West Bromwich Albion

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West Bromwich Albion
West Bromwich Albion.svg
Voller Name West Bromwich Albion Football Club
Ort West Bromwich
Gegründet 1878
Stadion The Hawthorns
Plätze 26.500
Präsident EnglandEngland Jeremy Peace
Trainer SpanienSpanien Pepe Mel
Homepage www.wba.co.uk
Liga Premier League
2013/14 17. Platz
Heim
Auswärts

West Bromwich Albion (offiziell: West Bromwich Albion Football Club) – auch bekannt als The Baggies oder The Throstles (die Drosseln) – ist ein Fußballverein aus West Bromwich im Metropolitan Borough Sandwell der West Midlands, England. Er wurde 1878 von Sprungfedernfabrikarbeitern gegründet und ist einer der bekanntesten Fußballvereine aus dem Großraum Birmingham (West Midlands).

Geschichte[Bearbeiten]

1878 wurde von Arbeitern des Salter's Spring Works der Verein West Bromwich Strollers gegründet. Aus diesem entwickelte sich der heutige Klub. Am 23. November des gleichen Jahres kam es zum ersten Spiel des Teams gegen eine Auswahl von Arbeitern der lokalen Seifenfabrik. Die Partie endete 0:0-Unentschieden. Beide Mannschaften liefen mit je 12 Spielern in der Startformation auf. Ende 1879 oder erst 1880 kam es zu Umbenennung in den noch heute gültigen Vereinsnamen. 1888 war West Bromwich Albion eines der Gründungsmitglieder der englischen Football League.

Das Albion-Team im Jahre 1883. Das wohl erste Mannschaftsbild des Teams.

Der Verein war 1957 die erste britische Mannschaft, die in der Sowjetunion ein Spiel gewann und 1978 die erste britische Mannschaft, die in der Volksrepublik China spielte. Während der Reise durch China wurde ein Spieler (wohl John Trewick) gefragt, was er über die Chinesische Mauer denke. Seine berühmte Antwort war: „Wenn du eine Mauer gesehen hast, hast du alle gesehen.“

Am Ende der Saison 2001/2002 stieg WBA erstmals seit Mitte der 1980er Jahre wieder in die Premier League auf, stieg allerdings in der Folgesaison 2002/03 direkt wieder ab. Dem Abstieg folgte der erneute Wiederaufstieg in die Premier League in der Saison 2003/04.

In der Saison 2004/05 sollten der Verein und die Fans eines der selten gewordenen Fussballwunder erleben: Vor dem letzten Spieltag war WBA mit 31 Punkten Tabellenletzter, schon zur Winterpause lag das Team hoffnungslos auf dem letzten Rang. Davor lagen der FC Southampton (32 Punkte), Crystal Palace (32 Punkte) und auf dem rettenden 17. Tabellenplatz Norwich City mit 33 Punkten. Am letzten Spieltag verlor Norwich beim FC Fulham mit 0:6, Southampton verlor sein Heimspiel gegen Manchester United mit 1:2 und Crystal Palace kam bei Charlton Athletic trotz 2:1-Führung 8 Minuten vor Schluss letztlich nicht über ein 2:2 hinaus. Da West Bromwich Albion 2:0 gegen den FC Portsmouth gewann, verbesserte sich die Mannschaft um drei Tabellenplätze und konnte so den Klassenerhalt sichern. Nie zuvor konnte eine Mannschaft, die zur Jahreswende so aussichtslos Tabellenletzter war, den Abstieg noch verhindern. Der 15. Mai 2005 ging als „Das Wunder von West Bromwich“ (oder: „The Great Escape“, in Anlehnung an den gleichnamigen Spielfilm) in die Geschichte des Vereins, der Stadt und des englischen Fußballs ein.

In der Saison 2005/06 stieg West Bromwich Albion allerdings doch in die zweite Liga ab. WBA strebte in der Saison 2006/07 den direkten Wiederaufstieg an, doch eine Schwächeperiode im März verhinderte dies. In der Saison 2007/08 gelang schließlich das ersehnte Comeback: ein 2:0-Auswärtssieg bei den Queens Park Rangers am letzten Spieltag sicherte den Aufstieg und gleichzeitig die Meisterschaft der zweithöchsten Spielklasse („Championship“). Der Verbleib dauerte aber erneut nur ein Jahr; bereits nach Ablauf der Saison 2008/09 musste der Klub als Tabellenletzter in die Zweitklassigkeit zurückkehren. Dort gelang es der nach dem Abstieg nur geringfügig veränderten Mannschaft, von Beginn an einen Spitzenplatz zu belegen. Am Ende erreichte man 91 Punkte und damit Platz zwei hinter Newcastle United und somit erneut den direkten Wiederaufstieg.

Name[Bearbeiten]

Der Name bezieht sich auf die antike Bezeichnung für England, Albion. Der ursprüngliche Spitzname The Throstles (die Drosseln) kam zustande, da sie eine Drossel auf dem Trikot trugen. Der mehr benutzte und bekannte Spitzname The Baggies kam auf, als sie in einer Saison unmodisch lange Hosen trugen.

