Otto von Heinemann

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Friedrich Karl Otto von Heinemann (* 7. März 1824 in Helmstedt; † 7. Juni 1904 in Wolfenbüttel) war ein deutscher Bibliothekar und Historiker. Von 1868 bis 1904 war er Leiter der Herzog August Bibliothek in Wolfenbüttel.

Inhaltsverzeichnis

Leben [Bearbeiten]

Der aus einer Beamtenfamilie stammende von Heinemann studierte von 1843 bis 1846 Geschichte und neuere Sprachen in Bonn bei Dahlmann und Berlin bei Ranke. Zwischen 1848 und 1850 war er in Paris als Hauslehrer tätig und wechselte 1852 als Volontär („Wissenschaftlicher Hilfsarbeiter“) an die Wolfenbütteler Herzog August Bibliothek.

Tätigkeit in Wolfenbüttel [Bearbeiten]

Von 1854 bis 1863 war er Lehrer am Gymnasium in Bernburg, wo er nebenamtlich auch das Anhaltische Haus- und Staatsarchiv verwaltete. Im Jahre 1868 wurde von Heinemann als Nachfolger von Ludwig Konrad Bethmann (1812–1867) zum Leiter der Herzog August Bibliothek ernannt, 1880 zum „Oberbibliothekar“. 1897 folgte die Ernennung zum herzoglich braunschweigischen Geheimen Hofrat. Während seiner Amtszeit als Bibliotheksdirektor entstand zwischen 1881 und 1886 der 1887 eröffnete Neubau des Bibliotheksgebäudes. Er reorganisierte die Verwaltung und modernisierte die Katalogisierung der Handschriften und alten Drucke.

Von 1869 bis 1894 unterrichtete er auch am Lehrerinnenseminar in Wolfenbüttel und von 1889 bis 1897 als Lehrbeauftragter an der Technischen Hochschule Braunschweig. Von 1877 bis 1897 war er Vorsitzender des Harzvereins für Geschichte und Altertumskunde und von 1882 bis 1900 Mitglied der anhaltischen Landessynode.

Von Heinemann war seit 1868 korrespondierendes Mitglied der Bayerischen Akademie der Wissenschaften. Er starb am 7. Juni 1904 in Wolfenbüttel. Sein Sohn Lothar war ebenfalls ein namhafter Historiker

Werke (Auswahl) [Bearbeiten]

  • Codex diplomaticus Anhaltinus, 6 Teile, 1867-1883
  • Geschichte von Braunschweig und Hannover, 3 Bände, 1882-1891
  • Die Handschriften der Herzoglichen Bibliothek zu Wolfenbüttel, 8 Bände, 1884-1903
  • Die Herzogliche Bibliothek zu Wolfenbüttel 1550-1893, 2. Aufl. 1894 (Nachdruck 1969)
  • Markgraf Gero. Eine historische Monographie. Braunschweig 1860.

Literatur [Bearbeiten]

Weblinks [Bearbeiten]