Niedertopfstedt

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51.247510.965174Koordinaten: 51° 14′ 51″ N, 10° 57′ 54″ O

Niedertopfstedt
Gemeinde Topfstedt
Höhe: 174 m ü. NN
Postleitzahl: 99718
Vorwahl: 03636
Niedertopfstedt (Thüringen)
Niedertopfstedt

Lage von Niedertopfstedt in Thüringen

Dorfkirche

Dorfkirche

Niedertopfstedt ist ein Ortsteil der Gemeinde Topfstedt im Kyffhäuserkreis in Thüringen.

Lage[Bearbeiten]

Das Umland von Niedertopfstedt befindet sich im Thüringer Hügelland am nördlichen Rand vom Thüringer Becken. Erfurt liegt 40 Kilometer südlich. Sondershausen ist nach 18 Kilometer auf der Bundesstraße 4 zu erreichen. Nieder- und Obertopfstedt liegen dicht beieinander in einer Feldmark geprägten Landschaft an der Kreisstraße 12 und Landesstraße 1041.

Geschichte[Bearbeiten]

Topfstedt (Ober-/Nieder-) wurden 882-842 erstmals urkundlich gemeinsam genannt. 1271 ist dann die urkundliche Ersterwähnung von Niedertopfstedt und von Obertopfstedt 1224 erfolgt.[1] Beide Dörfer entwickelten sich gleichzeitig und wohl gemeinsam.

Hauptartikel: Topfstedt

Am 15. Oktober, einen Tag nach der Doppelschlacht bei Jena und Auerstedt, flüchteten die geschlagenen preußischen Truppen über Weißensee durch Topfstedt. Der preußische König flüchtete am 16. Oktober 1806 beschützt über Weißensee-Ottenhausen nach Niedertopfstedt. Die Rast im Rittergut Niedertopfstedt musste er fluchtartig abbrechen, weil französische Husaren im benachbarten Greußen einritten. Am gleichen Tag sammelten sich die Preußen, um zwischen Niedertopfstedt und Greußen die Flucht des Königs zu schützen. Das Rückzugsgefecht dauerte von 15.30 bis 19.30 Uhr.

Von jeher war Niedertopfstedt ein landwirtschaftlich geprägtes Dorf. Die Bauern gingen daher nach 1952 auch den Weg der ostdeutschen Landwirtschaft und fanden nach der Wende neue Formen der Arbeit auf dem Lande. 2010/11 baute man eine Biogasanlage und bestückte die Gebäude großflächig mit Solarpanelen.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Wolfgang Kahl: Ersterwähnung Thüringer Städte und Dörfer. Ein Handbuch. Verlag Rockstuhl, Bad Langensalza, 2010, ISBN 978-3-86777-202-0, S.287, 200, 210