Pfadfinder (Militär)

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Pfadfinder (vor dem Zweiten Weltkrieg auch Vortrab oder Vorhut; nach dem Zweiten Weltkrieg Aufklärer, Späher oder Kundschafter) bezeichnet man militärische Einheiten wie beispielsweise Fallschirmjäger oder Flugzeugverbände, die gegnerisches Gebiet im Vorfeld einer Operation oder Ähnlichem erkunden und erste taktische bzw. strategische Ziele sichern, um den nachfolgenden Truppen die geplante Aktion zu erleichtern. Die Pfadfinder setzen unter anderem Leuchtmarkierungen ein, um den restlichen Einheiten den Weg zu weisen.

Geschichte[Bearbeiten]

Im Zweiten Weltkrieg wurden Pfadfinder bei Operationen wie der Operation Neptune – im Form von Fallschirmtruppen – und der Schlacht um Caen – in Form von Bombern – eingesetzt.

Angelsächsischer Raum[Bearbeiten]

Pathfinder bezeichnet spezialisierte, luftanlandefähige, infantristische und temporär motorisierte Fallschirmjäger-Fernaufklärungs- und Kommandoverbände des Britischen Heeres (Pathfinder Platoon der 16 Air Assault Brigade), des US-Amerikanischen Heeres (z. B. Pathfinder der 82. und der 101. US-Luftlandedivision) und des Kanadischen Heeres.

Das operative Spektrum der Pathfinder reicht von der Landungszonenerkundung und deren Sicherung, Kommandooperationen, bis hin zur eigenständigen bodengebundenen Fernaufklärung. Das Pathfinder Platoon nimmt Aufklärungsoperationen sowohl verdeckt als auch offen, bis hin zu gewolltem Feindkontakt, vor. Dieses weit gespannte Aufgabenspektrum geht über das Fähigkeitenprofil der Fallschirmspezialzüge der Fallschirmjägertruppe der Bundeswehr deutlich hinaus. Nach deutschen Militärkategorien bemessen, kann das britische Pathfinder Platoon als eine Mischung aus Fallschirmspezialzug, Fernspäheinheit und Kommandoeinheit definiert werden.

Verschiedene Arten[Bearbeiten]

Pfadfinderflugzeuge[Bearbeiten]

Pfadfinderflugzeuge flogen vor und im Flugzeugverband. Ihre Aufgabe war das Führen des Verbandes zum Ziel und die Identifizierung und Markierung des Angriffszieles. Während die vorausfliegenden Maschinen die Erstmarkierung übernahmen, hatten die im Verband fliegenden Maschinen die Aufgabe, die Zielmarkierung immer wieder zu erneuern, um einen möglicherweise von Dunkelheit, Rauch und Feuer eingehüllten Zielpunkt erneut für die anfliegenden Bomber klar zu definieren.

Die Pathfinder Force des RAF Bomber Command (später No. 8 (Pathfinder Force) Group) wurde im August 1942 aufgestellt. Die 8. US-Luftflotte folgte 1943 mit der 482nd Bombardment Group (Pathfinder). Die bei Nachtangriffen zur Zielmarkierung in Gruppen eingesetzte Leuchtmunition der Pfadfinderflugzeuge bekam von der deutschen Bevölkerung den Spitznamen "Christbäume".

Deutscherseits führte die Kampfgruppe 100 beim Luftangriff auf England und den Luftangriffen auf Moskau sämtliche Weg- und Zielmarkierungen durch.[1] Im April 1943 entstand die I. Gruppe/KG 66 als Pfadfinderverband. Sie war in Frankreich stationiert und führte bei Luftangriffen auf England (z.B. Unternehmen Steinbock) Weg- und Zielmarkierungen durch.[2]

Siehe auch[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Wolfgang Dierich: Die Verbände der deutschen Luftwaffe 1935–1945, Verlag Heinz Nickel, ISBN 3-925-480-15-3, S. 140
  2. Wolfgang Dierich: Die Verbände der deutschen Luftwaffe 1935–1945, Verlag Heinz Nickel, ISBN 3-925-480-15-3, S. 131