Brigittenau

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Brigittenau
XX . Wiener Gemeindebezirk
Wappen Karte
Wien Wappen Brigittenau.png
Innere Stadt Leopoldstadt Landstraße Wieden Margareten Mariahilf Neubau Josefstadt Alsergrund Favoriten Simmering Meidling Hietzing Penzing Rudolfsheim-Fünfhaus Ottakring Hernals Währing Döbling Brigittenau Floridsdorf Donaustadt LiesingLage von Brigittenau  in Wien (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
Geographische Lage: 48° 14′ N, 16° 22′ O48.23666666666716.369444444444Koordinaten: 48° 14′ N, 16° 22′ O
Fläche: 5,67 km²
Einwohner: 84.305 (1. Jänner 2014)[1]
Bevölkerungsdichte: 14.869 Einw./km²
Postleitzahl: 1200
Adresse des
Bezirksamtes:
Brigittaplatz 10
1200 Wien
Website: www.wien.gv.at
Politik
Bezirksvorsteher: Hannes Derfler (SPÖ)
Bezirksvertretung
(2010[2]):
27
15
6
4
27 15 
Von 52 Sitzen entfallen auf:

Die Brigittenau ist der 20. Wiener Gemeindebezirk. Sie entstand zu einem guten Teil auf durch die Wiener Donauregulierung 1868–1875 gewonnenem Neuland, wovon die Namen der wichtigsten Durchzugsstraßen, die größtenteils nach Mitgliedern der Donauregulierungskommission benannt sind, Zeugnis ablegen. Sie verfügt über kein markantes historisches Zentrum, war seit 1850 Teil des 2. Wiener Gemeindebezirks, der Leopoldstadt, und wurde 1900 davon abgetrennt.

Die frühere Wolfsau, Schottenau (eine Au gleichen Namens gab es im Besitz des Schottenstiftes auch im heutigen 9. Bezirk) und Taborau (siehe Am Tabor) wurde nach dem 1645–1651 erfolgten Bau der der Heiligen Brigitta gewidmeten Brigittakapelle Brigittenau genannt.[3] Diesen Namen erhielt dann anno 1900 der neue Bezirk, zu dem weiters ein Teil des früheren Dorfes Zwischenbrücken gehört.

Die Brigittenau gehört zu den Ortsnamen, die mit Artikel gebraucht werden.

Geographie[Bearbeiten]

Lage[Bearbeiten]

Die Brigittenau liegt auf einer Insel zwischen dem Donaukanal und der Donau im nordöstlichen Zentrum des Wiener Stadtgebietes. Die mittlere Höhe des Bezirksgebietes beträgt 162,4 m ü. A..[4] Das Gebiet wurde ursprünglich Unterer Werd (Werd, auch Werder = Insel im Fluss) genannt. Durch die Donauregulierung wurde der Charakter des Bezirksgebietes stark verändert. Die Auwaldbestände und Donaualtarme verschwanden nach und nach. Die Brigittenau umfasst eine Fläche von 5,67 km² bzw. 1,4 % der Wiener Stadtfläche. Damit liegt die Brigittenau im unteren Mittelfeld der Wiener Gemeindebezirke. Auf Grund seiner Lage entfallen rund 21 % des Bezirksgebietes auf Gewässer, der zweithöchste Wert in Wien. Das Ufergebiet des Donaukanals südlich der Friedensbrücke gehört zur Außenzone der UNESCO-Welterbestätte Historisches Zentrum von Wien. Während Grünflächen und Bauflächen unterdurchschnittlich repräsentiert sind, gehört der Anteil der Verkehrsflächen zu den höchsten. Im Süden grenzt der 2. Bezirk Leopoldstadt an die Brigittenau.

Geologie[Bearbeiten]

Die Brigittenau liegt am Westrand des Wiener Beckens. Der tiefere Untergrund des Wiener Beckens besteht in der Brigittenau aus Flyschgestein. Durch den Abbruch des Wiener Beckens liegt diese Schicht am Brigittenauer Spitz in nur 200 Meter Höhe, in Zwischenbrücken hingegen bereits in 2.000 Meter Tiefe. Während des Mittelmiozän (Badener Schicht) brach das Becken ein und es wurde in geringer Mächtigkeit Süßwasserablagerungen (Sande und Konglomerate) abgelagert. Von Osten lagerte das Meer Tonmergel, Sande und Algenkalke ab, deren Mächtigkeit nach Osten zunimmt. Im Sarmat (Obermiozän) entstand durch die Abschneidung des Meeres eine Brackwasserfauna und die Ablagerung von Tonmergel. Auch diese Schicht nimmt in ihrer Mächtigkeit von Westen nach Osten zu. Am Brigittenauer Spitz liegt sie 10 Meter unter der Oberfläche, bei Zwischenbrücken in 360 Metern Tiefe. Der immer mehr verlandende Süßwassersee bildete während des Pannon erneut Tegelablagerungen. Bedeckt wird das Gebiet der Brigittenau von quartären Ablagerungen, die eine Mächtigkeit von 10 bis 15 Metern erreichen. Seine unteren Schichten bestehen überwiegend aus Schottern mit Sand und Kieslagen. Im Bereich zwischen Heiligenstädterbrücke, Franz-Josefs-Bahnhof, Augarten und Frachtenbahnhof ruhen darauf Lehme, lehmige Feinsande und lößähnliche Ablagerungen. Die Schotterablagerungen stammen aus den Erosionsprozessen der Eiszeiten (Pleistozän), die große Mengen Schotter anlandeten. Die Donau schnitt in diese Ablagerungen breite Terrassen ein, wobei sich die Brigittenau im Bereich der „Zone der rezenten Mäander“ befindet, die den nacheiszeitlichen Teil der Praterterrasse darstellt. Wechselnde Hochwässer und die immer wieder neue Verlegung der Donauarme und Bildung neuer Schotterbänke führten zu einer geringen Ablagerungshöhe von nur 10 bis 15 Metern. Oberhalb der Schotterablagerungen befinden sich graue und braune Auenböden.[5]

Flächennutzung[Bearbeiten]

Die Baufläche der Brigittenau umfasst 38,7 % (Wienweit 33,32 %) der Bezirksfläche. Der Anteil von Wohnbaufläche am gesamten Bauland beträgt 64,2 %. Weitere 21,2 % entfallen auf Betriebsbaugebiet und 10,7 % auf Flächen, die dem kulturellen, religiösen, sportlichen oder öffentlichen Bereich gewidmet sind. Grünflächen nehmen in der Brigittenau nur 7,9 % ein, womit die Brigittenau im unteren Drittel der Wiener Gemeindebezirke liegt. 66 % der Grünfläche entfallen auf Parkanlagen, 22,3 % auf Sport- und Freizeitflächen, der Rest auf Kleingärten und Wiesen. Auf Grund der großen Anteile an Donaukanal und Donau nehmen Gewässer 20,9 % der Bezirksfläche ein. Dies ist der zweithöchste Wert eines Bezirks. Der Anteil der Verkehrsflächen am Bezirksgebiet ist mit 32,9 % der vierthöchste Wert Wiens.[6]

2012 wurden erste Flächen zur gemeinschaftlichen Landwirtschaftlichen Nutzung (Urban Gardening) erschlossen. In der Hellwagstraße 21 und 23 stehen hierfür auf 300 Quadratmetern 30 Parzellen zur Verfügung.

