Rödermark

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Rödermark (Begriffsklärung) aufgeführt.
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Rödermark
Rödermark
Deutschlandkarte, Position der Stadt Rödermark hervorgehoben
49.97758.8280555555556142Koordinaten: 49° 59′ N, 8° 50′ O
Basisdaten
Bundesland: Hessen
Regierungsbezirk: Darmstadt
Landkreis: Offenbach
Höhe: 142 m ü. NHN
Fläche: 29,99 km²
Einwohner: 26.449 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 882 Einwohner je km²
Postleitzahl: 63322
Vorwahl: 06074
Kfz-Kennzeichen: OF
Gemeindeschlüssel: 06 4 38 012
Stadtgliederung: 5 Stadtteile
Adresse der
Stadtverwaltung:
Dieburger Straße 13–17
63322 Rödermark
Webpräsenz: www.roedermark.de
Bürgermeister: Roland Kern (AL/Grüne)
Lage der Stadt Rödermark im Landkreis Offenbach
Neu-Isenburg Dreieich Langen (Hessen) Egelsbach Rödermark Dietzenbach Heusenstamm Mühlheim am Main Rodgau Obertshausen Hainburg Seligenstadt Mainhausen Darmstadt Landkreis Darmstadt-Dieburg Landkreis Darmstadt-Dieburg Bayern Main-Kinzig-Kreis Offenbach am Main Kreis Groß-Gerau Frankfurt am MainKarte
Über dieses Bild

Rödermark ist eine Stadt im Landkreis Offenbach, südöstlich von Frankfurt am Main und nordöstlich von Darmstadt auf dem 50. Breitengrad.

Geographie[Bearbeiten]

Geographische Lage[Bearbeiten]

Die Stadt liegt zum größten Teil im Messeler Hügelland, einem leicht hügeligen Teil der Untermainebene. Die Höhenunterschiede sind gering, sie reichen von rund 130 Meter über Normalnull in den Rodau-Auen östlich von Ober-Roden bis rund 200 Meter über Normalnull auf der Bulau. Rödermark ist von Grünzügen umgeben, die sich hauptsächlich im Gebiet der Rodau befinden. Die Rodau quert das Stadtgebiet von West nach Ost. Die nördlichen Siedlungsgebiete Bulau, Messenhausen und Waldacker haben vorwiegend Wohnfunktionen, während die Hauptorte Ober-Roden und Urberach eine vollständige Infrastruktur bieten. Die nächsten Autobahnanschlüsse sind zehn Kilometer entfernt, der Frankfurter Flughafen etwa 25 Kilometer. Rödermark liegt im Gebiet des Rhein-Main-Verkehrsverbundes und ist aufgrund der günstigen Lage des Bahnhofes Ober-Roden Endstation der S-Bahn-Linie S1 und Station der RMV-Linie 61(Dreieichbahn).

Rödermark liegt exakt in der Mitte zwischen den Städten Frankfurt, Darmstadt und Aschaffenburg. Der 50. Breitengrad verläuft im Norden des Stadtgebietes durch die Siedlung Waldacker. Östlich von Waldacker, nahe dem Vereinsgelände des örtlichen Tennisclubs, wurde an dem in Richtung Rodgau verlaufenden Radweg dazu von der Stadtverwaltung eigens eine Erinnerungs-Anlage errichtet, die an den 50. Breitengrad an genau dieser Stelle, sowie an "Siedlungsspuren der Jahrtausende in der Landschaft", d.h. auf archäologische Funde aus der Gegend, aufmerksam macht[2].

Nachbargemeinden[Bearbeiten]

Rödermark grenzt im Norden an die Stadt Dietzenbach, im Osten an die Stadt Rodgau, im Süden an die Gemeinden Eppertshausen und Messel (beide Landkreis Darmstadt-Dieburg), sowie im Westen an die Stadt Dreieich.

