Paul Bodmer

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Paul Bodmer (* 18. August 1886 in Zürich; † 19. Dezember 1983 ebenda) war ein Schweizer Bühnen- und Wandmaler der Moderne.

Werdegang[Bearbeiten]

Bodmer war nach einer Lehre als Theatermaler zuerst in Deutschland tätig. Seit 1910 wirkte er in der Schweiz. Bekannt wurde er für seine Wandbilder und Fresken. Mehrere Bilder erregten öffentlichen Aufruhr[1] und mussten wieder übermalt werden[2], so seine abstrakten Bilder im Zoologischen Institut der Universität Zürich und im Schulhaus Letten. Heute noch zu sehen sind seine Fresken im Kreuzgang des Fraumünsters, die er 1924 bis 1934 schuf. Sie stellen die Legenden um die Gründung der Fraumünsterabtei dar. Bodmer leistete einen wichtigen Beitrag zur Erneuerung der reformierten religiösen Malerei in der Schweiz. 1937 schuf Bodmer ein Fresko mit schwebenden Engeln in der kurz zuvor errichteten Neuen Kirche Wollishofen.

Im Gemeindehaus von Zollikon bemalte Bodmer 1941–1945 die Wände des Sitzungssaales mit Fresken. Ein Teil zeigt die Zolliker Wehrpflichtigen, die sich 1476 vor der Schlacht bei Murten in Zollikon besammeln, der andere Teil zeigt die Schenkung eines Zolliker Rebberges an Mechthild die Äbtissin des Fraumünsters im Jahr 1145.

Galerie[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Heini Waser: Ein Zolliker Künstler: Paul Bodmer in: Zolliker Jahrheft, Zollikon 1982, S. 42–49.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Paul Bodmer – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Quellen[Bearbeiten]

  1. Helene Arnet: Da stand plötzlich Frau Müller nackt in der Uni, Das Universitätsgebäude verursachte, kaum war es 1914 eröffnet, einen handfesten Skandal. Die nackten Figuren in Paul Bodmers Wandmalereien seien der bildsamen Jugend nicht zumutbar, hiess es. Tages-Anzeiger, Zürich 16. April 2014
  2. Philipp Meier: Zürcher Kunstskandal «Obszöne Schmierereien», NZZ, Zürich 15. April 2014