Flächennutzung in Hektar (2001)[6]
Baufläche Grünfläche Gewässer Verkehrsflächen
219,17 43 118,26 186,24
Wohnbau Betriebsgebiet öffentliche Einrichtungen Landwirtschaft Parks Wälder Wiesen Kleingärten Freizeit- Flächen
140,65 46,4 23,43 0 28,38 0 3,73 1,31 9,58

Nachbarbezirke[Bearbeiten]

Die Brigittenau wird im Westen durch den Donaukanal begrenzt, der den Bezirk von Döbling im Nordwesten und dem Alsergrund im Südwesten trennt. Die Bezirksgrenze verläuft dabei entlang des rechten Ufers, wodurch die Wasserfläche des Donaukanals zur Brigittenau zählt. Im Osten bildet das linke Ufer der Donau (Donauinsel) die Grenze zum Bezirk Floridsdorf. Auch hier zählt die Wasserfläche der Donau zum Bezirk Brigittenau. Südöstlich der Brigittenauer Brücke treffen die Bezirksgrenzen der Brigittenau, Floridsdorfs, der Donaustadt und der Leopoldstadt zusammen, wobei die Südgrenze der Brigittenau die Nordgrenze der Leopoldstadt bildet. Diese Grenze verläuft quer über die Donau und danach entlang der Linie Innstraße – Dresdner Straße – Nordbahnstraße – Taborstraße – Nordwestbahnstraße – Rauscherstraße (Mauer des Augartens) – Wasnergasse (Mauer des Augartens) und Perinetgasse über den Donaukanal.

Bezirksteile[Bearbeiten]

Die Brigittenau setzt sich aus zwei ehemals nicht zusammengehörigen Ortschaften zusammen, der namensgebenden Brigittenau sowie Zwischenbrücken. Beide unterstanden bis 1848 / 1949 einer Grundherrschaft. Als diese im Zuge der Revolution 1848 abgeschafft wurde, entstanden hier aber nicht zwei selbstständige Gemeinden, da beide Orte schon 1850 durch niederösterreichisches Landesgesetz nach Wien eingemeindet wurden.

Zwischenbrücken wurde jedoch zwischen der Leopoldstadt und dem Bezirk Brigittenau geteilt. Der südliche Teil Zwischenbrückens liegt heute in der Leopoldstadt, der östliche Teil fiel der Donauregulierung zum Opfer. 463,84 ha des 567,67 ha großen Gemeindebezirks werden von der gleichnamigen Katastralgemeinde Brigittenau eingenommen. Lediglich die Wasserfläche der Donau gehört zu drei anderen Katastralgemeinden, die zum überwiegenden Teil im Gemeindebezirk Floridsdorf liegen. Es sind dies 31 ha von Donaufeld, 42,83 ha von Floridsdorf und 30 ha der Schwarzen Lackenau. Eine weitere Gliederung des Bezirksgebiets besteht in den Zählbezirken der amtlichen Statistik, in denen die Zählsprengel des Gemeindebezirks zusammengefasst sind. Die acht Zählbezirke in der Brigittenau sind Kapaunplatz, Zwischenbrücken, Brigittaplatz, Lorenz Müller-Gasse, Wallensteinstraße, Wexstraße, Höchstädtplatz und Nordwestbahnhof.

Geschichte[Bearbeiten]

Spätmittelalter, Türkenbelagerungen und Kriege[Bearbeiten]

Die ersten bekannten Besitzer dieses Gebiets waren im 11. Jahrhundert die Babenberger. Das Gebiet wurde um 1096 von Leopold III. an das von ihm gegründete Kloster St. Maria Nivenburg (das heutige Stift Klosterneuburg) verschenkt. Die Besitzer wechselten damals häufig, weil das Gebiet vom Stift oft verschenkt, verkauft und verpachtet wurde.

Im 13. Jahrhundert wurde das Gebiet erstmals urkundlich in einer Chronik erwähnt. Die Wiener bezeichneten es als „Werd“ (= Insel). Die ersten Siedler waren Fischer, Jäger und Holzfäller. Später siedelten sich auch Gärtner und Wirte an. 1463/64 wurde die Schlagbrücke (im Bereich der heutigen Schwedenbrücke im 2. Bezirk) gebaut, dies war eine der ersten Brücken über den heutigen Donaukanal.[7] Die erste urkundliche Erwähnung dieses Gebiets als Brigittenau erfolgte 1670, frühere Bezeichnungen waren neben Werd auch Schottenau und Wolfsau.

Im Zuge der Ersten Wiener Türkenbelagerung im Jahre 1529 kam es zu schweren Kämpfen auf dem Gebiet der damaligen Donauinseln. 1532 lagerte in der Wolfsau jenes Heer, welches zur Abwehr eines erneuten türkischen Angriffs auf Wien aufgestellt worden war. Teile desselben waren noch im selben Jahr an der Vernichtung der von Kasim Bey geführten Streifscharen (Akıncı) beteiligt.[8] Von 1536 bis 1540 wurden hier Baugründe an jene Bürger verschenkt, die während der Türkenbelagerung ihre Häuser verloren hatten.

Während des Dreißigjährigen Krieges eroberte am 9. April 1645 das schwedische Heer unter Lennart Torstenson die Wolfsschanze. Kaiserliche Truppen eroberten das Gebiet in einer viertägigen Schlacht zurück. So entstand die Brigittasage, an die heute die Brigittakapelle erinnert. Nach dieser Heiligen wurde das Gebiet fortan auch Brigittenau genannt. Auch während der Zweiten Wiener Türkenbelagerung 1683 waren die Wolfsschanze und der Bereich der heutigen Friedensbrücke heftig umkämpft, dabei wurde die Brigittakapelle teilweise zerstört, jedoch 1695 bereits wieder aufgebaut.

Spätes 17. bis 19. Jahrhundert[Bearbeiten]

Taborbrücke (1898)

Von 1688 bis 1698 wurde die Taborbrücke gebaut. Es entstand eine neue Durchzugsstraße „Zwischen den Brücken“ und es kam daher zur Verlegung der Wolfsbrücke Richtung stromabwärts. 1695 wurde die Brigittakapelle wiederaufgebaut. Das Hof- und Landjägeramt errichtete 1732 eine Fasanerie. 1796 wurde in der Nähe der Taborbrücke eine Johann von Nepomuk geweihte Kapelle errichtet.

Erste Handwerksbetriebe siedelten sich um 1810 in der Brigittenau an, unter anderem eine Kunstblecherei, ein Dampfsägewerk und eine Feuerspritzenfabrik. 1828 wurde die Vergnügungsstätte Colosseum erbaut. Ein verheerender Eisstoß und eine große Überschwemmung sorgten im Jahr 1830 für enorme Schäden. 1834 wurde das Universum, nach dem die heutige Universumstraße benannt ist, als weitere Vergnügungsstätte errichtet.