Stadtgliederung[Bearbeiten]

Rödermark besteht aus den fünf Stadtteilen Messenhausen mit 777 Einwohnern, Ober-Roden mit 12.610 Einwohnern, Urberach mit 11.408 Einwohnern, Waldacker mit 2.912 Einwohnern und Bulau mit 98 Einwohnern (Stand: 31. Dezember 2012).[3]

Geschichte[Bearbeiten]

Die Rodau verläuft in Ober-Roden unmittelbar neben der Trinkbornschule

Die Gemeinde Rödermark entstand am 1. Januar 1977 im Zuge der Gebietsreform in Hessen per Gesetz durch Zusammenschluss der Gemeinden Ober-Roden und Urberach.[4] Beide Gründungsgemeinden gehörten zum Landkreis Dieburg und kamen mit der Gründung der Gemeinde Rödermark zum Landkreis Offenbach.[5] Ortsbezirke wurden in Rödermark nicht gebildet. Am 23. August 1980 bekam Rödermark offiziell die Stadtrechte verliehen. Der Name geht auf eine spätmittelalterliche Waldmarkgenossenschaft (marca raodora) Rödermark zurück.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

(jeweils zum 31. Dezember)

  • 1998: 25.787
  • 1999: 25.814
  • 2000: 26.049
  • 2001: 26.126
  • 2002: 26.285
  • 2003: 26.289
  • 2004: 28.189
  • 2005: 28.107
  • 2006: 26.161
  • 30. Juni 2007: 27.889
  • 31. Dezember 2008: 27.858 Einwohner, davon 12.676 in Ober-Roden, 11.528 in Urberach, 2864 in Waldacker und 790 in Messenhausen. Davon sind 14.190 Frauen (50,97 Prozent) und 13.668 Männer (49,06 Prozent). Von den Gesamteinwohnern sind 2982 Ausländer (10,7 Prozent).
  • 31. Dezember 2011: 26.297
  • 31. Dezember 2012: 27.805, davon 12.610 in Ober Roden, 11.408 in Urberach, 2.912 in Waldacker und 777 in Messenhausen. Von den Gesamteinwohnern sind 3.037 Ausländer
  • 31. Dezember 2013: 27.817, davon 12.610 in Ober Roden, 11.485 in Urberach, 2.944 in Waldacker und 747 in Messenhausen.

Geschichte von Ober-Roden[Bearbeiten]

Hauptartikel: Ober-Roden

Wappen von Ober-Roden

Mit einiger Wahrscheinlichkeit gab es früher im Ort ein Nonnenkloster (Kloster Rotaha), welches von Äbtissin Aba 786 dem Kloster Lorsch unterstellt wurde. Ein endgültiger Beweis hierfür fehlt allerdings noch. Die Siedlung Rotaha wurde 790 erstmals in einer Schenkung an das Kloster Lorsch erwähnt. Aber auch am 22. April 791 schenkte ein fränkischer Adliger namens Erlulf seinen gesamten Besitz in Ober-Roden, Nieder-Roden und Bieber dem Kloster Lorsch.

Die Gemeinde hatte 1939 3608 Einwohner. 1957 beschloss Messenhausen den Anschluss an Ober-Roden, nachdem es bereits seit 1821 der Bürgermeisterei angeschlossen war, aber einen eigenen Gemeindehaushalt behielt.

Geschichte von Urberach[Bearbeiten]

Hauptartikel: Urberach

Wappen von Urberach

Urberach wurde erstmals 796 als Filiale von Ober-Roden in Anlehnung an den Lorscher Codex genannt. Der Ort wurde 1275 als Orbruch erstmals urkundlich erwähnt. Kurmainz erwarb im Spätmittelalter die Hoheit über Urberach, das Dorf gehörte zum mainzischen Amt Dieburg.

Die Einwohnerzahl stieg von 1488 Einwohnern 1861 auf 2807 im Jahr 1939 und 9558 Einwohner 1978.

