Moosbach (Fichtenberger Rot)

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Moosbach
Sägmühlenbach[1]
Vorlage:Infobox Fluss/KARTE_fehlt

BW

Daten
Gewässerkennzahl DE: 23864382
Lage Gemeinde Mainhardt, Landkreis Schwäbisch Hall, Baden-Württemberg, Deutschland
Flusssystem Rhein
Abfluss über Fichtenberger Rot → Kocher → Neckar → Rhein → Nordsee
Quelle Ausfluss des Lammsees[2] wenige Schritte von der B 14 in Mainhardt.
49° 4′ 31″ N, 9° 33′ 28″ O49.0754055555569.5578472222222486
Quellhöhe ca. 486 m ü. NN[3]
Mündung bei Mainhardt-Traubenmühle von links in die Fichtenberger Rot49.0566083333339.5959138888889395Koordinaten: 49° 3′ 24″ N, 9° 35′ 45″ O
49° 3′ 24″ N, 9° 35′ 45″ O49.0566083333339.5959138888889395
Mündungshöhe ca. 395 m ü. NN[3]
Höhenunterschied ca. 91 m
Länge 4 km[4]
Einzugsgebiet 4,8 km²[5]
Linke Nebenflüsse Krebsbächle
Durchflossene Seen Lammsee, Töbelsee
Gemeinden MainhardtVorlage:Infobox Fluss/BILD_fehlt

Der Moosbach ist ein Bach im nördlichen Baden-Württemberg von 4,0 km Länge, der an der Mainhardter Traubenmühle von links in die Fichtenberger Rot mündet.

Geographie[Bearbeiten]

Quelle und Verlauf[Bearbeiten]

Der Moosbach entfließt neben der B 14 im Ortsbereich von Mainhardt auf etwa 486 m ü. NN[3] dem Lammsee[2] und fließt in begradigtem Lauf zunächst durch eine sehr flache Wiesenmulde des Gewanns Hanfsee in ostsüdöstliche Richtung.

Nach etwa 0,5 km überquert ihn ein asphaltierter Feldweg, der auf der Trasse des früheren Limes verläuft. Danach dreht er nach Südosten und fließt zwischen zwei sich berührenden Waldstücken hindurch, deren rechtes ebenfalls Moosbach heißt. Gleich darauf erreicht ihn von rechts in einer feuchten Wiesenmulde sein erster Zufluss. Bald überquert ihn erneut ein Feldweg, er entwickelt inzwischen eine stärker profilierte Talmulde und nimmt von links einen weiteren Zufluss aus Richtung Bäumlesfeld auf, wonach er in einen ihn forthin beständig begleitenden Muldenwald eintritt und nach etwas über 1,5 km den 0,8 ha[6] großen Töbelsee durchfließt. In diesem erreicht ihn von rechts ein weiterer Zufluss aus dem Buchwald. Nach knapp 2,5 km passiert er die Gehöftgruppe Württemberger Hof, die auf einem kleinen Geländepodest auf seiner Linken sitzt. Hier tritt die K 2587 von rechts über eine kleine Steige ins Tal und quert ihn dann nach Westen in Richtung Mönchsberg. Nach knapp drei Kilometern speist er einen weiteren, kleineren Teich. Der Moosbach ist inzwischen fast 40 m gegenüber der umgebenden Hochebene eingetieft, der begleitende Wald zieht sich nun aus seiner Mulde bis an die beidseitigen Hügelkämme hoch, rechts liegt das Waldgewann Schlüsselhart, links Brenntenholz. Ab hier wird er selbst Sägmühlebach genannt. Nach etwas über 3,5 km unterhalb seines Ursprungs mündet von links das Krebsbächle in ihn, sein längster beständig wasserführender Nebenfluss. Nach insgesamt 4,0 km erreicht er an der Mainhardter Traubenmühle von links die Talmulde der Fichtenberger Rot und mündet auf etwa 395 m ü. NN[3] in den dortigen linksseitigen Mühlkanal, der danach in seine Mündungsrichtung abknickt.