Nachdem die Kaiser Ferdinands-Nordbahn 1837 als erste Dampfeisenbahn des Kaisertums Österreich auf der Teilstrecke FloridsdorfDeutsch Wagram eröffnet worden war, überquerte sie ein Jahr später im Bereich der heutigen Brigittenau die Donau zum Nordbahnhof am späteren Praterstern. 1840 fuhr die erste schienengebundene Pferdebahn entlang der heutigen Jägerstraße vom Alten Tabor zum Colosseum. Der verbliebene Auwald wurde 1846 gerodet, an seiner Stelle entstanden Gärtnereien (im Bereich der Vorgartenstraße im Norden des heutigen Bezirkes).

Das Revolutionsjahr 1848 erschütterte auch Wien. Robert Blum, gebürtiger Kölner und Abgeordneter zur gesamtdeutschen Frankfurter Nationalversammlung, kam nach Wien, um hier die Demokraten gegen die Reaktionäre zu unterstützen. Nach der Niederschlagung des Wiener Oktoberaufstandes wurde er am 9. November 1848 im „Brigittawaldl“ durch das kaiserliche Militär standgerichtlich erschossen.

Im Jahr 1850 erfolgte die Eingemeindung der Wiener Vorstädte in die Stadt Wien. Darunter waren die Brigittenau, die ebenfalls zwischen Donau und Donaukanal gelegene Leopoldstadt sowie weitere Ortschaften, etwa das damals diesseits der Donau gelegene Kaisermühlen. Aus diesen Orten wurde der 2. Wiener Gemeindebezirk, Leopoldstadt, gebildet.

Eine neuerliche große Überschwemmung im Jahr 1862 führte zur konkreten Planung der Wiener Donauregulierung: Baubeginn der umfassenden Regulierungsmaßnahmen war 1870, ebenso für den Bau des Nordwestbahnhofes an der Stelle des ehemaligen „Universums“ nahe dem heutigen Tabor.

1866 verlor das Kaisertum Österreich den Deutschen Krieg gegen das für seine Vorherrschaft kämpfende Preußen. Das Königreich Hannover hatte an der Seite Österreichs mitgekämpft und verloren; es wurde von Preußen annektiert. Das Königreich Sachsen befand sich ebenfalls auf der Verliererseite und wurde zu Gunsten Preußens beträchtlich verkleinert. In der Folge wurden speziell im späteren 20. Bezirk topografische Namen zu Ehren der beiden Verbündeten beschlossen: Der Hannovermarkt, die Dresdner Straße und der Leipziger Platz erinnern an den letzten Versuch Altösterreichs, Führungsmacht in Deutschland zu bleiben.

1867 wurde mit dem Bau der Brigittakirche begonnen, die 1874 eingeweiht wurde. 1871 wurden die Nordwestbahnbrücke über die Donau und die Brigittabrücke (heute Friedensbrücke) über den Donaukanal errichtet, 1873 die Nordbahnbrücke über die Donau. Im gleichen Jahr wurde der Bau des Nordwestbahnhofes beendet. Um dem Bahnhof Platz zu machen, musste das beliebte Vergnügungsetablissement „Universum“ 1870 demoliert werden.

1874 wurde die über das zu diesem Zeitpunkt noch nicht wasserführende neue Strombett führende Kaiser-Franz-Josephs-Brücke (an ihrer Stelle befindet sich heute die Floridsdorfer Brücke) eingeweiht. 1875 wurde schließlich der Strom ins neue Bett umgeleitet; durch die Regulierung kam es zu großen Baulandgewinnen in der Brigittenau. Von 1883 bis 1884 wurde die Kaiser-Franz-Joseph-Regierungsjubiläumsbrücke (heute Heiligenstädter Brücke) über den Donaukanal errichtet.

Die Dampftramway Wien–Stammersdorf wurde 1886 eröffnet. Die Strecke in dieses heute im 21. Bezirk gelegene Dorf führte durch die Jägerstraße, die Strom- und die Marchfeldstraße und über die Kaiser-Franz-Josephs-Brücke. 1897 fuhr die erste elektrische Straßenbahn in Wien. Die Transversallinie (heute Linie 5) verband die Wiener Kopfbahnhöfe von Nord-, Nordwest-, Franz-Josephs- und Westbahn und führte, vom 2. Bezirk kommend, entlang des Augartens (Rauscherstraße) und der Wallensteinstraße durch den heutigen 20. Bezirk, sodann über die Brigittabrücke in den 9. Bezirk.

Bei der Abzweigung des Donaukanals vom Hauptstrom der Donau hatte seit 1873 eine schwimmende Barriere, das sogenannte Sperrschiff, bei Bedarf den Wasserzustrom begrenzt. Von 1894 bis 1898 baute Otto Wagner stattdessen das Nussdorfer Wehr (mit der Schemmerlbrücke) und daneben eine Kammerschleuse für die Schifffahrt.

In der Brigittenau war in den Jahrzehnten um 1900 starker Bevölkerungszuwachs zu verzeichnen. Es handelte sich um wenig prestigereiche und deshalb preisgünstige Wohnmöglichkeiten; die Brigittenau wurde zum Arbeiterbezirk.

20. und 21. Jahrhundert[Bearbeiten]

Denkmal am Hannovermarkt zur Erinnerung an die Errichtung der Brigittenau als selbständiger Wiener Gemeindebezirk
Ehemaliges Brigittaspital

Am 24. März 1900 kam es auf Wunsch Brigittenauer Politiker in der Ära des christlichsozialen Bürgermeisters Karl Lueger zur Trennung der Brigittenau vom 2. Bezirk. Die Brigittenau wurde vom Gemeinderat zum 20. Wiener Gemeindebezirk erklärt; dies blieb bis zur Eingemeindung Floridsdorfs als 21. Bezirk, 1904 / 1905, die höchste Bezirksnummer. 1904 / 1905 wurde das Gebäude des Magistratischen Bezirksamts für den 20. Bezirk am Brigittaplatz gegenüber der Brigittakirche errichtet.

1905 wurde in der Meldemannstraße 27 von einem privaten Wohltätigkeitsverein ein Männerheim genanntes, für damalige Verhältnisse außergewöhnliches Obdachlosenheim eröffnet. Das Haus verfügte über Einzelkabinen für die Bewohner, Kantine, Speisesaal, Lesezimmer und Bäder und wurde im Eröffnungsjahr von Kaiser Franz Joseph I. besucht. Die Verwaltung des Hauses übernahm die Stadt Wien. Der junge Adolf Hitler wohnte hier vom 9. Februar 1910 bis Mai 1913, als er nach München übersiedelte.[9]

Am 7. Juli 1906 wurde Anton Karas im Haus Leystraße 46 geboren. 1948 wurde der Zitherspieler von Regisseur Carol Reed für die Musik zum Film Der dritte Mann engagiert und mit seinem Harry-Lime-Thema ab 1949 weltweit bekannt.

Die Straßenbahn-Remise in der Wexstraße wurde 1907 in Betrieb genommen. Sie diente als Betriebsbahnhof für die damaligen Linien 3, 34 und V. 1910 wurde die Dampftramway nach Stammersdorf durch die elektrische Straßenbahn (Linie 31) ersetzt. Von 1911 bis 1985 bestand in der Forsthausgasse der vom Gaswerk Leopoldau aus versorgte Gasometer Brigittenau. Mit dem Umbau der Kaiser-Franz-Josephs-Brücke wurde 1912 begonnen. Das nunmehr Floridsdorfer Brücke genannte Bauwerk wurde erst nach dem Ersten Weltkrieg, 1922, eröffnet.