Geschichte von Messenhausen[Bearbeiten]

Hauptartikel: Messenhausen

Das Dorf wurde 1282 erstmals erwähnt. 1821 wurde Messenhausen der Bürgermeisterei Ober-Roden angeschlossen, behielt aber bis 1957 einen eigenen Gemeindehaushalt. 1957 schloss sich der Ort Ober-Roden an. Messenhausen hatte 1829 80 Einwohner und 1978 605 Einwohner.

Geschichte von Waldacker[Bearbeiten]

Waldacker wurde in den 1930er-Jahren besiedelt und gehört seit der Gebietsreform im Jahre 1977 zu Rödermark.

Religionen[Bearbeiten]

Katholische Kirche St. Nazarius

Rödermark war katholisch geprägt. Die Zuwanderung in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts hat jedoch viele evangelische Christen in die Stadt gebracht. Heute gibt es sechs christliche Kirchengemeinden:

  • Katholische Kirchengemeinde St. Nazarius Ober-Roden
  • Evangelische Kirchengemeinde Ober-Roden
  • Katholische Kirchengemeinde St. Gallus Urberach
  • Evangelische Petrusgemeinde Urberach
  • Neuapostolische Gemeinde Rödermark-Urberach
  • Freie Evangelische Gemeinde Rödermark

Das älteste Gotteshaus in Rödermark ist die Dreifaltigkeitskapelle am Ortseingang von Messenhausen (Baujahr 1820).

Politik[Bearbeiten]

Stadtverordnetenversammlung[Bearbeiten]

In Rödermark sind die CDU, die SPD, die FDP, die Andere Liste/Die Grünen Rödermark sowie die Freien Wähler vertreten.

Rödermark war über viele Jahrzehnte hinweg konservativ geprägt; die CDU erhielt bei Wahlen in vielen Jahren die meisten Stimmen. Bei der Bürgermeisterwahl 2005 konnte der von SPD und AL/Grüne unterstützte Roland Kern (AL/Grüne) jedoch gegen den CDU-Kandidaten Alexander Sturm in der Stichwahl knapp gewinnen. Am 27. März 2011 wurde Kern unter fünf Bewerbern im ersten Wahlgang mit 59,1 Prozent der Stimmen wiedergewählt.[6]

Bei der Kommunalwahl 2006 wurde die CDU mit 47,1 Prozent der Stimmen und 21 der 45 Sitze wieder stärkste Kraft und ging mit der FDP eine Koalition ein. Diese Koalition wurde im Dezember 2009 von der CDU aufgekündigt und seit dieser Zeit kooperierte die CDU mit der SPD. Nach den Kommunalwahlen 2011 bildeten CDU und Grüne eine Koalition.

Im Jahr 2010 beschloss die Stadtverordnetenversammlung, die Anzahl ihrer Mitglieder von 45 auf 39 zu verkleinern. Seit Mitte 2013 ist Jörg Rotter Erster Stadtrat.

Die Kommunalwahl am 27. März 2011 hatte folgendes Ergebnis:[7]

Kommunalwahl 2011
 %
50
40
30
20
10
0
41,0 %
33,5 %
15,6 %
5,0 %
4,9 %
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2006
 %p
   6
   4
   2
   0
  -2
  -4
  -6
  -8
-6,1 %p
+5,4 %p
-1,5 %p
-2,8 %p
+4,9 %p
Parteien und Wählergemeinschaften %
2011
Sitze
2011
%
2006
Sitze
2006
CDU Christlich Demokratische Union Deutschlands 41,0 16 47,1 22
AL/Grüne Andere Liste / Die Grünen 33,5 13 28,1 13
SPD Sozialdemokratische Partei Deutschlands 15,6 6 17,1 8
FDP Freie Demokratische Partei 5,0 2 7,8 3
FWR Freie Wähler Rödermark 4,9 2
Gesamt 100 39 100 45
Wahlbeteiligung in % 54,5 47,7

