Moonraker

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Dieser Artikel behandelt den Roman Moonraker von Ian Fleming. Seine Verfilmung findet sich unter Moonraker – Streng geheim.
Mondblitz
Originaltitel Moonraker
Deutsche(r) Titel Moonraker, EA: Mondblitz
Autor Ian Fleming
Übersetzung M. F. Arnemann (1963), Stephanie Pannen und Anika Klüver (2012)
Vorheriger Roman Leben und sterben lassen
Nachfolgender Roman Diamantenfieber
Titelgestaltung (ca. 1973 - 1998)

Moonraker ist ein Roman von Ian Fleming und das dritte Buch der James Bond-Serie. Der Roman erschien am 7. April 1955 in England und erst 1963 unter dem Titel Mondblitz in Deutschland. Die neueren Ausgaben verwenden den englischen Originaltitel.

Im September 2012 erschien Moonraker in einer Neuübersetzung von Stephanie Pannen und Anika Klüver beim Verlag Cross Cult. Erstmals ist der Roman in einer ungekürzten Übersetzung und mit den originalen Kapitelabschnitten und -überschriften in Deutschland erhältlich. Anlass für die neue Neuübersetzung und -veröffentlichung aller Bond-Romane war das 50-jährige Jubiläum des ersten Bond-Films im Jahr 2012.


Handlung[Bearbeiten]

Sir Hugo Drax will England die Superrakete „Moonraker“ schenken und wird deshalb dort als Nationalheld verehrt. Der Multimillionär wird im exklusiven Londoner Blades-Club des Falschspiels verdächtigt. M, der den Besitzer des Clubs kennt und selber dort spielt, bittet James Bond, das unerhörte Vorkommnis aufzuklären.

Während M und Bond Sir Hugo Drax beim Bridge durch einen Trick (siehe Duke of Cumberland Hand) überlisten, wird der Sicherheitsoffizier Tallon auf Drax’ Raketengelände von einem deutschen Mitarbeiter ermordet. Da der MI6 diesen deutschen Fachmann für Raketentechnik empfohlen hatte, soll er nun seinen besten Agenten, James Bond, schicken, um Tallon zu ersetzen. Bald lernt Bond Sir Hugos schöne Privatsekretärin Gala Brand kennen, die heimlich für Scotland Yard arbeitet. Aber auch der Wissenschaftler Dr. Walter und Drax’ Adjutant und Leibwächter Willy Krebs geraten in das Blickfeld des Geheimagenten.

Mit Galas Hilfe gelingt es Bond bald, die wahre Bestimmung des Moonraker-Projekts zu enthüllen: Sir Hugo Drax plant die Zerstörung Londons mit Hilfe eines von einem russischen U-Boot gelieferten Atomsprengkopfs, der in der Moonraker-Rakete platziert wird.

Nach einer wilden Verfolgungsjagd und mehreren Anschlägen auf sein Leben gelingt es Bond, den Plan zu vereiteln: Er programmiert die Rakete um, so dass sie nicht mehr auf das Zentrum Londons, sondern auf das russische U-Boot, mit dem Sir Hugo Drax nach dem Abschuss flüchtet, gerichtet ist. Der Plan gelingt, und der Bösewicht und seine Gehilfen finden den Tod.

Kritik[Bearbeiten]

„Moonraker“ gilt als einer der besten James-Bond-Romane. In Deutschland allerdings wurde er wegen seiner anti-deutschen Tendenzen kritisch aufgenommen und aus diesem Grund erst acht Jahre nach der englischen Erstauflage veröffentlicht.

Verfilmung[Bearbeiten]

Das Buch diente als Vorlage für den 1979 gedrehten James-Bond-Film Moonraker, mit Roger Moore in der Hauptrolle. Die Handlung wurde stark verändert und modernisiert und hat kaum mehr etwas mit der Vorlage zu tun.

Im vorangegangenen Film Der Spion, der mich liebte (1977) war bereits die Idee mit den U-Booten und den Atomraketen verwendet worden. Hier werden die Raketen ebenfalls umgelenkt, so dass sich die beiden gekaperten U-Boote gegenseitig vernichten.

Herkunft des Titels[Bearbeiten]

Als Moonraker bezeichnet man das höchste Rahsegel eines Klippers.