In der Halle des Nordwestbahnhofs wurde 1913 während einer Kundgebung der sozialdemokratische Reichsratsabgeordnete Franz Schuhmeier von Paul Kunschak, dem Bruder des christlichsozialen Politikers Leopold Kunschak, ermordet. 1914 wurde von Alexander Graf Kolowrat-Krakowsky die Sascha-Film gegründet, die anfangs in der Treustraße 76 produzierte. Vom privaten Verein zur Begründung und Errichtung eines Spitals im 20. Wiener Gemeindebezirk wurde in der Stromstraße 34 das Brigitta-Spital errichtet.

Am 26. November 1927 wurde die weltweit erste Schihalle durch den damaligen Wiener Bürgermeister Karl Seitz in der Brigittenau eröffnet. Die "Schneepalast" genannte Schihalle befand sich im ehemaligen Nordwestbahnhof und war 3.000 Quadratmeter groß. [10]

Die kommunale Wohnhausanlage Winarsky-Hof, an deren Planung ab 1921 bekannte Architekten wie Adolf Loos und Margarete Schütte-Lihotzky beteiligt waren, wurde 1924 in der Ära von Bürgermeister Karl Seitz ihrer Bestimmung übergeben. Die alte Brigittabrücke über den Donaukanal wurde durch die von 1924 bis 1926 errichtete Friedensbrücke ersetzt. 1926 erfolgte die Einrichtung des Unfallkrankenhauses in der Webergasse unter der Leitung von Lorenz Böhler. Die 1930 begonnene große Wohnhausanlage Friedrich-Engels-Platz bei der Floridsdorfer Brücke wurde 1932 fertiggestellt.

1934–1938 war die demokratische Entwicklung des Bezirks durch die „Ständestaat“ genannte und von Kritikern als Austrofaschismus bezeichnete Diktatur unterbrochen. Der Friedrich-Engels-Platz bei der Floridsdorfer Brücke wurde 1934 in Pater-Abel-Platz umbenannt; dies wurde nach 1945 rückgängig gemacht.

Die 1938 folgende NS-Diktatur und der Zweite Weltkrieg hinterließen auch in der Brigittenau ihre Spuren. 1938 begann der Terror gegen jüdische Bürger, Vertreibung und Massenmord. Die Schule Karajangasse wurde zum ersten Sammellager, wo unter vielen anderen auch Bruno Kreisky kurze Zeit festgehalten wurde. In der Halle des Nordwestbahnhofs, wo im Frühjahr 1938 Wien-weit besuchte Großveranstaltungen für den „Anschluss“ an das Deutsche Reich stattgefunden hatten, fand die NS-Ausstellung Entartete Kunst statt.

1941 / 1942 versuchte der Brigittenauer Radiohändler Anton Schmid, als Soldat im besetzten Polen Juden vor der Ermordung zu bewahren. Er wurde vom NS-Regime 1942 in Wilna erschossen. 1967 wurde er in Israel als Gerechter unter den Völkern geehrt. In der Brigittenau erinnern die Anton-Schmid-Promenade am Donaukanal und ein Gemeindebau an ihn.

1943 wurde im Augarten (im 2. Bezirk, knapp an der Grenze zur Brigittenau) mit dem Bau der Flaktürme begonnen. Der erste amerikanische Bombenangriff auf Wien am 16. Juli 1944 richtete schwere Schäden in der Brigittenau an. Im April 1945 gab es schwere Bombenschäden an Bezirksamt, Brigittakirche, Leyschule und an vielen anderen Gebäuden. Die Allerheiligenkirche wurde völlig zerstört. Die Floridsdorfer Brücke wurde wie fast alle Donaubrücken durch abziehende deutsche Truppen gesprengt. In der Viersektorenstadt Wien fiel die Brigittenau bis 1955 in die russische Besatzungszone.

Am 19. Mai 1946 wurde die Floridsdorfer Brücke als Malinowskybrücke wiedereröffnet, zu Ehren des sowjetischen Marschalls Rodion Jakowlewitsch Malinowski, des Befehlshabers der 2. Ukrainischen Front, die Wien einnahm. Seit 1956 heißt die Brücke wieder Floridsdorfer Brücke. Der Döblinger Steg und die Friedensbrücke wurden wieder aufgebaut. Die zerstörte Nordwestbahnhof-Halle wurde 1952 abgetragen; der Personenverkehr auf der Stadtstrecke der Bahn wurde am 31. Mai 1959 endgültig beendet und zum Bahnhof Wien Praterstern im 2. Bezirk verlegt.

Auf dem Höchstädtplatz wurde 1956 das neue Gebäude des Globus-Verlags eröffnet. Hier wurde bis 1990 die kommunistische Tageszeitung Volksstimme verlegt. Bis 1992 war hier der Sitz der KPÖ, die das Gebäude dann verkaufte.

Seit 1962 verläuft die Wiener Schnellbahn mit der Haltestelle Traisengasse auf der Nordbahnstrecke durch die Brigittenau, später kam die heutige Verkehrsstation Wien Handelskai dazu. Die Gürtelbrücke über den Donaukanal im Zuge der Adalbert-Stifter-Straße wurde 1964 eröffnet.

1972 erfolgte die Eröffnung des neuen Lorenz-Böhler-Unfallkrankenhauses in der Donaueschingenstraße. Das neue Gebäude der Allgemeinen Unfallversicherungsanstalt wurde 1977 eröffnet, ein Jahr später die neu errichtete Floridsdorfer Brücke neben der baufälligen alten, die in weiterer Folge abgetragen wurde. Die Brigittenauer Brücke zwischen Nordbahnbrücke und Reichsbrücke wurde 1982 als siebente Wiener Donaubrücke eröffnet. Der Neubau des Technologischen Gewerbemuseums (TGM) in der Wexstraße, der das alte Schulgebäude im 9. Bezirk ersetzte, wurde am 4. Oktober 1987 seiner Bestimmung übergeben.

Die Vorortelinie (S45) der Schnellbahn wurde am 23. Mai 1993 von Heiligenstadt im 19. Bezirk bis zu einer provisorischen Haltestelle bei der Floridsdorfer Brücke verlängert, die bis 4. Mai 1996 in Betrieb war. Ab dann wurde die neue Station Handelskai, gleichzeitig auch U6-Station, Endstation der S45. Die 1996 eröffnete U6 führt vom Gürtel durch die Brigittenau nach Floridsdorf. Auf Bezirksgebiet befinden sich die Stationen Jägerstraße, Dresdner Straße und Handelskai.

1996 kam es im Bereich der Nussdorfer Lände am Donaukanal zu einer Änderung der Bezirksgrenze zum 19. Bezirk, Döbling.[11] Dadurch verlor die Brigittenau ein Ufergebiet jenseits, also westlich des Donaukanals, an Döbling und erhielt im Gegenzug die Nordspitze des Brigittenauer Sporns, die bis dahin zu Döbling gehört hatte.

