Dudenhofen

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Dieser Artikel beschreibt die Ortsgemeinde Dudenhofen in Rheinland-Pfalz. Für den Stadtteil Dudenhofen von Rodgau siehe Dudenhofen (Rodgau).
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Ortsgemeinde Dudenhofen
Dudenhofen
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Dudenhofen hervorgehoben
49.3177777777788.3905555555556104Koordinaten: 49° 19′ N, 8° 23′ O
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Rhein-Pfalz-Kreis
Verbandsgemeinde: Römerberg-Dudenhofen
Höhe: 104 m ü. NHN
Fläche: 12,95 km²
Einwohner: 5774 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 446 Einwohner je km²
Postleitzahl: 67373
Vorwahl: 06232
Kfz-Kennzeichen: RP
Gemeindeschlüssel: 07 3 38 007
Adresse der Verbandsverwaltung: Konrad-Adenauer-Platz 6
67373 Dudenhofen
Webpräsenz: www.dudenhofen.de
Ortsbürgermeister: Peter Eberhard (CDU)
Lage der Ortsgemeinde Dudenhofen im Rhein-Pfalz-Kreis
Frankenthal (Pfalz) Kreis Bergstraße Landkreis Alzey-Worms Landkreis Bad Dürkheim Landkreis Germersheim Landkreis Karlsruhe Neustadt an der Weinstraße Landkreis Südliche Weinstraße Ludwigshafen am Rhein Mannheim Rhein-Neckar-Kreis Speyer Worms Altrip Beindersheim Birkenheide Bobenheim-Roxheim Böhl-Iggelheim Dannstadt-Schauernheim Dudenhofen Fußgönheim Großniedesheim Hanhofen Harthausen Heßheim Heuchelheim bei Frankenthal Hochdorf-Assenheim Kleinniedesheim Lambsheim Limburgerhof Maxdorf Mutterstadt Neuhofen (Pfalz) Otterstadt Rödersheim-Gronau Römerberg (Pfalz) Schifferstadt Waldsee (Pfalz)Karte
Über dieses Bild

Dudenhofen ist eine Ortsgemeinde im Rhein-Pfalz-Kreis in Rheinland-Pfalz. Sie ist Verwaltungssitz der Verbandsgemeinde Römerberg-Dudenhofen. Dudenhofen ist gemäß Landesplanung als Grundzentrum ausgewiesen.[2]

Geographie[Bearbeiten]

Dudenhofen liegt in der Region Pfalz.

Zu Dudenhofen gehören auch die Wohnplätze Atzelhof, Falkenhof, Ruppertsäckerhof, Waldhaus und Zwölfmannsgarten.[3]

Geschichte[Bearbeiten]

1156 wird Dudenhofen in einer Urkunde Friedrich Barbarossas in der Schreibweise „Tutenhoven“ erstmals erwähnt. Seit 1392 ist die heutige Schreibweise nachgewiesen. Funde in der Gemarkung Dudenhofens belegen Siedlungsreste aus der Römerzeit und der Zeit der fränkischen Landnahme, sodass die Gründung der Siedlung zur Zeit der urkundlichen Erwähnung sicher schon einige Jahrhunderte zurücklag . Die Grabbeigabe eines fränkischen Sturzbechers wird dem 8. Jahrhundert n. Chr. zugerechnet. [4]

974 wurde durch Kaiser Otto II. die Gerichtsbarkeit der Ortschaften des Speyergaus, zu dem die Siedlung auf Grund ihrer Nachbarschaft zur Stadt Speyer zu rechnen ist, dem Bistum Speyer unterstellt. Bis zur Auflösung der bestehenden Herrschaftsverhältnisse 1797 durch den Anschluss an die französische Republik gehörte Dudenhofen zum Speyerer Hochstift. Diese Zugehörigkeit war aber nicht immer unumstritten, seit ihrer politischen Unabhängigkeit 1294 beanspruchte die Stadt Speyer die Hoheit über Dudenhofen, versuchte aber nie, diesen Anspruch durchzusetzen.

Nach der französischen Herrschaft gehörte Dudenhofen zum Landkommissariat Speyer im bayerischen Rheinkreis, aus dem 1939 der Landkreis Speyer hervorging, der 1969 aufgelöst und dem Landkreis Ludwigshafen, heute Rhein-Pfalz-Kreis, angeschlossen wurde.

Politik[Bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten]

Der Gemeinderat in Dudenhofen besteht aus 22 Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 25. Mai 2014 in einer personalisierten Verhältniswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzenden.

Die Sitzverteilung im Gemeinderat:[5]

Wahl SPD CDU GRÜNE FDP FWG Gesamt
2014 4 12 2 2 2 22 Sitze
2009 4 12 2 2 2 22 Sitze
2004 3 12 3 2 2 22 Sitze
  • FWG = Freie Wählergruppe Dudenhofen

Bürgermeister[Bearbeiten]

Der ehrenamtliche Ortsbürgermeister wird für fünf Jahre direkt gewählt. Seit 2009 amtiert Peter Eberhard (CDU).

