Motion Picture Alliance for the Preservation of American Ideals

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Die Motion Picture Alliance for the Preservation of American Ideals (MPA oder MPAPAI), deutsch etwa „Film-Allianz zur Bewahrung amerikanischer Ideale“, war ein am 4. Februar 1944 ins Leben gerufener Zusammenschluss US-amerikanischer Filmschaffender, der sich den Kampf gegen die Ausbreitung „kommunistischer, faschistischer und anderer totalitärer Gruppen“ in der amerikanischen Filmindustrie zum Ziel gesetzt hatte. Schon früh konzentrierte sich die MPA auf die Bekämpfung des Kommunismus.[1][2] 1947 erklärten Robert Montgomery, Präsident der Schauspielergewerkschaft Screen Actors Guild, und Mitglieder der Motion Picture Alliance vor Ausschüssen des House Committee on Un-American Activities (HUAC), dass Hollywood von Kommunisten unterwandert werde. In der Folge wurden linker Sympathien verdächtigte Filmschaffende vor das HUAC geladen und vor die Wahl gestellt, mit diesem zusammenzuarbeiten oder Gefängnisstrafen und das berufliche Aus zu riskieren. Die ersten zehn namhaften Vorgeladenen und später Verurteilten, darunter Dalton Trumbo und Edward Dmytryk, wurden unter dem Begriff Hollywood Ten bekannt.[3]

Zu den Mitgliedern der MPA zählten Robert Arthur, Ward Bond, Clarence Brown, Borden Chase, Charles Coburn, Gary Cooper, Laraine Day, Cecil B. DeMille, Walt Disney, Irene Dunne, Victor Fleming, Clark Gable, Howard Hawks, Hedda Hopper, Leo McCarey, Adolphe Menjou, George Murphy, Fred Niblo, Jr., Ayn Rand, Ronald Reagan, Ginger Rogers, Barbara Stanwyck, Norman Taurog, Robert Taylor, King Vidor, John Wayne und Sam Wood.[4] Sam Wood wurde zum ersten Präsidenten gewählt, Walt Disney, Cedric Gibbons und Norman Taurog zu Vizepräsidenten.[1]

Ein MPA-Mitglied, das sich schon bald kritisch gegen die Vorladungen des HUAC und die daraus resultierenden Berufsverbote äußerte, war Gary Cooper.[5] 1975 löste sich die MPA auf, im selben Jahr wie die Nachfolgeorganisation des HUAC, das Internal Security Committee.[6]

Weblinks[Bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Larry Ceplair, Steven Englund: Inquisition in Hollywood: Politics in the Film Community 1930–1960. University of California Press, 1983, S. 193, S. 210–212, S. 378.
  2. Hollywood Renegades Archive, abgerufen am 1. Januar 2013.
  3. Wheeler Winston Dixon, Gwendolyn Audrey Foster: A Short History of Film. Rutgers University Press 2008, S. 178–182.
  4. Eintrag zur MPA auf NNDB.com, abgerufen am 1. Januar 2012.
  5. Rückblick Filmfestspiele Berlin 1953 auf Berlinale.de, abgerufen am 28. Dezember 2012.
  6. Howard Kazanjian, Chris Enss: The Young Duke: The Early Life of John Wayne. Globe Pequot Press, Guilford 2006; Artikel auf der Webseite von Co-Autor Chris Enss, abgerufen am 1. Januar 2013.