1999 wurde von Gustav Peichl, Boris Podrecca und Rudolf F. Weber neben der U- und S-Bahn-Station Handelskai der Millennium-Tower, das höchste Gebäude Wiens, fertiggestellt.

Von 2002 bis 2006 waren Teile der Brigittenau (Wallensteinstraße, Augarten, Nordwestbahnhof, Zwischenbrücken) zusammen mit Teilen der Leopoldstadt (Stuwerviertel, Nordbahnhof, Volkertviertel) zum EU-Ziel-2-Fördergebiet Wien erklärt und umfangreichen Sanierungsmaßnahmen unterzogen.[12]

Hannovermarkt nach der Generalsanierung. Aufnahme aus dem Jahr 2010

2003 wurde der Hannovermarkt, der größte Markt der Brigittenau, nach einer Generalsanierung neu eröffnet.

Seit 2007 ist im 20. Bezirk das Phänomen der Gentrifizierung zu beobachten. Orte wie der Wallensteinplatz, der Hannovermarkt oder die Universumstraße sind Zentren des Booms im 20. Bezirk.[13]

Ab 2020 soll auf dem 44 Hektar großen Gelände des ehemaligen Nordwestbahnhofs ein neuer Stadtteil entstehen. [14] Nach dem Städtebaulichen Leitbild der Stadt Wien werden dabei 10 Hektar des Gesamtgebiets in öffentlichen Grünraum, die Grüne Mitte, umgewandelt. Für die Zulaufstrecke des ehemaligen Nordwestbahnhofs wurde ein Nachnutzungskonzept nach dem Vorbild des High Line Parks in New York entwickelt. [15] [16]

Bevölkerung[Bearbeiten]

Bevölkerungsentwicklung
Daten lt. Statistik Austria [23]

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten]

Der heutige Bezirksgebiet der Brigittenau umfasste 1869 als Teil der damaligen Leopoldstadt nur 15.922 Bewohner. Nach der Fertigstellung der Donauregulierung 1875 begann die Einwohnerzahl durch die Hinzugewinnung neuer Flächen ab den 1880er Jahren stark zu steigen. In den 1880er und 1890er Jahren war die Brigittenau der am schnellsten wachsende Bezirksteil Wiens und 1910 erreichte der Bezirk einen Höchststand von 101.326 Bewohnern. Nach dem Ersten Weltkrieg sank die Einwohnerzahl der Brigittenau sukzessive, wobei insbesondere der gesteigerte Wohnraumbedarf eine Rolle spielte. Bis in die 1980er Jahre ging die Einwohnerzahl zurück und markierte 1991 einen Tiefststand von 71.876 Bezirksbewohnern. Danach begann die Bevölkerung durch Zuzug wieder zu wachsen, wobei die Einwohnerzahl Anfang 2009 82.369 Menschen betrug. Die Brigittenau gehört damit zu den am dichtesten besiedelten Bezirken Wiens. Prognosen aus dem Jahr 2009 gehen von einem Bevölkerungswachstum bis zum Jahr 2030 auf 89.587 Menschen aus [17]. Das Leitbild zur Stadtentwicklung der Stadt Wien nimmt ein Wachstum um 12.000 Menschen durch Zuzug zum Stadtentwicklungsgebiet Nordwestbahnhof bis zum Jahr 2025 an [18]. Die Anzahl der Haushalte soll im selben Zeitraum von 41.030 (2009) auf 45.050 im Jahr 2030 ansteigen [19].

Bevölkerungsstruktur[Bearbeiten]

Die Altersstruktur der Bezirksbevölkerung war 2005 leicht jünger als der Wiener Durchschnitt. Die Zahl der Kinder unter 15 Jahren lag mit 14,9 % leicht über dem Bereich Gesamtwiens (14,6 %). Der Anteil der Bevölkerung zwischen 15 und 59 Jahren war mit 64,7 % (Wien: 63,4 %) deutlicher über dem Durchschnitt, während der Anteil der Menschen im Alter von 60 oder mehr Jahren mit 20,5 % (Wien: 22,0 %) deutlich darunter lag. Die Geschlechterverteilung lag im Bezirksgebiet 2001 bei 48,6 % Männern und 51,4 % Frauen, die Anzahl der verheirateten Bevölkerung war mit einem Anteil von 41,0 % gegenüber 41,2 % leicht unter dem Durchschnitt Wiens.[20][21]

Herkunft und Sprache[Bearbeiten]

Der Anteil der ausländischen Bezirkseinwohner lag 2005 bei 26,2 % (Wien: 18,7 %). Dies war der dritthöchste Wert eines Wiener Gemeindebezirks. Wie im gesamten Bundesland weist der Ausländeranteil ein Wachstum auf, 2001 lag der Anteil noch bei 24,1 %. Den höchsten Anteil der Ausländer stellten 2005 mit rund 7,0 % Anteil an der Bezirksbevölkerung Staatsbürger aus Serbien und Montenegro. Weitere 5,4 % waren türkische, je 1,6 % polnische bzw. bosnische und 1,4 % kroatische Staatsbürger. Insgesamt waren 2001 31,0 % der Bezirksbevölkerung nicht in Österreich geboren worden. 9,4 % sprachen als Umgangssprache Serbisch, 9,3 % Türkisch und 3,3 % Kroatisch.[20][22]

Religionsbekenntnis[Bearbeiten]

Auf Grund des hohen Ausländeranteils weist die Brigittenau mit 42,4 % einen der niedrigsten Bevölkerungsanteile an Menschen mit römisch-katholischem Glauben auf (Wien: 49,2 %). Es gibt im Gemeindebezirk vier römisch-katholische Pfarren, die zum Stadtdekanat 20 gehören. Der Anteil der Menschen mit islamischem Glauben erreichte mit 14,1 % den zweithöchsten Wert in Wien. Auch der Anteil der orthodoxen Gläubigen war mit 8,4 % stark über dem Durchschnitt. Der Anteil der evangelischen Bewohner lag mit 3,1 % unter dem Durchschnitt. 24,7 % der Bezirksbevölkerung gehörten 2001 keiner Religionsgemeinschaft an, weitere 7,4 % hatten kein oder ein anderes Religionsbekenntnis angegeben.[20]

Politik[Bearbeiten]

Bezirksvorsteher seit 1945
Josef Wolf (unbekannt) 4/1945-7/1945
Karl Michael (SPÖ) 1945–1954
Franz Koblizka (SPÖ) 1954–1969
Johann Stroh (SPÖ) 1969–1978
Anton Deistler (SPÖ) 1978–1987
Karl Lacina (SPÖ) 1987–2008
Hannes Derfler (SPÖ) 2008–