Einzugsgebiet[Bearbeiten]

Der Moosbach hat ein Einzugsgebiet von 4,8 km² Größe.[5] Seine Nordwestspitze liegt in Mainhardt bei der Einmündung der Hauptstraße in die B 14. Von dort folgt seine Grenze dieser Straße in etwas südlicherer Richtung bis zum Wasserturm südlich von Stock und von dort der L 1050 in Richtung Hütten. Das Dorf durchquert sie in Richtung Südosten bis zum Waldrand oberhalb der Wielandsweiler Steige (Flurgemarkung Platte). Von dort zieht die Wasserscheide in südsüdwestlicher Richtung zurück über die L 1050 und dann durch den Hangwald hinunter zur Moosbach-Mündung an der Traubenmühle.

Von dort führt sie in nordnordwestlicher Richtung den Kamm des Steingreutles hoch, durchs Waldgewann Schlüsselhart und quert dann die große Lichtung der Buchwiesen westlich des Württemberger Hofs. Sie erreicht den zentralen Ost-West-Waldweg durch den Buchwald an dessen Schnittpunkt mit der Limeslinie und folgt ihm dann weiter bis zur Südspitze des Mainhardter Waspenhofes. Von dort aus verläuft die Wasserscheide bis zurück zur B 14 dann nördlich entlang der K 2585 Hammerschmeide-Mainhardt.

Im Nordwesten und Norden grenzt das Einzugsgebiet der Brettach an, die zum unteren Kocher zieht. Alle anderen Konkurrenten münden in die Fichtenberger Rot im Süden. Im Nordosten um Hütten ist es der Wielandsweiler Rötenbach, im Süden gibt es jenseits der Wasserscheide nur unbedeutende Hanggerinne zur Rot, im Südosten einen bedeutenderen, aber namenlosen Klingenbach, der aus den Buchwiesen in Richtung Hankertsmühle fließt, zum größeren Teil konkurriert hier aber der fast an derselben Stelle mündende, längere und westlichere Kimmelsbach. Im Westen schließlich verläuft die Wasserscheide zum Stammbach.

Bach wie Einzugsgebiet liegen zur Gänze auf dem Gebiet der Gemeinde Mainhardt, darin zum überwiegenden Teil auf Hüttener Gemarkung; nur der äußerste Nordwesten liegt auf Mainhardter Gemarkung.

Zuflusssystem[Bearbeiten]

Quelläste und Zuflüsse jeweils eingerückt unter dem aufnehmenden Gewässer, ebenso die von ihm durchflossenen Seen. Aufreihung von der Quelle zur Mündung. Erhoben aus LUBW-FG10/LUBW-SG10 und TK25. Wo möglich und sinnvoll mit Namen, Mündungsseite, Mündungsort und Länge. Gewässerverläufe, -längen und -flächen bevorzugt nach LUBW, Namen bevorzugt nach TK25. Längen auf volle hundert Meter, Flächen auf Zehntelshektar gerundet. Kursivierte Gewässernamen stehen so in einer der Quellen, ansonsten ersatzweise Verwendung einer beschreibenden Bezeichnung, die zur Unterscheidung unkursiv steht.

Ursprung des Moosbachs auf etwa 486 m ü. NN[3].

  • Zufluss zwischen den Waldgewannen Moosbach und Buchwald, von rechts, 0,8 km. Entsteht ebenfalls westlich der Limeslinie im Hanfsee, zeigt vor dessen Querung und vor der Mündung jeweils Rudimente eines Seedamms.
  • Zufluss aus Richtung Mainhardt-Bäumlesfeld, von rechts am Waldeintritt, 0,5 km.
  • RiverIcon-SmallLake.svg Durchfließt den 0,8 ha großen Töbelsee.
  • Zufluss aus dem Buchwald, von rechts, 0,9 km.
  • RiverIcon-SmallLake.svg Durchfließt einen 0,2 ha großen Teich.
  • Krebsbächle, von links an der Südostspitze des Brenntenholzes, 1,5 km. Entspringt im Flurgewann Haselmahd wenig östlich von Mainhardt-Zimmerhaus.
  • Östlicher Quellast aus Richtung des nördlichen Mainhardt-Hütten, von links im kleinen waldgefüllten Kessel der nördlichen Seeklinge, 0,3 km.
  • RiverIcon-SmallLake.svg Durchfließt einen 0,2 ha großen Teich.
  • Zufluss aus Richtung der Mitte von Hütten, von links am Ende eines Feldweges, 0,3 km.
  • Intermittierend wasserführender Wiesengraben aus der Platte südwestlich von Hütten, von links keine 0,2 km vor der Mündung in den Moosbach, 1,5 km.

