Millennium Tower (Wien)

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Millennium Tower
Millennium Tower
Millennium Tower am Ufer der Donau
Basisdaten
Ort: Handelskai, Wien
Bauzeit: 1997–1999
Status: Fertiggestellt
Architekten: Peichl, Podrecca, Weber, ATP Architekten und Ingenieure
Nutzung/Rechtliches
Nutzung: Bürohochhaus
Eigentümer: Münchmeyer Petersen Capital
Hauptmieter: Viele (z.B.: Xerox, Cirquent, Agip, Cisco)
Bauherr: Georg Stumpf
Technische Daten
Höhe: 202 m
Höhe bis zur Spitze: 202 m
Höhe bis zum Dach: 171 m
Etagen: 50
Aufzüge: 9 (+ 1 Lastenlift)[1]
Nutzfläche: 47.200
Höhenvergleich
Wien: 2. (Liste)
Österreich: 2. (Liste)
Europa: 47. (Liste)
Anschrift
Stadt: Wien
Land: Österreich

Der Büroturm Millennium Tower am Handelskai 94–96 im 20. Wiener Gemeindebezirk Brigittenau war mit einer Höhe von 171 m (Gebäudesubstanz) und einer Gesamthöhe von 202 m (inkl. Dachkonstruktion) bis zur Fertigstellung des DC Tower 1 das höchste Bürogebäude Österreichs. Auf 50 Geschossen umfasst er eine Bruttogeschoßfläche von 47.200 m², wovon 38.500 m² als Bürofläche genutzt werden. Die restliche Fläche ist bis zum 2. Geschoß allgemein zugänglich und wird unter anderem für ein Einkaufszentrum, Restaurants und ein Multiplex-Kino (UCI) genutzt. Der Millennium Tower wurde von 1997 bis 1999 errichtet.

Architektur[Bearbeiten]

Die Form des Turms wird durch zwei miteinander verschränkte vollständig verglaste Zylinder gebildet, die durch eine Stahlverbundkonstruktion getragen wird. Entworfen wurde der Millennium Tower von den Architekten Gustav Peichl, Boris Podrecca und Rudolf F. Weber. Ausführendes Bauunternehmen war die ARGE HabauVoestalpineMCE.

Mieter[Bearbeiten]

Im Millennium Tower sind rund 120 Unternehmen aus unterschiedlichen Branchen eingemietet, darunter große internationale Unternehmen wie etwa Xerox, die von hier aus ihre Osteuropa-Aktivitäten betreuen. Weitere Mieter sind u. a. Cirquent, Trivadis, Bacardi-Martini, Clerical Medical, ENI, D-Link, Elektro-Kagerer, die von diesem Standort aus ihre Kunden in Ostösterreich betreuen, oder Cisco.

Eigentümer[Bearbeiten]

Bauherr Georg Stumpf verkaufte am 25. Juli 2003 den Wiener Millennium Tower samt dazugehöriger Millennium City an das Hamburger Emissionshaus MPC (Münchmeyer Petersen Capital). Der Kaufpreis betrug 360 Millionen Euro, was fast dem 15-fachen der Jahreseinnahmen von 24,5 Millionen Euro (2002) der Millennium City entspricht, welche neben den Büros im Tower auch aus einem Einkaufszentrum, Wohnbauten und dem größten Kinocenter Österreichs besteht. Unter Berücksichtigung der Kosten von 145 Millionen Euro ergab sich ein Gewinn von 215 Millionen Euro.

MCN[Bearbeiten]

Im Zuge des Baus wurde auch eine eigene interne Telekommunikations-Infrastruktur aufgebaut, wodurch dann die MCN Millennium Communication Network AG als Telefon- und Internetanbieter auftrat. Durch Mitbenutzung der Leitungen der Telekom Austria konnte diese auch als österreichweiter Anbieter tätig sein. Da MCN jedoch im Jahr 2000 in Zahlungsschwierigkeiten geriet, wurde das vorhandene Netz im Jahr 2002 von Inode übernommen.

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Millennium Tower Wien – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. millenniumtower.at > Millennium Tower > Zahlen und Fakten, aufgerufen am 5. Dezember 2010

48.240316.387Koordinaten: 48° 14′ 25″ N, 16° 23′ 13″ O