Im Bezirk Brigittenau war die SPÖ seit jeher die stimmenstärkste Partei und verfügte über lange Zeit über eine absolute Stimmenmehrheit. Im Jahr 1996 wurde die absolute Stimmenmehrheit der SPÖ durch massive Verluste an die FPÖ gebrochen. Mit 31,1 % erreichte die FPÖ in der Brigittenau das drittbeste Ergebnis in Wien. Bereits im Jahr 2001 konnte die SPÖ die absolute Stimmenmehrheit jedoch zurückerobern, da die FPÖ im Zuge ihres allgemeinen Abschwungs den Großteil ihrer Stimmengewinne wieder verlor. Dieser Abschwung setzte sich auch 2005 fort, als die FPÖ nur noch 16,6 % der Stimmen erreichte und damit nur noch die Hälfte der Stimmen von 1996 erringen konnte. Die SPÖ konnte hingegen ihre absolute Mehrheit ausbauen und kam auf 56,3 %. Der Einfluss der ÖVP spielte in der Brigittenau traditionell keine Rolle und konnte 2005 von niedrigem Niveau leicht auf 11,5 % zulegen. Die ÖVP wurde 2005 von den Grünen überholt, die 12,2 % der Stimmen erreichten. 2010 konnte die FPÖ neuerlich starke Stimmengewinne erzielen und erreichte mit 27,9 % ihr zweitbestes Ergebnis. Dieser Zuwachs ging zu Lasten aller anderen größeren Parteien, die bedeutende Stimmenverluste hinnehmen mussten. Die SPÖ verlor mit 47,8 % ihre absolute Stimmenmehrheit, konnte jedoch mit 27 Mandaten eine absolute Mehrheit bei den Bezirksräten knapp verteidigen.

Bezirksvertretungswahlen 1991–2010[23]
Jahr SPÖ ÖVP FPÖ Grüne LIF BZÖ Sonstige
1991 56,6 13,0 21,6 6,6 n.k - 2,2
1996 45,5 10,0 31,1 6,4 5,1 - 1,9
2001 53,4 10,4 22,2 10,5 2,6 - 0,9
2005 56,3 11,5 16,6 12,2 0,5 1,1 2,9
2010 47,8 8,5 27,9 12,0 0,8 1,0 2,1

Wappen[Bearbeiten]

Wappen der Brigittenau

Das Wappen der Brigittenau besteht aus zwei Teilen. Der obere Wappenteil stellt das Wappen der früheren, selbständigen Gemeinde Brigittenau dar, wobei der aufrechte, silberne Anker auf blauem Grund die Schifffahrt auf der Donau und dem Donaukanal symbolisiert. Darunter ist das Symbol für die frühere Gemeinde Zwischenbrücken abgebildet. Es zeigt eine rote Zunge auf silbernem Hintergrund, umgeben von einem goldenen Heiligenschein, der mit fünf fünfstrahligen goldenen Sternen besetzt ist. Das Wappen symbolisiert dabei den Heiligen Johannes Nepomuk, den Patron der Brücken und steht für das ursprünglich zwischen der Donau und dem Kaiserwasser gelegene Gebiet.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Die Brigittakirche. Nach Plänen von Friedrich von Schmidt in den 1860/70er Jahren errichtet
Der neugestaltete Wallensteinplatz
Siehe auch: Liste der denkmalgeschützten Objekte in der Brigittenau

Kultur[Bearbeiten]

Sakralbauten[Bearbeiten]

Architektur[Bearbeiten]

Museum[Bearbeiten]

Der Bezirk verfügt lediglich über ein Museum. Das Bezirksmuseum Brigittenau widmet sich der Bezirksgeschichte, die anhand von Plänen, Bildern, Ansichten und Modellen dargestellt wird. Hinzu kommt die Geschichte der Donau sowie Sonderausstellungen. Schwerpunkte des Museums sind zudem unter anderem die Gewerbe- und Industriegeschichte, das Verkehrswesen, Alltags- und Gesellschaftsleben, und der Mathematiker Carl Friedrich Gauß.

Gedenkstätten[Bearbeiten]

  • Gedenktafel für Anton Karas, österreichischer Zitherspieler und Komponist des Harry-Lime-Thema (englisch: The Third Man Theme) zu Carol Reeds Film Der dritte Mann, an der Ecke Marchfeldstraße/Leystraße. [25]
  • Gedenkstätte Karajangasse. In den Räumlichkeiten des heutigen Brigittenauer Gymnasiums war 1938 ein Gestapogefängnis eingerichtet. Häftlinge wurden hier bis zu ihrem Transport nach Dachau zu Hunderten in Klassenräumen festgehalten - unter ihnen Dr. Bruno Kreisky und Fritz Grünbaum . Heute beherbergt der Ort zwei zeitgeschichtliche Ausstellungen: „Als Schulen zu Gefängnissen wurden“, sowie "Die verlorene Insel". [26]
  • Gedenktafel zur Erinnerung an die Reichspogromnacht 1938, in der Kluckygasse 11-13., dem Standort des Brigittenauer Tempel (ehemals größten Synagoge in der Brigittenau). [27]
  • Gedenktafel in der Pappenheimgasse 31 zur Erinnerung an Anton Schmid. Anton Schmid war Feldwebel in der Versprengtenstelle in Wilna. Er benützte seine Dienstfunktion dazu, um zahlreiche Juden aus dem Ghetto von Wilna retten, wurde deshalb zum Tode verurteilt und in Wilna öffentlich hingerichtet. Im Mai 1967 zeichnete ihn Yad Vashem posthum als „Gerechten der Völker“ aus. [28]
  • Gedenktafel für Else Feldmann in der Staudingergasse 9. Else Feldmann war Schriftstellerin und Autorin sozialkritischer Romane wie "Löwenzahn. Eine Kindheit." Ermordet am 17. Juni 1942 im Vernichtungslager Soribor.

Sport[Bearbeiten]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten]

Nordwestbahnhof

Über 40 Prozent der Brigittenauer Landfläche nehmen Verkehrsflächen ein; der Grünflächenanteil beträgt hingegen nur knappe zehn Prozent.[29] Vor allem der ehemalige Containerterminal Nordwestbahnhof und der Knoten Nußdorf fallen durch ihren Flächenbedarf auf. Die Verkehrsbelastung ist hoch, da wichtige Verbindungsachsen über die Donau durch den Bezirk führen. Stromaufwärts befindet sich die nächste Donaubrücke erst 30 Kilometer entfernt in Tulln. Im Jahr 2001 pendelten 86 Prozent der Brigittenauer Beschäftigten zu Arbeitsplätzen außerhalb des Bezirks.[30]

Eisenbahn[Bearbeiten]

Bahnhof Brigittenau der Donauuferbahn

Drei Eisenbahnstrecken durchqueren den Bezirk. Die bedeutendste Strecke stellt die Nordbahn dar, welche in diesem Abschnitt Teil der Schnellbahnstammstrecke ist. Die auch von Regionalzügen bedienten Stationen sind Wien Traisengasse und Wien Handelskai. Die überwiegend für den Güterverkehr genutzte Donauuferbahn verläuft zwischen dem Handelskai und der rechten Donaupromenade. Vom nicht für den Personenverkehr genutzten Bahnhof Brigittenau gelangen die Züge zu den Bahnhöfen Nußdorf, Wien Heiligenstadt, Nordwestbahnhof und Donauuferbahnhof. Zu diesem Bahnhof gehört auch der im Straßenniveau liegende Mittelbahnsteig 11-12 des Stationsbauwerkes Wien Handelskai, an welchem die Züge der von Heiligenstadt kommende S-Bahn-Linie S45 ihre Endstation haben. Eine Verlängerung dieser Linie Richtung Süden wurde 2003 angedacht, ist derzeit jedoch ohne konkrete Realisierungsabsicht.[31] Der Nordwestbahnhof wurde als Güterterminal genutzt; die Zulaufstrecke als Rest der ehemaligen Nordwestbahn ist an den Bahnhof Brigittenau, sowohl in Richtung Franz-Josefs-Bahn als auch zur Donauuferbahn, angeschlossen. Ab 2015 ist vorgesehen, den Frachtenbahnhof sukzessive aufzulassen und das Areal als neuen Stadtteil zu entwickeln.[32][33] Für die Zulaufstrecke wurde das Nachnutzungskonzept "Linear Landscapes" nach dem Vorbild des High Line Park in New York entwickelt. [34] [35]