Mündung des Moosbachs nach 4,0 km Laufs an der Mainhardter Traubenmühle auf etwa 395 m ü. NN[3] von links in den dortigen Mühlkanal links der Fichtenberger Rot.

Landschaftsbild[Bearbeiten]

Der Moosbach fließt im Oberlauf durch eine flache und feuchte Wiesenmulde, anfangs links begleitet von einem Gewerbegebiet, in dem später zuweilen Waldzungen bis ans Ufer reichen. Am Mittellauf liegt er in einem kleinen Taltrog, den Galeriewald füllt. Unterhalb des Württemberger Hofes tritt er als Klingenbach in ein geschlossenes Waldgebiet ein.

Im Einzugsgebiet überwiegt die offene Flur, die vom zentralen Waldgebiet um den Buchwald herum in zwei Inseln geteilt wird. In der kleineren nordwestlichen am Südostrand Mainhardts gibt es fast nur Wiesen, in der größeren um Hütten im Osten überwiegen diese weniger deutlich. Im Norden auf einem vom Wasserturm nach Osten verlaufenden kleinen Höhenrücken (Gemarkungsname Alte Äcker) findet man viele Äcker, südlicher um Bäumlesfeld und weiter südlich zwischen dem Württemberger Hof im Westen und Hütten im Osten sporadisch.

In den Wäldern des mittleren Einzugsgebietes wie denen beidseits des Unterlaufs dominiert der Nadelwald, gefolgt vom Mischwald; reiner Laubwald kommt fast gar nicht vor.[7]

Schutzgebiete[Bearbeiten]

Am ersten dem Moosbach zulaufendem Bach zwischen Waldstück Moosbach im Norden und Buchwald im Süden steht die rechte Muldenhälfte als Streuwiese (Magerwiese) unter Biotopschutz und ist Naturdenkmal, eine diesem von Süden noch westlich der Limeslinie aus dem Buchwald zulaufende Mulde ist Feuchtbiotop. Nahebei liegt auch ein kleiner Sumpf in der Flur. An der Südostspitze des größeren Waldgebietes zwischen dem Moosbach im Süden und der B 14 im Norden zur Linken des Baches ist ein wenige Ar großer Waldtümpel samt dem von Nordosten kommenden Zulauf geschützt.[8]

An der Mündung des Moosbachs in den Töbelsee stehen rund 0,7 ha Bruchwald unter Biotopschutz, ungefähr dieselbe Fläche ist auch Naturdenkmal. Weiter talabwärts sind 2,4 ha vom Württemberger Hof ab bis zum Teich etwa 0,5 km unterhalb Bachauenwald. Der Talgrund in der Keuperklinge abwärts von diesem Teich im geschlossenen Klingenwald ebenso wie der Waldabschnitt des zulaufenden Krebsbächles haben mit zusammen 5 ha die größte Ausdehnung unter allen Flächen unter Biotopschutz im Einzugsgebiet.

An der Südspitze von Hütten gibt es eine geschützte Orchideenwiese.[9]

Ortschaften[Bearbeiten]

Der Moosbach läuft nur die ersten paar hundert Meter im Weichbild von Mainhardt (Siedlungsplätze Waspenhof und Neuwirtshaus). Danach ist die Talmulde bis zur Mündung bei der Traubenmühle siedlungsfrei. Rechts über der oberen linken Talkante liegt der Württemberger Hof, er und alle weiteren zum Moosbach entwässernden Ortschaften gehören zur Teilgemarkung Hütten, es sind dies ein Teil von Hütten selbst sowie die kleineren Siedlungsplätze Bäumlesfeld und Zimmerhaus.