Bürgermeister[Bearbeiten]

Die Bürgermeister seit 1977:

Städtepartnerschaften[Bearbeiten]

Im Jahre 1975 ging Urberach mit der Gemeinde Tramin in Südtirol/Italien eine Partnerschaft ein. Ein Jahr später verschwisterten sich die Gemeinden Saalfelden in Österreich und Ober-Roden. Rödermark beschloss dann 1992 eine Partnerschaft mit der Gemeinde Bodajk in Ungarn.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Theater[Bearbeiten]

Eingang zur Kulturhalle Rödermark

In der 1995 eröffneten Kulturhalle im Stadtteil Ober-Roden mit 720 Sitzplätzen finden Theatervorstellungen, Konzerte und andere Veranstaltungen statt.[8]

Seit 2004 betreiben die Schauspieler Friederike und Oliver Nedelmann ein Wohnzimmertheater in der ehemaligen Villa der Geschäftsleitung der Firma Telefonbau und Normalzeit (T&N) im Stadtteil Urberach.[9]

Museen[Bearbeiten]

Das Töpfermuseum im Stadtteil Urberach stellt die Heimatgeschichte und die Tradition des Töpferhandwerks dar. Bei seiner Einweihung 1984 war es das einzige Töpfermuseum in Hessen. Der Heimat- und Geschichtsverein Rödermark betreibt das Museum ehrenamtlich. Es ist einmal im Monat geöffnet. In der Töpferwerkstatt des Museums finden regelmäßig Töpferkurse statt. In einem der Ausstellungsräume finden standesamtliche Trauungen statt.[10]

Der Regionalpark Rhein-Main hat eine Station auf der Anhöhe Bulau bei Urberach. Dort stellt eine Skulpturengruppe einen keltischen Begräbniszug dar.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten]

Verkehrsanbindung
Bundesstraßen B45 B459 B486
S-Bahn S1Frankfurt S1.svg
Regionalbahn RB 61
Buslinien OF-45 OF-46 OF-95 674 679 684 U
Nachtbuslinien n65 n66

Durch die Bundesstraße 45 ist Rödermark an das überregionale Straßennetz angeschlossen.

Der Bahnhof Rödermark-Ober-Roden bildet einen lokalen Eisenbahnknotenpunkt. Er verbindet die S-Bahn-Linie S1 (Rodgaubahn) mit der Dreieichbahn. Mehrere regionale Buslinien fahren ebenfalls den Bahnhof Ober-Roden an. Seit 6. August 2012 gibt es zwei Stadtbuslinien, die Messenhausen mit Ober-Roden bzw. Urberach verbinden.

Für Flugreisende stehen der Flughafen Frankfurt am Main und der Verkehrslandeplatz Egelsbach zur Verfügung.

Öffentliche Einrichtungen[Bearbeiten]

Das InnovationsCentrum Rödermark AG berät Unternehmensgründer und betreibt Wirtschaftsförderung für die Stadt Rödermark.

Im Stadtteil Ober-Roden befindet sich eine Stützpunktfeuerwehr (Stützpunkt Kreis Offenbach Mitte), die auch für die Nachbarstädte zuständig ist.

Bildung[Bearbeiten]

Rödermark hat zwei Grundschulen in Ober-Roden und Urberach, eine Förderschule und eine integrierte Gesamtschule mit gymnasialer Oberstufe, die Oswald-von-Nell-Breuning-Schule. Die Gesamtschule ist eine Europaschule.

Die Berufsakademie Rhein-Main bietet Studiengänge in Wirtschaft und Wirtschaftsinformatik an.

Die Musikschule Rödermark hat mehr als 600 Schüler aller Altersgruppen. Die 1992 gegründete Musikschule wird von einem eingetragenen Verein getragen.[11]

Die Volkshochschule Rödermark ist eine Außenstelle der Volkshochschule des Kreises Offenbach (mit Sitz in Dreieich). Ihr Büro und die meisten Unterrichtsräume befinden sich in Ober-Roden.[12]

Unternehmen[Bearbeiten]

Die Wirtschaft der Stadt Rödermark ist mittelständisch geprägt. Neben Einzelhandel und Handwerk sind auch einige größere Firmen ansässig.

