Pascal Zuberbühler

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Pascal Zuberbühler
Spielerinformationen
Geburtstag 8. Januar 1971
Geburtsort FrauenfeldSchweiz
Größe 1,97 m
Position Torwart
Vereine in der Jugend
1983–1992 FC Frauenfeld
Vereine als Aktiver
Jahre Verein Spiele (Tore)1
1991–1999
1999–2006
2000–2001
2001
2006–2007
2007–2008
2008–2011
Grasshoppers Zürich
FC Basel
Bayer 04 Leverkusen (Leihe)
FC Aarau (Leihe)
West Bromwich Albion
Neuchâtel Xamax
FC Fulham
187 (0)
178 (0)
013 (0)
002 (0)
015 (0)
051 (0)
0 (0)
Nationalmannschaft2
1994–2008 Schweiz 51 (0)
1 Angegeben sind nur Liga-Spiele.
Stand: 24. Juni 2008
2 Stand: 24. Juni 2008

Pascal Zuberbühler (* 8. Januar 1971 in Frauenfeld), genannt Zubi, ist ein ehemaliger Schweizer Fussballtorwart und seit Sommer 2013 Torwarttrainer beim Servette FC. Er spielte u. a. in Deutschland und England und war bis zur Fussball-Europameisterschaft 2008 Torwart der Schweizer Fussballnationalmannschaft.

In seiner Karriere errang er mit seinen Vereinsmannschaften sechs Meistertitel, drei Cupsiege und viermal die Teilnahme an der Champions League.

Karriere[Bearbeiten]

Verein[Bearbeiten]

Zwischen 1991 und 1999 spielte Zuberbühler für Grasshopper Zürich und absolvierte 187 Spiele für den Verein, wobei er dreimal die Schweizer Liga und einmal den Schweizer Pokal gewann. Danach wechselte er zum FC Basel, mit dem er weitere Meisterschaften und Pokalsiege errang. Bei Basel überzeugte er mit guten Leistungen, in der Liga, Pokal und auch in der Champions League, war aber wegen einiger Fehler auch Kritik ausgesetzt. Im Sommer 2000 wurde Zuberbühler an Bayer 04 Leverkusen, der von Christoph Daum trainiert wurde, ausgeliehen. Dort wurde er nach einigen Monaten unter dem neuen Trainer Berti Vogts von Adam Matysek aus dem Tor verdrängt. Er machte noch fünf weitere Spiele im Tor der Leverkusener, doch da er mittlerweile auch von dein eigenen Fans ausgepfiffen wurde, und wieder aus dem Tor genommen wurde, entschied er sich im März 2001, Leverkusen zu verlassen.[1] Es folgte eine kurze Ausleihe an den FC Aarau, bis er wieder nach Basel zurückkehrte und dort bis 2006 spielte.

Im Sommer 2006 wechselte er nach England zu West Bromwich Albion. Zunächst zeigte er gute Leistungen unter Trainer Bryan Robson. Nach 15 Spielen wurde er vom neuen Trainer Tony Mowbray aus der ersten Mannschaft genommen, bedingt durch negative Fanreaktionen. Nachdem Stammkeeper Russell Hoult suspendiert worden war, kehrte Zuberbühler zunächst wieder in die erste Mannschaft zurück. Doch nach der Verpflichtung von Dean Kiely als neue Nummer eins bestritt Zuberbühler kein Spiel mehr für West Bromwich und sah seine Chancen in der Nationalmannschaft hinsichtlich der Euro 2008 als gefährdet.

Im Sommer 2007 wechselte er daher zu Neuchâtel Xamax und unterschrieb einen Vertrag über 18 Monate. Nach einem Jahr kehrte er im August 2008 wieder nach England zurück, als er einen Kontrakt beim FC Fulham unterschrieb. Dort kam er aber in seinen ersten beiden Saisons bis auf ein einziges Spiel im Ligacup nie zum Einsatz und war nur Ersatztorhüter hinter Mark Schwarzer. Nach der Spielzeit 2010/11 beendete er seine aktive Karriere und wurde Torwarttrainer.

Er steht beim Servette FC Genève als technischer Direktor unter Vertrag.

Nationalmannschaft[Bearbeiten]

Zuberbühler im Trainingslager vor der Euro 2008

Zuberbühler gab sein A-Nationalmannschaftsdebüt am 6. September 1994 gegen die Vereinigten Arabischen Emirate, kam aber in den darauf folgenden Jahren nur selten zum Einsatz.

Er war von 2004 bis 2007 Stammtorwart der Nationalmannschaft und bestritt 51 Länderspiele. Höhepunkt war die Teilnahme an der Weltmeisterschaft 2006. Dort blieb die Schweiz in allen Gruppenspielen ohne Gegentor. Nachdem auch das Achtelfinale nach einem 0:0 ins Elfmeterschießen ging, hielt Zuberbühler den ersten Elfmeter. Dennoch gewann die Ukraine, da die Schweiz keinen Elfmeter verwandelte. Es war das erste Mal, dass eine Mannschaft ohne Gegentor aus einer Weltmeisterschaft ausschied. Im Februar 2008 entschied der damalige Schweizer Nationaltrainer Jakob Kuhn, dass Zuberbühler nur die Nummer zwei im Aufgebot der Schweiz für die EM 2008 in Österreich und der Schweiz sei und Diego Benaglio während des Turniers im Schweizer Tor stehen würde.

Anlässlich des dritten Vorrundenspiels gegen Portugal am 15. Juni 2008, bei dem es sich für die Schweizer Nationalmannschaft nur noch um ein Abschiedsspiel handelte, setzte Kuhn Zuberbühler noch ein letztes Mal ein. Das Spiel, das die Schweiz mit 2:0 gewann, war sein 51. und letztes im Trikot der Nationalmannschaft.

Privates[Bearbeiten]

Zuberbühler ist mit der Spanierin Beatriz verheiratet.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Pascal Zuberbühler – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Pascal Zuberbühler, das Mobbing-Opfer aus Leverkusen. auf: www.welt.de, 12. März 2001.