Geologie[Bearbeiten]

Der Moosbach beginnt seinen Lauf im Stubensandstein und verbleibt über die Hälfte seines Laufes darin bis etwa zum Württemberger Hof. Dort erreicht er die Oberen Bunten Mergel, etwa ab dem kleineren See talab davon den Kieselsandstein. Etwa vom Zufluss des Krebsbächles an bis zur Talmündung ins Rottal liegen beidseits auf den Hängen im Verband abgerutschte Schollen.

Im Bereich des Töbelsees wird eine in der Muldenlinie des aus dem Buchwald mündenden Bachs ziehende Störung vermutet.[10]

Siehe auch[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Im Ortsbereich von Mainhardt heißt eine parallel laufende Straße Am Moosbach. Nach TK25 trägt ein Waldstück an der Seite des Baches etwa in der Mitte zwischen Ursprung und dem Töbelsee den Namen Moosbach. Am Mittellauf zwischen dem Töbelsee und dem Württemberger Hof trägt der Bach selbst die Beschriftung Moosbach, unterhalb eines Sees am Waldeintritt in den Brenntenholzes dann die Beschriftung Sägmühlebach. Im zugehörigen Datensatz der LUBW-FG10 wird er Sägmühlebach (Moosbach) benannt.
  2. a b Name nach mündlicher Auskunft von der Mainhardter Gemeindeverwaltung. Fenersee nach Datensatz der LUBW-SG10. Vielleicht Fehlschreibung für generisch Feuersee?
  3. a b c d e f Nach Höhenlinienbild auf der TK25 interpoliert.
  4. Nach LUBW-FG10, siehe bei den Weblinks.
  5. a b Nach LUBW-GEZG, siehe bei den Weblinks.
  6. Nach LUBW-SG10.
  7. Nach Augenschein und den Orthophotos des Geodatenviewers, siehe bei Weblinks. Die dortige LUBW-LANDSAT2000-Karte bietet eine erste Orientierung, hat aber eine zu grobe Auflösung, um nicht durch Zufallseffekte verfälscht zu werden.
  8. Entwässert wohl über einen Feldwegseitengraben zum Moosbach, beide sind in LUBW-SG10 bzw. LUBW-FG10 nicht verzeichnet. Die TK25 zeigt die winzige Wasserfläche.
  9. Nach LUBW-BIO und LUBW-FND, siehe bei den Weblinks.
  10. Nach GK50, siehe bei Literatur.

Literatur[Bearbeiten]

  • „TK25“: Topographische Karte 1:25.000 Baden-Württemberg Nord, als Einzelblatt Nr. 6923 Sulzbach a. d. Murr
  • „GK50“: Geologische Karte des Naturparks Schwäbisch-Fränkischer Wald 1:50.000, herausgegeben vom Landesamt für Geologie, Rohstoffe und Bergbau Baden-Württemberg, Freiburg i. Br. 2001

Weblinks[Bearbeiten]

Geodatenviewer des Landesamtes für Geoinformation und Landentwicklung Baden-Württemberg (Hinweise), insbesondere mit den Teilkarten/Layers

  • „LUBW-FG10“: Fließgewässer 1:10.000
  • „LUBW-SG10“: Stehende Gewässer 1:10.000
  • „LUBW-GEZG“: Gewässereinzugsgebiete
  • „LUBW-LANDSAT2000“: Landnutzung nach LS2000
  • „LUBW-BIO“: Geschützte Biotope
  • „LUBW-END“: Naturdenkmal, Einzelgebilde
  • „LUBW-FND“: Naturdenkmal, flächenhaft
  • des Landesamtes für Geologie, Rohstoffe und Bergbau des Landes Baden-Württemberg (LGRB)
  • „LGRB-GTP“: Geotopkataster
  • „LGRB-GÜK300“: Geologische Übersichtskarte 1:300.000