Öffentlicher Verkehr[Bearbeiten]

Linien des Verkehrsverbunds Ost-Region
im 20. Bezirk

S 1 S 2 S 3 S 7 S 45 U6

2 5 31 33

5A 5B 11A 11B 37A

N29 N31 N64

Mit zahlreichen S-Bahn-Linien, einer U-Bahn-Linie, mehreren Straßenbahn-, Autobus- und Nachtbuslinien, einer Regionalbuslinie nach Klosterneuburg sowie einzelnen Regionalbuskursen ins Weinviertel ist der Bezirk flächendeckend mit öffentlichen Verkehrsmitteln erschlossen. An den Stationen Wien Traisengasse (1962) und Wien Handelskai (1996) der S-Bahn-Stammstrecke halten Regional- und S-Bahn-Züge. Die Linie U6 mit den Stationen Jägerstraße, Dresdner Straße und Handelskai durchquert seit 1996 den Bezirk in Ost-West-Richtung. Jenseits des Donaukanals, jedoch nahe der Bezirksgrenze gelegen, nutzen viele Fahrgäste die Bahnhöfe Wien Heiligenstadt und Wien Franz-Josefs-Bahnhof sowie die Stationen Wien Spittelau und Friedensbrücke.

Straßenverkehr[Bearbeiten]

A22 Knoten NußdorfNordbrücke
gebührenpflichtige Autobahn
B14 Handelskai – Knoten Nußdorf – Hochstraße Nußdorf
ab Friedrich-Engels-Platz mautfreie Autostraße
B14a Brigittenauer Brücke
mautfreie Autostraße
221 Gürtelbrücke
226 Adalbert-Stifter-Straße – Floridsdorfer Brücke
227 Brigittenauer Lände – Knoten Nußdorf
ab Gürtelbrücke mautfreie Autostraße

Ein Autobahnzubringer sowie fünf Hauptstraßen B (ehemalige Bundesstraßen) – teilweise als mautfreie Autostraßen ausgewiesen – erschließen als hochrangige Verkehrswege den Bezirk. Zentrale Knotenpunkte sind der ausgedehnte Knoten Nußdorf und die Gürtelbrücke.[36]

Von den rund 62 Kilometer Gemeindestraßen sind etwa 3 Kilometer als Fußgängerzonen und knapp 2 Kilometer als Wohnstraßen ausgewiesen.[37][38] Der gesamte Bezirk ist in die Wiener Parkraumbewirtschaftung einbezogen und somit als gebührenpflichtige Kurzparkzone ausgewiesen; in der Wallensteinstraße und Klosterneuburger Straße gelten abweichende Regelungen.[39] Weiters stehen den Autofahrern acht Parkgaragen zur Verfügung.[40] In der Brigittenau sind drei Carsharing- und sieben Taxistandplätze vorhanden.[41][42]

Radverkehr[Bearbeiten]

Der Bezirk verfügt über ein dichtes, teilweise jedoch lückenhaftes Radroutennetz mit eine Länge von rund 30 Kilometer, davon sind zwei Drittel als Radweg ausgewiesen.[43] Die wichtigsten Radrouten verlaufen entlang der Ufer von Donau und Donaukanal sowie entlang der U-Bahn-Linie U6. Der Nußdorfer Steg ist ein Kreuzungspunkt zweier internationaler EuroVelo-Radfernwege. Der Donauradweg ist Teil der Fluss-Route EV6 vom Atlantik zum Schwarzen Meer und verläuft ab Nußdorf entlang des Donaukanals zum Nußdorfer Steg, weiter über den Steinitzsteg und entlang des linken Ufer der Neuen Donau in die Lobau. Die Bernsteinroute EV9 von der Ostsee zur Adria führt von Stammersdorf kommend über den Steinitzsteg und den Nußdorfer Steg zum rechten Donaukanalufer und weiter ins Zentrum.[44] Der 20. Bezirk verfügt über sechs Stationen des Gratisradanbieters Citybike Wien.[45]

Schifffahrt[Bearbeiten]

Donaukanal beim Knoten Nussdorf

Am rechten Donauufer befinden sich Anlegestellen für Frachtschiffe, ansonsten hat die Donauschifffahrt für den Bezirk kaum eine Bedeutung. Der Donaukanal wird für Ausflugsschifffahrten genutzt, in der Brigittenau gibt es jedoch keine Anlegestellen. Die Einführung eines Linienverkehrs mit Vaporetti steht immer wieder zur Diskussion, konkrete Planungen gibt es derzeit keine.[46][47] Die Nussdorfer Wehr- und Schleusenanlage ist zwar nach Nussdorf im 19. Bezirk benannt, befindet sich aber größtenteils auf Gebiet des 20. Bezirks.

Brücken[Bearbeiten]

Brigittenauer Brücke
U6-Donaukanalbrücke
Josef-von-Schemmerl-Brücke

Wie auch die Leopoldstadt liegt die Brigittenau zur Gänze auf einer zwischen Donau und Donaukanal gelegenen Insel. Daher kommen den Brücken über diese beiden Flüsse eine besondere Bedeutung zu.

Sechs Donaubrücken verbinden die Brigittenau mit dem 21. Bezirk (Reihenfolge stromabwärts).

19 Brücken über den Donaukanal verbinden die Brigittenau mit dem 19. Bezirk (bis einschließlich Gürtelbrücke) und weiter stromabwärts mit dem 9. Bezirk.

Die Nordbahn und die Zulaufstrecke zum Nordwestbahnhof überqueren mittels acht bzw. sechs Brücken darunter liegende Verkehrsflächen. Weitere Brücken und Stege finden sich im Bereich Knoten Nußdorf sowie im Umfeld der genannten Donau- und Donaukanalbrücken. Fußgänger und teilweise auch Radfahrer können den Handelskai und die Donauuferbahn über den Aignersteg und vier weiteren unbenannten Stegen überqueren.

Schulen und Universitäten[Bearbeiten]

Wichtige Plätze[Bearbeiten]

Der Gaußplatz. Im Hintergrund der Gefechtsturm (Flakturm) aus dem Zweiten Weltkrieg im Augarten und die Muttergotteskirche.