Wappen[Bearbeiten]

Die Blasonierung des Wappens lautet: „In Blau ein silbernes Kreuz, dessen oberer Arm verlängert und zu einer stilisierten Krümme rechtshin ausgezogen ist“.

Es wurde 1962 vom rheinland-pfälzischen Innenministerium genehmigt und geht zurück auf ein Gerichtssiegel aus dem Jahr 1744. Jedoch wurde das „krumme creutz“ bereits um 1715 auf Dudenhofener Grenzsteinen verwendet.[6]

Zuvor war das Wappen schon 1845 eingeführt worden, allerdings mit den willkürlich festgelegten Farben Schwarz und Silber. Da der Ort lange zum Hochstift Speyer gehörte, wurden nun dessen Farben Silber und Blau gewählt. Die Flagge ist von Blau und Weiß geviert.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Siehe auch: Liste der Kulturdenkmäler in Dudenhofen

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten]

Dudenhofen besaß ab 1921 einen Bahnhof an der 1956 stillgelegten Lokalbahn Speyer–Neustadt.

Behörden[Bearbeiten]

Als Sitz der Verbandsgemeinde beherbergt Dudenhofen deren Verwaltung.

Sport[Bearbeiten]

Bekannt ist Dudenhofen für seine Radrennbahn, genannt die „Badewanne“.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Töchter und Söhne der Gemeinde[Bearbeiten]

Persönlichkeiten, die vor Ort gewirkt haben[Bearbeiten]

  • Werner Adler (* 1946), ehemaliger Bundesliga-Fußballspieler, war Trainer beim FV Dudenhofen.
  • Jürgen Creutzmann (* 1945), von 1989- 2009 Mitglied im Landtag Rheinland-Pfalz, von 2001-2006 Vizepräsident des Landtags und von 2009-2014 Mitglied im Europaparlament. Seit 40 Jahren Mitglied im Verbandsgemeinderat in Dudenhofen
  • Edward Duyker (* 1955), australischer Schriftsteller und Historiker. Schrieb in seiner Biografie François Péron über die Besetzung Dudenhofens im Jahr 1793.
  • Jan van Eijden (* 1976), ehemaliger Bahnradsportler, Olympiastarter in Sydney 2000, Trainer der britischen Bahnrad-Nationalmannschaft. Er startete als Aktiver für den RV 08 Dudenhofen.
  • Isidor Markus Emanuel (1905-1991), katholischer Theologe, Bischof von Speyer, war Kaplan in Dudenhofen.
  • Georg Gölter (* 1938), Politiker, ehemaliger Kultusminister von Rheinland-Pfalz, lebt in Dudenhofen.
  • Uli Gsell (* 1967), Bildhauer mit Werk auf dem Skulpturenweg in Dudenhofen.
  • Clemens Körner (* 1959), Politiker, ehemaliger Verbandsbürgermeister Dudenhofens, Landrat des Rhein-Pfalz-Kreises.
  • Johannes Kriebitzsch (1857–1938), Glasmaler, gestaltete die Fenster von St. Gangolf in Dudenhofen.
  • Theodor Nauerz (1909–2007), katholischer Theologe, NS-Verfolgter, war Kaplan in Dudenhofen.
  • Johannes Pfeiffer (1886–1965), katholischer Theologe, Professor an der Universität Santiago de Chile, war zuvor Pfarrer in Dudenhofen.
  • Paul Schädler (*1930), Politiker, ehemaliger Landrat und Regierungspräsident von Rheinhessen-Pfalz, lebt in Dudenhofen
  • Michael Scheurer (*1975), ehemaliger Bahnradsportler, deutscher Meister, startete für den RV 08 Dudenhofen.
  • Olaf Schmäler (* 1969), ehemaliger Bundesliga-Fußballspieler, war Jugendtrainer beim FV Dudenhofen.
  • Niels Schlotterbeck (* 1967), ehemaliger Bundesliga-Fußballspieler, war Spielertrainer beim FV Dudenhofen.
  • Werner Schramm (1933–2004), evangelischer Theologe, Kirchenpräsident der Protestantischen Landeskirche der Pfalz, starb in Dudenhofen.
  • Nikolaus von Weis (1796–1869) katholischer Theologe, Bischof von Speyer, war Pfarrer in Dudenhofen.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Dudenhofen – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistisches Bundesamt – Gemeinden in Deutschland mit Bevölkerung am 31.12.2012 (XLS-Datei; 4,0 MB) (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Regionaldaten
  3. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Amtliches Verzeichnis der Gemeinden und Gemeindeteile, Seite 104 (PDF; 2,3 MB)
  4. Homepage der Gemeinde Dudenhofen [1], abgerufen am 4. März 2014
  5. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2014, Stadt- und Gemeinderatswahlen
  6. Fritz Klotz, Ortsgeschichte der Gemeinde Dudenhofen/Pfalz, 1964