Das japanische Unternehmen Sigma, ein Hersteller von Digitalkameras, Objektiven und Blitzgeräten, hat seine Deutschland-Niederlassung in Ober-Roden.

Die Ceotronics AG entwickelt, produziert und vertreibt Funksysteme zur Übertragung von Sprache und Video unter schwierigen Umgebungsbedingungen. Die Unternehmensgruppe hat ihre Zentrale in Rödermark.

Die Zeppelin Reimelt GmbH hat sich im Maschinenbau auf Backstraßen spezialisiert. Das Unternehmen wurde 1883 in Leipzig als C.G.Kaiser & Reimelt gegründet und ist seit 1959 in Rödermark ansässig. Die Übernahme eines Betriebs in Burkau bei Dresden blieb eine Episode in der Unternehmensgeschichte (1991–2009). Im Jahr 2009 wurde Reimelt durch die Zeppelin-Gruppe Friedrichshafen übernommen[13]

Die Videor E. Hartig GmbH vertreibt professionelle Videotechnik. Das Unternehmen wurde 1975 gegründet. 140 Mitarbeiter erwirtschafteten im Geschäftsjahr 2008/2009 einen Umsatz von 63 Millionen Euro. Die Videor Art Foundation sammelt experimentelle Medienkunst und stellt sie seit 2008 aus.[14]

Öle für die Metallbearbeitung produziert die MKU Chemie Mineraloel GmbH seit 1956. Das Unternehmen unterhält Niederlassungen in Frankreich, Tschechien und China.[15]

Die Köhl GmbH stellt Sitzmöbel fürs Büro her. Das Unternehmen wurde 1976 gegründet. Die 1979 errichtete Fabrik wurde in den Jahren 1985, 1991 und 2007 erweitert und umgebaut. Bereits als junges Unternehmen erhielt Köhl 1980 einen Großauftrag über 17.865 Bürodrehstühle für die Oberfinanzdirektion Nordrhein-Westfalen.[16]

Sonstiges[Bearbeiten]

Am 28. Juni 1980 verlief die 2. Etappe der Tour de France 1980 (Radrennen) durch Rödermark. Jene Etappe war in Frankfurt am Main gestartet worden und verlief über 276 km bis nach Metz.

Im Jahre 1999 ereigneten sich in Rödermark-Ober-Roden, im Abstand von nur rund fünf Wochen, unabhängig voneinander zwei Mordfälle, bei denen drei Menschen getötet wurden. Insbesondere der erste Mord war hinterhältig und bestialisch ausgeführt worden. Der Täter war in das Haus eines Ehepaares eingedrungen und tötete den Ehemann im Keller. Danach wartete er offenbar absichtlich noch viele Stunden lang im Haus ab, bis die Ehefrau (von Beruf Gynäkologin) nach Hause kam, um diese ebenfalls umzubringen. Der Täter nahm den Computer und Brillen mit, ließ aber Wertgegenstände liegen. Der Fall war Gegenstand eines Filmbeitrags in der TV-Sendung Aktenzeichen XY ungelöst. Der Fall ist bis heute ungeklärt[17][18]. Im zweiten Fall war ein 23-jähriger von einem Kosovo-Albaner erstochen worden, weil der Täter in einer Gaststätte in stark alkoholisiertem Zustand über die Beine des Opfers gestolpert war, was der Täter als Beleidigung betrachtete[19].