Spielstätten[Bearbeiten]

Die ersten Vereinsjahre waren durch zahlreiche Änderungen der Spielstätten geprägt. In den ersten zwei Jahren 1878/79 war Cooper’s Hill der Spielort. In den darauf folgenden zwei Saisons wechselte man zwischen Cooper’s Hill und dem Dartmouth Park hin und her. In der Saison 1881/82 wiederum spielte man am Bunn’s Field, auf dem 1500 bis maximal 2000 Zuschauer Platz fanden. Ab 1885 spielte man an der Stoney Lane. In dieser Phase erlebte der Verein mit dem Gewinn des FA Cups die erfolgreichste Zeit. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts benötigte der Verein allerdings ein größeres Stadion. Im Gegensatz zu den bisherigen Spielstätten sollte das Stadion außerhalb der Stadt liegen. Das erworbene Grundstück musste als erstes jedoch von Weißdorn befreit werden. Aufgrund dieser Tatsache trägt das Stadion auch heute noch den Namen „The Hawthorns“. Unter den Fans heißt es, dass die gastierende Auswärtsmannschaft wortwörtlich im Weißdorn Gebüsch spielen muss. Am 3. September 1900 fand schließlich das erste Spiel im neuen Stadion statt. Das Spiel gegen Derby County endete schließlich mit 1:1 unentschieden. In den nächsten Jahrzehnten wurde das Stadion schließlich Schrittweise ausgebaut. So wurden 1920 die ersten Tribünen am Spielfeldrand errichtet und 1949 folgten bereits elektrische Drehkreuze an den Eingängen um die exakte Zuschauerzahl feststellen zu können. Den FA-Cup Viertelfinalsieg (3:1) am 6. März 1937 gegen den FC Arsenal verfolgten 64815 Zuschauer live im Stadion, was bis heute die höchste Zuschauerzahl im „The Hawthorns“ ist. 1957 wurden schließlich Flutlichtmasten installiert. In den 90er Jahren wurden schließlich die letzten Stehplätze in Sitzplätze umgewandelt, was auch zu Lasten der Kapazität ging. Heute bietet das Stadion 26500 Zuschauern Platz. Die letzte Neuerung am Stadion fand mit der Installation einer Videoleinwand 2002 statt. Im Übrigen ist das Hawthorns das höchstgelegene Stadion aller 92 Premier League und Football League Klubs (168 über dem Meeresspiegel).

Rivalitäten[Bearbeiten]

Legendär und von Hass geprägt ist das Verhältnis zu den Wolves aus dem benachbarten Wolverhampton. Weitere Rivalitäten bestehen aufgrund der örtlichen Nähe zu den beiden Clubs aus Birmingham, Aston Villa und Birmingham City, die sogenannten "West Midland"-Derbys.

Aktueller Kader 2013/14[Bearbeiten]

Stand: 19. Mai 2014 [1]

Nr. Position Name
1 EnglandEngland TW Ben Foster
2 IrlandIrland MF Steven Reid
3 SchwedenSchweden AB Jonas Olsson
4 MazedonienMazedonien AB Goran Popov
5 ArgentinienArgentinien MF Claudio Yacob
6 EnglandEngland AB Liam Ridgewell
7 SchottlandSchottland MF James Morrison
10 EnglandEngland MF Scott Sinclair
11 NordirlandNordirland MF Chris Brunt (C)Kapitän der Mannschaft
13 WalesWales TW Boaz Myhill
14 UruguayUruguay AB Diego Lugano
16 NigeriaNigeria ST Victor Anichebe
17 SchottlandSchottland MF Graham Dorrans
18 FrankreichFrankreich MF Morgan Amalfitano
Nr. Position Name
19 EnglandEngland TW Luke Daniels
20 TschechoslowakeiTschechoslowakei ST Matej Vydra
21 Kongo Demokratische RepublikDemokratische Republik Kongo MF Youssuf Mulumbu
22 UngarnUngarn MF Zoltán Gera
23 NordirlandNordirland AB Gareth McAuley
25 EnglandEngland AB Craig Dawson
28 EnglandEngland AB Billy Jones
29 FrankreichFrankreich MF Stéphane Sessegnon
36 EnglandEngland ST Adil Nabi
38 EnglandEngland ST Saido Berahino
40 EnglandEngland AB Liam O'Neill
50 FrankreichFrankreich ST Thievy Bifouma

Erfolge[Bearbeiten]

Statistiken und Rekorde[Bearbeiten]

Spieler mit den meisten Toren[Bearbeiten]

Hinweis: nur offizielle Wettkämpfe (inkl. Einwechslungen) – Die Angaben in Klammern stehen für die insgesamt absolvierten Spiele. Sonstige Spiele meint das Community Shield, Weltpokal, europäischer Supercup

# Name Liga FA Cup Ligapokal Sonstige Summe
1 Tony Brown 218 (574) 27 (54) 17 (47) 17 (45) 279 (720)
2 Ronnie Allen 208 (415) 42 (23) 0 (0) 3 (1) 234 (458)
3 W.G. Richardson 202 (320) 26 (34) 0 (0) 0 (0) 228 (354)
4 Jeff Astle 137 (292) 14 (23) 19 (28) 4 (18) 174 (361)
5 Derek Kevan 157 (262) 16 (29) 0 (0) 0 (0) 173 (291)
6 Joe Carter 145 (414) 10 (37) 0 (0) 0 (0) 155 (451)
7 Tommy Glidden 135 (445) 5 (33) 0 (0) 0 (1) 140 (479)
8 Bob Taylor 113 (324) 4 (10) 6 (22) 8 (21) 131 (377)
9 Fred Morris 112 (263) 4 (20) 0 (0) 2 (4) 118 (287)
10 Cyrille Regis 82 (237) 10 (25) 16 (28) 4 (12) 112 (302)

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: West Bromwich Albion – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Kader 2013/14 von West Bromwich Albion (abgerufen am 19. Mai 2014, Spieler mit Vertrag bis zum Saisonende fehlen z.T. bereits). (en)