Die schweizerische Gesamtenergiekonzeption: Grundzüge, Optionen, Konsequenzen, Kurzfassung. Kantonalbank von Bern, Bern 1979.

Weblinks[Bearbeiten]