Die ehemalige Eissporthalle Rödermark war die erste Eissporthalle im Rhein-Main-Gebiet. Diese wurde ab 1992 in die Großraumdiskothek Paramount Park umgebaut, die mit einer Gesamtgröße von 3200 Quadratmetern zu den größten und bekanntesten Diskotheken Deutschlands gehörte. Am zweiten Weihnachtstag 2006 brach gegen 22 Uhr ein Großbrand im hinteren Teil der Halle aus. Trotz sofortigem Einsatz der Feuerwehr war der hintere Teil der Halle nicht mehr zu retten. Dieser Teil der Halle wurde in den Wochen nach dem Brand vollständig abgetragen.

Die Kunstfigur wumboR® wurde zum 30-jährigen Bestehen der Stadt Rödermark im Jahr 2007 von den Künstlern Sylvia Baumer und Manfred Blößer erschaffen. Der Name symbolisiert die fünf Stadtteile (Waldacker, Urberach, Messenhausen, Bulau, Ober-Roden) mit großem „R“ für Rödermark am Ende. wumboR® ist Namensgeber eines jährlichen Stadtlaufs im Frühjahr, der durch alle fünf Stadtteile führt. Außerdem radelt er auf einem Radrundweg um die Stadt.

Es besteht eine traditionelle Rivalität zwischen den Stadtteilen Ober-Roden und Urberach, die karnevalistisch immer wieder aufgegriffen wird, z.B. bei Büttenreden und Faschingsumzügen[20]. Die Rivalität ist im Prinzip vergleichbar mit dem sogenannten AKK-Konflikt zwischen Mainz und Wiesbaden.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Ehrenbürger[Bearbeiten]

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten]

Persönlichkeiten, die in Rödermark gewirkt haben[Bearbeiten]

  • Kristina Bach, Schlagersängerin, lebte in den 90ern in Urberach
  • Bernd Spier, Schlagersänger, wohnte bis 2005 in Waldacker
  • Peter Kunter, ehemaliger Fußballtorwart von Eintracht Frankfurt; wohnt in Rödermark und hatte von ca. 1974 bis 2005 eine Zahnarztpraxis in Urberach

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bevölkerung der hessischen Gemeinden (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. Eine imaginäre Reise entlang des 50. Breitengrades - Bei Waldacker wurde der neue Regionalparkabschnitt eingeweiht
  3. Stadt Rödermark Statistik
  4.  Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 355.
  5. Gesetz zur Neugliederung des Landkreises Offenbach vom 26. Juni 1974 (GVBl. I S. 316)
  6. Stadt Rödermark: Ergebnis Bürgermeisterwahl 2011. Abgerufen am 27. März 2011.
  7. Kommunalwahlen 2011 in Hessen. Abgerufen am 3. April 2011.
  8.  Kulturhalle Rödermark - ein Jahrhundertbauwerk In: Offenbach-Post. 20. Januar 1995.
  9. Theater&nedelmann. Abgerufen am 2. März 2011.
  10. Stadt Rödermark: Töpfermuseum. Abgerufen am 2. März 2011.
  11. Musikschule Rödermark. Abgerufen am 7. März 2011.
  12. vhs Rödermark. Abgerufen am 25. Oktober 2012.
  13. Reimelt: Geschichte. Abgerufen am 7. März 2011.
  14. VIDEOR - Unternehmen - Wir stellen uns vor. Abgerufen am 7. März 2011.
  15. MKU Chemie Mineraloel GmbH Rödermark: Firmeninformation. Abgerufen am 7. März 2011.
  16. Köhl GmbH - Geschichte. Abgerufen am 7. März 2011.
  17. Ungelöste Fälle in der Region; in: Offenbach Post Online vom 12. Mai 2010
  18. Aktenzeichen XY-Sendungsinhalt vom 16. Juli 1999
  19. Es gab mehr als ein Opfer; in: Offenbach Post Online vom 25. April 2009
  20. Konfetti- statt Schneeregen; in: Offenbach Post Online vom 16. Februar 2010
  21.  Der Sozialpolitiker Georg Alois Rink In: Offenbach-Post. 19. August 1995.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Rödermark – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien