Ober-Roden
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| Ober-Roden
Stadt Rödermark
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| Koordinaten: | 49° 59′ N, 8° 50′ O49.97701518.8285427Koordinaten: 49° 58′ 37″ N, 8° 49′ 43″ O |
| Einwohner: | 12.749 (30. Juni 2007) |
| Postleitzahl: | 63322 |
| Vorwahl: | 06074 |
Ober-Roden ist ein Stadtteil von Rödermark mit etwa 12.750 Einwohnern.
Die bis 1977 eigenständige Gemeinde Ober-Roden ist heute der größte der fünf Stadtteile. Durch die Suburbanisierung der 1960er- und 1970er-Jahre wurde Ober-Roden eine wichtige Wohngemeinde für Berufspendler. Stadtbücherei, Kulturhalle, Rathaus, Kinderhort und Grundschule liegen direkt an dem Flüsschen Rodau im Zentrum von Ober-Roden und bilden zusammen mit der mächtigen gotischen Pfarrkirche St. Nazarius (im Volksmund auch „Rodgaudom“ genannt), einigen Fachwerkhäusern und einem gemütlichen Straßencafé ein angenehmes Flair im Stadtkern.
In Ober-Roden befindet sich die Gesamt- und Europaschule Oswald-von-Nell-Breuning-Schule.
[Bearbeiten] Geschichte
Mit einiger Wahrscheinlichkeit gab es früher im Ort ein Nonnenkloster, welches von Äbtissin Aba 786 dem Kloster Lorsch unterstellt wurde. Ein endgültiger Beweis hierfür fehlt allerdings noch. Die Siedlung Rotaha wurde 790 erstmals in einer Schenkung an das Kloster Lorsch erwähnt. Aber auch am 22. April 791 schenkte ein fränkischer Adliger namens Erlulf seinen gesamten Besitz in Ober-Roden, Nieder-Roden und Bieber dem Kloster Lorsch.
903 wurde das Kloster Rotaha als Besitzer des Lorscher Klosters bestätigt. Die Pfarrkirche in Ober-Roden ist wie das Kloster Lorsch dem heiligen Nazarius geweiht und war Mutterkirche für Urberach, Nieder-Roden, Messel und Dudenhofen.
Als Teil des Amtes Steinheim wurde das Dorf 1425 von den früheren Landesherren, den Herren von Eppstein an Kurmainz verkauft. Für die nächsten Jahrhunderte war der Erzbischof und Kurfürst von Mainz Landesherr.
1576 bestanden hier 80 Haushaltungen, 1681 waren es nur noch 31 Haushaltungen und 117 Einwohner.
1786 wurde die Markgenossenschaft Röder Mark unter den ihr angehörenden Gemeinden Ober- und Nieder-Roden, Urberach, Messel, Dietzenbach, Hainhausen, Jügesheim und Dudenhofen aufgeteilt.
Die Amtsvogtei Dieburg kam 1803 mit Ober-Roden nach der Säkularisation an Hessen. 1829 hatte Ober-Roden 1295 Einwohner. 1832 kam der Ort vom Landratsbezirk Langen zum Landkreis Offenbach. Von 1874 bis 1977 gehörte die Gemeinde Ober-Roden zum Kreis Dieburg.
1896 wurde die Rodgaubahn von Offenbach am Main über Ober-Roden nach Dieburg und 1905 die Dreieichbahn über Urberach nach Sprendlingen gebaut.
Die Gemeinde hatte 1939 3608 Einwohner. 1957 beschloss Messenhausen den Anschluss an Oberroden, nachdem es bereits seit 1821 der Bürgermeisterei angeschlossen war, aber einen eigenen Gemeindehaushalt behielt. 1977 wurde Ober-Roden im Zuge der hessischen Gebietsreform mit Urberach zu Rödermark zusammengeschlossen.
[Bearbeiten] Verkehr in Ober-Roden
Ober-Roden ist ein lokaler Knotenpunkt im Eisenbahn-Schienenverkehr. Von hier aus startet die S-Bahn-Linie S1 in Richtung Wiesbaden über Offenbach am Main, Frankfurt (Main) Hauptbahnhof tief und Frankfurt-Höchst. Zudem befindet sich in Ober-Roden ein betrieblicher Mittelpunkt der Dreieichbahn, die Anschluss nach Urberach und Dreieich (von Dreieich-Buchschlag nach Langen (Hessen), Darmstadt, Flughafen Frankfurt am Main und Frankfurt (Main) Hauptbahnhof) bietet und in die Gegenrichtung Dieburg bedient. Von dort bestehen Anbindungen nach Aschaffenburg, Darmstadt und in den Odenwald.
In Zusammenhang mit den Plänen zur Regionaltangente West (RTW) gab es in der Vergangenheit Überlegungen, die Strecke der Dreieichbahn mit RTW-Zügen befahren zu lassen. Für Ober-Roden hätte dies eine direkte Schienenverbindung zum Flughafen Frankfurt am Main bedeutet. Der dafür notwendige Streckenausbau ist nur langfristig zu finanzieren und daher gegenwärtig im Generalverkehrsplan nicht enthalten.

