Boris Podrecca

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Boris Podrecca auf dem Wiener Nordbahnhofgelände

Boris Podrecca (* 30. Januar 1940 in Belgrad) ist ein in Wien lebender Architekt mit Büros in Wien, Stuttgart und Venedig.

Leben[Bearbeiten]

Als Sohn einer Slowenin aus Triest und eines Herzegowiners verbrachte er seine Kindheit in Zagreb und Triest. Er hat die Volksschule und das Gymnasium in Triest absolviert. Nach der Matura begann er mit dem Architekturstudium in Wien, welches er in der Meisterklasse des Architekten Roland Rainer im Jahr 1968 abschloss.[1]

Seine Architektur zeichnet sich durch ein besonderes Gefühl für öffentliche Räume aus, vom Gesamtzusammenhang einer Landschaft oder Stadt bis zum Detail einer Kante oder der Beschaffenheit des verwendeten Materials, und der Gebrauchsfreundlichkeit für die Benutzer, die Freude am Anblick einschließt.

Die Projekte umfassen Platzgestaltungen, Verkehrsstationen, Firmengebäude und den Wohnbau bis zum Hochhaus.

Lehrtätigkeit[Bearbeiten]

  • 1982–1987: Gastprofessuren in Lausanne, Paris, Venedig, Philadelphia, London, Harvard, Cambridge (USA) und Wien.
  • 1988–2006: Professur an der Universität Stuttgart, Institut für Raumgestaltung und Entwerfen

Projekte und Realisationen[Bearbeiten]

Tartiniplatz, Piran, Slowenien, 1987–89
Piazza XXIV Maggio, Cormons, Italien. Platzgestaltung von Boris Podrecca
  • Tartiniplatz, Piran, 1987–1989
  • Piazza XXIV Maggio, Cormons, 1989–1990
  • Ganztagsschule Dirmhirngasse, Wien-Liesing, 1991–1994
  • mit Marco Zordan: Museum Moderner Kunst Ca’Pesaro, Venedig, 1992–2002
  • Greif-Areal, Büros Wohnungen Shopping Center Hotel, Bozen, 1992–2000
  • Wohnbau Judeca Nova, Giudecca Venedig, 1995–2003
  • In der Wiesen Nord, Sozialer Wohnbau, Wien Erlaa, 1996–2000
  • mit Gustav Peichl und Rudolf F. Weber: Millennium Tower Wien, Wien Handelskai, 1997–1999
  • mit Michelangelo Pistoletto: Bahnhofsplatz Krems an der Donau, 1997
  • Neugestaltung Hauptplatz Leoben, 1997
  • Weingut Novi Brič, an der slowenisch-kroatischen Grenze, 1998–2002
  • Hotel und Konferenzzentrum Mons, Ljubljana, 2000–2004
  • mit Marco Zordan und A. Vesentini: Platzgestaltung, Motta di Livenza Italien, 2001–2002
  • mit B. Edelmüller und Werner Sobek: Platzgestaltung, Praterstern, mit Überdachung mittels Glas-Stahl-Membrane, Entwurf 2002, Baubeginn 2008, siehe auch: Bahnhof Wien Praterstern[2]
  • Vienna Bio Center 1, Wien, 2003–2005
  • Skidome und Multi-Functional Center, Garching bei München, 2005
  • Punta Skala Resort: Hotels, Apartments und Villen, Zadar, seit 2005
  • U-Bahn Neapel, Linie 6, Station San Pasquale, Neapel, seit 2006
  • Landesdirektion Wiener Städtische Versicherung, Graz, seit 2006
  • Museum für Wissenschaft und Technik, Belgrad, seit 2007
  • Umbau des Palais Hansen zum Hotel Kempinski, Wien
  • Hotel Falkensteiner, Belgrad, 2012

Ausstellungen[Bearbeiten]

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Publikationen[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Michael Großmann, Adolph Stiller (Hrsg.): BORIS PODRECCA Architektur. Katalog Ausstellung im Ringturm Wien 2007, Texte von Friedrich Achleitner, Francesco Dal Co, Otto Kapfinger, José Rafael Moneo, Werner Oechslin, Walter Zschokke. Verlag Anton Pustet, Salzburg 2007, ISBN 3-7025-0580-6.
  • Michael Großmann (Hrsg.): Theophil Hansen, Architekt 1813-1891, Müry Salzmann, Salzburg 2013, ISBN 978-3-99014-076-5.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Boris Podrecca – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Ana: Podreka Boris Serbische Persönlichkeiten. Serbien-Forum, 8. November 2007
  2. MA 28 zur Platzgestaltung Praterstern Stadt Wien
  3. Onlineauftritt Vienna Insurance Group Architektur im Ringturm 23. November 2007 – 18. Januar 2008 BORIS PODRECCA Architektur