Trinidad (Insel)

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Trinidad
Macqueripe Bay bei Chaguaramas
Macqueripe Bay bei Chaguaramas
Gewässer Karibisches Meer
Inselgruppe Kleine Antillen
Geographische Lage 10° 25′ N, 61° 21′ W10.416111111111-61.344444444444940Koordinaten: 10° 25′ N, 61° 21′ W
Trinidad (Kleine Antillen)
Trinidad
Fläche 4821 km²
Höchste Erhebung Cerro del Aripo
940 m
Die Insel Trinidad
Die Insel Trinidad

Trinidad (spanisch für „Dreifaltigkeit“) ist eine Insel im karibischen Meer und die größte Insel der Kleinen Antillen sowie ein Teil des Territoriums des Inselstaates Trinidad und Tobago.

Geographie[Bearbeiten]

Die Insel liegt wenige Kilometer vor Venezuela und dem südamerikanischen Kontinent östlich der Halbinsel Paria (durch den Golf von Paria getrennt) und nördlich des Orinoco-Deltas (getrennt durch die Meerenge Boca de la Serpiente). Etwa 30 km nordöstlich befindet sich die kleinere Insel Tobago.

Die Insel Trinidad ist im Unterschied zu den übrigen Inseln der Region nicht vulkanischen Ursprungs, sondern war einst ein Teil des südamerikanischen Festlandes. Ihre Oberfläche ist stark strukturiert: Auf der 4821 km² großen Insel Trinidad gibt es drei von Ost nach West verlaufende Gebirgszüge, deren nördlicher (Northern Range) bis zum 940 m Cerro del Aripo aufragt. Im Norden herrscht Regenwald, im Süden Savanne bzw. Kulturland vor.

Das tropische Klima prägen Tagestemperaturen von rund 30 °C, nachts fällt die Temperatur auf 20 °C. Der Hauptteil des mit 2000 mm moderaten Jahresniederschlags geht zwischen Juni und Oktober nieder.

Zwischen der venezolanischen Halbinsel Paria im Westen und der nordwestlichen Halbinsel Trinidads im Osten (Chaguaramas) liegen die Bocas Islands, drei kleine Inseln: Chacachacare, Huevos und Monos. Südlich von Chaguaramas befinden sich Gaspar Grande und die kleinen Diego, Carrera (eine Gefängnisinsel) und die Five Islands.

Bevölkerung[Bearbeiten]

Nach der letzten Volkszählung im Jahr 2000 gab es auf Trinidad und Tobago 1.262.366 Einwohner. Da das jährliche Bevölkerungswachstum um 0,3 % bis 0,4 % beträgt, dürfte es am Ende des Jahres 2006 etwa 1.285.000 Einwohner gegeben haben. Danach ist die Bevölkerungsdichte 251 pro km².

Die ursprünglich indianische Bevölkerung (Arawak) ist seit dem Ende des 18. Jahrhunderts ausgestorben. Wie überall in der Karibik, wo Plantagenwirtschaft betrieben wurde, beruhte diese auf der brutalen Ausbeutung von Sklaven. Mit der Abschaffung der Sklaverei in den britischen Kolonien im Jahr 1834 wurden die Sklaven durch Kontraktarbeiter ersetzt, die vor allem aus Britisch-Indien stammten. Die Arbeits- und Lebensbedingungen dieser Kontraktarbeiter unterschieden sich nur unwesentlich von der Sklaverei. [1]

50 % der Bevölkerung auf Trinidad sind Nachfahren der afrikanischen Sklaven. Etwa 40 % sind Nachfahren indischer Kontraktarbeiter, ungefähr 10 % anderer Herkunft. Neben den Christen, die etwa 40,3 % (29,4 % Katholiken, 10,9 % Anglikaner) ausmachen, gibt es etwa 23,8 % Hindus, 5,8 % Muslime sowie kleine jüdische Gemeinden.

Die Hauptstadt von Trinidad und Tobago ist Port of Spain. Die größte Stadt ist hingegen Chaguanas mit mehr als 72.000 Einwohnern.

Neben Englisch, der Amtssprache des Staates Trinidad und Tobago, werden auch Französisch, Spanisch, Hindi, Chinesisch und Antillen-Kreolisch (das sogenannte „Patois“) gesprochen.

Geschichte[Bearbeiten]

Die Insel wurde am 31. Juli 1498 von Kolumbus auf seiner dritten Reise entdeckt. Kolumbus benannte die Insel angesichts dreier Berggipfel Trinidad, was so viel heißt wie Dreieinigkeit (Trinität). Ab 1552 stand Trinidad unter spanischer Herrschaft und blieb für rund 250 Jahre im Besitz der spanischen Krone.

Nach dem Spanisch-Englischen Krieg kamen Trinidad 1802 und Tobago 1814 in britischen Besitz. Ab 1889 wurden Trinidad und Tobago als eine gemeinsame britische Kolonie „Trinidad und Tobago“ mit Verwaltungssitz in Port of Spain verwaltet; seitdem teilen die beiden Inseln dieselbe politische Geschichte.[2]

1956 erhielt die Kolonie ein eingeschränktes inneres Selbstverwaltungsrecht. Von 1958 bis 1962 gehörten „Trinidad und Tobago“ der Westindischen Föderation an.

1962 wurde Trinidad und Tobago als eigenständiger Staat innerhalb des britischen Commonwealth in die Unabhängigkeit entlassen.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Seit Beginn der kommerziellen Erdölförderung 1910 sind Förderung und Verarbeitung von Erdöl und Erdgas die wichtigsten Wirtschaftsbereiche. Billige Energiequellen werden für die Metallverhüttung genutzt. Auf Trinidad befindet sich das größte natürliche Asphaltvorkommen der Welt, der so genannte Asphaltsee. Port of Spain besitzt den wichtigsten Hafen der Insel.

Auf der gesamten Insel herrscht Linksverkehr.

Kultur[Bearbeiten]

Trinidad ist nicht nur die Geburtsstätte der Steelpan, sondern auch des Calypso und des Soca. Trinidad feiert den nach dem in Rio de Janeiro zweitbedeutendsten Karneval der Welt.

Weblinks[Bearbeiten]

Quellen[Bearbeiten]

  1. Elizabeth Abbott: Sugar. A bittersweet history, London und New York 2010, S. 313ff.
  2. Railroad Map of Trinidad. 1925. Abgerufen am 25. Oktober 2013.