Wichtige Gebäude[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistik Austria – Bevölkerung zu Jahresbeginn seit 2002 nach Politischen Bezirken
  2. Bezirksvertretungswahlen 2010
  3. „Bei uns im 20sten“ - Bezirksgeschichte der Brigittenau
  4. Franz Kaiser: Die Brigittenau. Wien 1975 S. 9
  5. Friedrich Brix: Das geologische Bild der Brigittenau (Wien XX) in Vergangenheit und Gegenwart. In: Franz Kaiser: Die Brigittenau. Wien 1975
  6. a b Magistratsabteilung 5 (MA5): Nutzungsarten nach Bezirken [1]
  7. Schwedenbrücke – Schweden/Österreich, 32. Jahrgang, Heft Nr. 1-2008, Seite 16 ff. (PDF-Datei)
  8. Gertrud Gerhartl: Die Niederlage der Türken am Steinfeld 1532 (= Militärhistorische Schriftenreihe, Heft 26). Österreichischer Bundesverlag, 3., unveränderte Aufl., Wien 1989, ISBN 3-215-01668-0, S. 3f.
  9. Brigitte Hamann: Hitlers Wien. Lehrjahre eines Diktators, Piper, München 1996, ISBN 3-492-03598-1, S. 227 ff.
  10. Ernst Schättle: Schihalle in Brigittenau: Schnee aus Soda für 1,50 Schilling. Wiener Bezirkszeitung vom 12. Dezember 2013. Online auf meinbezirk.at.
  11. Gesetz über eine Änderung der Grenze zwischen dem 19. und 20. Bezirk, LGBl. für Wien Nr. 34 / 1996, ausgegeben am 24. Juli 1996
  12. http://www.ziel2wien.at/dt/portal/content.php?navId=283&regionId=139&topicId=1&language=dt&groupName= ZIEL2 Grenzen
  13. Melanie Manner: Dachwohnungen: Auf die Randlage kommt es an. Wirtschaftsblatt vom 10. September 2010. Online auf wirtschaftsblatt.at.
  14. http://diepresse.com/home/panorama/wien/599492/Nordwestbahnhof_Wiens-letztes-Zukunftsgebiet?offset=25&page=2#kommentar0
  15. http://www.wien.gv.at/stadtentwicklung/projekte/nordwestbahnhof/ Linear landscapes
  16. http://www.gbstern.at/mediathek/audio-video/
  17. http://www.statistik.at/web_de/Redirect/index.htm?dDocName=051902 Statistik Austria, Kleinräumige Bevölkerungsprognose für Österreich 2010-2030 mit Ausblick bis 2050 („ÖROK-Prognosen“)
  18. http://diepresse.com/home/panorama/wien/505118/Wien_Nordwestbahnhof-mutiert-zum-Stadtteil- Wien: Nordwestbahnhof mutiert zum Stadtteil
  19. EHL: Wiener Zinshaus-Marktbericht 2014, S. 18 "Leopoldstadt, Brigittenau"
  20. a b c Statistik Austria (Volkszählung 2001) [2] (PDF; 10 kB) [3] (PDF; 11 kB)
  21. MA 5 Wohnbevölkerung nach Altersgruppen und Bezirken 2005 [4]
  22. MA 5 Wohnbevölkerung nach Staatsangehörigkeit und Bezirken 2001–2005 [5]
  23. Stadt Wien – Wiener Gemeinderats- und Bezirksvertretungswahlen
  24. Staatspreis für Architektur und Nachhaltigkeit
  25. http://www.wien.gv.at/rk/msg/2006/0704/009.html Gedenktafel für Anton Karas in der Brigittenau
  26. http://www.erinnern.at/bundeslaender/oesterreich/gedaechtnisorte-gedenkstaetten/katalog/gedenkstaette_karajangasse Gedenkstätte Karajangasse
  27. http://www.wien.gv.at/rk/msg/2008/1111/013.html Gedenktafel zur Erinnerung an Reichspogrom 1938
  28. Anton Schmid-Hof in der Brigittenau, in: Rathaus-Korrespondenz, 12. Dezember 1990; Mitteilungen DÖW 100/1991.
  29. MA 41: Stadtgebiet nach Nutzungsarten 2003 [6]
  30. Statistik Austria/MA 5: Erwerbspendlerinnen und -pendler nach Bezirken 2001 [7]
  31. MA 18: Masterplan Verkehr Wien 2003 [8]
  32. MA 21A: Nordwestbahnhof – Städtebauliche Leitidee [9]
  33. Wiener Zeitung, 28.Mai 2008: Neuer Stadtteil am Gelände des Nordwestbahnhofs [10]
  34. http://www.wien.gv.at/stadtentwicklung/projekte/nordwestbahnhof/ Linear landscapes
  35. http://www.gbstern.at/mediathek/audio-video/
  36. Verordnung des Gemeinderates betreffend Feststellung der Hauptstraßen und Nebenstraßen [11]
  37. MA 46: Aufteilung Fußgängerzonen in Quadratmeter nach Bezirken 2007 [12] (PDF; 211 kB)
  38. MA 46: Aufteilung Wohnstraßen in Meter nach Bezirken 2007 [13] (PDF; 212 kB)
  39. MA 46: Kurzparkzonen in Wien – Parkraumbewirtschaftung - 20. Bezirk [14]
  40. WKO Wirtschaftskammer Wien: Parken in Wien, 20. Bezirk [15]
  41. DENZEL Mobility CarSharing GmbH: Standorte [16]
  42. WKO Wirtschaftskammer Wien, Taxiinnung: Taxistandplatzverzeichnis Sommer 2008 [17]
  43. MA 5: Statistisches Jahrbuch der Stadt Wien 2008 - Bezirkporträts [18]
  44. MA 46: Projekt EuroVelo – Europäische Radfernwege [19]
  45. Citybike Wien: Standortliste (Stand Ende 2012) [20]
  46. Rathaus Korrespondenz Wien, 4. September 2003: Wiener ÖVP: „Vaporetto“ im Donaukanal und auf der Donau [21]
  47. Grüne Brigittenau 20. Juni 2007: Resolutionsantrag: „Schwimmendes“ öffentliches Verkehrsmittel am Donaukanal [22]

Literatur[Bearbeiten]

  • Felix Czeike: Wiener Bezirkskulturführer: XX. Brigittenau. Jugend und Volk, Wien 1981, ISBN 3-7141-6232-1
  • Michael Elsner: Brigittenau: ein Stück Stadt, das alles hat. Geschichte der Brigittenauer Sozialdemokratie. Verl. d. SPÖ Wien, Wien 1990.
  • Roland Peter Herold: Wien – Brigittenau. Sutton, Erfurt 2006, ISBN 3-89702-969-3
  • Jüdische Brigittenau: auf den Spuren einer verschwundenen Kultur (Ausstellungskatalog). Gebietsbetreuung Brigittenau, Wien 1995
  • Franz Kaiser: Brigittenau. Jugend und Volk, Wien 1975, ISBN 3-7141-6206-2
  • Susanne Kompast: Auf den Spuren von Kunst am Bau im 20. Wiener Gemeindebezirk. Verl. Ed. Uhudla, Wien 1999, ISBN 3-901561-12-9

Filme[Bearbeiten]

  • Bezirksgeschichte 20. Wien Brigittenau. Dokumentarfilm. 49 Minuten. Wien 2010

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Brigittenau – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wikivoyage: Wien/Brigittenau – Reiseführer