Sternenberg ZH

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ZH ist das Kürzel für den Kanton Zürich in der Schweiz und wird verwendet, um Verwechslungen mit anderen Einträgen des Namens Sternenbergf zu vermeiden.
Sternenberg
Wappen von Sternenberg
Staat: Schweiz
Kanton: Zürich (ZH)
Bezirk: Pfäffikonw
Gemeinde: Baumai2
Postleitzahl: 8499
Koordinaten: 711578 / 24941547.386118.916385870Koordinaten: 47° 23′ 10″ N, 8° 54′ 59″ O; CH1903: 711578 / 249415
Höhe: 870 m ü. M.
Fläche: 8.75 km²
Einwohner: 353 (31. Dezember 2007)
Einwohnerdichte: 40 Einw. pro km²
Sternenberg

Sternenberg

Karte
Sternenberg ZH (Schweiz)
Sternenberg ZH
ww
Gemeindestand vor der Fusion am 1. Januar 2015

Sternenberg ist ein Dorf im Bezirk Pfäffikon des Kantons Zürich in der Schweiz. Bis zum 31. Dezember 2014 war es eine politische Gemeinde, seit dem 1. Januar 2015 gehört Sternenberg zur Gemeinde Bauma.

Geographie[Bearbeiten]

Die Ortschaft Sternenberg liegt auf rund 900 m ü. M. im Zürcher Oberland und ist damit die höchstgelegene Gemeinde des Kantons. Sie liegt rund 40 km östlich von Zürich unweit des Bezirkshauptorts Pfäffikon.

Die reformierte Kirche liegt auf 870 m ü. M., der höchste Punkt ist das Chlihörnli auf 1'073 m ü. M., ein Nebengipfel des Hörnli. Der tiefste Punkt befindet sich im Steinenbachtal auf 660 m ü. M..

Die ehemalige Gemeindefläche umfasste 875 ha, hiervon waren 425 ha Wald.[1]

Geschichte[Bearbeiten]

Die ehemalige Gemeinde Sternenberg gehörte bis 1798 zur Grafschaft Kyburg, während der Helvetik zum Distrikt Fehraltorf und während der Mediationszeit zum Bezirk Uster. Die Kirche in Sternenberg wurde in den Jahren 1705 und 1706 aus den Steinen des Schlosses Sternenberg erbaut und am 12. September 1706 in Gegenwart des Burgermeisters Escher und seiner zwei Söhne, des Landvogts von Kyburg und mehrerer Glieder der Familie Landenberg eingeweiht.[2]

Die ehemalige Gemeinde hat seit dem 19. Jahrhundert durch Abwanderung einen Grossteil ihrer Einwohner verloren. Lebten seinerzeit noch 1432 Menschen in Sternenberg, so weist die Statistik 2006 nur noch 356 Einwohner aus. Nicht zuletzt deshalb wurde der Zusammenschluss der Gemeinden Bauma und Sternenberg per 1. Januar 2015 beschlossen.

Infrastruktur[Bearbeiten]

Sternenberg verfügt über das Primarschulhaus Wies, das auch einen integrierten Kindergarten hat. Die reformierte Dorfkirche steht im Zentrum der ehemaligen kleinen Gemeinde. Es gibt seit 2002 keine eigene Poststelle mehr, dieser wurde von der Schweizer Post in einen Haus-Service umgewandelt.[3]

Seit dem Jahr 1971 gibt es einen Skilift in Sternenberg. Dieser war zunächst am Schatzböl installiert und wurde ein Jahr später zum heutigen Standort Rossweid verlegt. Die Betreibergesellschaft wurde 1987 in die Form der Genossenschaft Skilift Sternenberg umgewandelt. Anfang des 21. Jahrhunderts wurde der alte Skilift vollständig abgerissen und durch eine neue Liftanlage ersetzt.[4]

Verkehr[Bearbeiten]

Eine Buslinie wird durch die Postauto AG betrieben:

Wirtschaft[Bearbeiten]

In der ehemaligen Gemeinde sind die beiden Käsereien Käserei Preisig, welche im Dorf selbst liegt, und die Käserei Stillhart ansässig. Es gibt zwei Restaurants, der Sternen und der Alte Steinshof.[6]

Politik[Bearbeiten]

Die ehemalige Gemeindepräsidentin war seit 2002 Sabine Sieber Hirschi (SP)[7], welche für den Bezirk Pfäffikon als Sternenbergerin seit 2010 auch gleichzeitig im Kantonsrat Zürich sitzt.[8]

Wappen[Bearbeiten]

Blasonierung

In Blau ein silberner Sechsberg mit aufgesetztem goldenem Stern

Film "Sternenberg"[Bearbeiten]

Schweizweite Bekanntheit erlangte die ehemalige Gemeinde Sternenberg durch die gleichnamige Filmkomödie aus dem Jahre 2004. Franz Engi (gespielt von Mathias Gnädinger) kehrt in das Dorf seiner Kindheit zurück. Um die Dorfschule vor der Schliessung zu retten, wird er selbst wieder Schüler.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Hans Martin Gubler, Die Kunstdenkmäler des Kanton Zürich Band 3: Die Bezirke Pfäffikon und Uster. Hrsg. von der Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte GSK. Bern 1978 (Kunstdenkmäler der Schweiz Band 66). ISBN 3-7643-0991-1. S. 331–339.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Sternenberg – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. http://www.sternenberg.ch/de/portrait/geschichte/welcome.php?action=showinfo&info_id=6027 (abgerufen am 11. September 2013)
  2. Friedrich Vogel. Die alten Chroniken oder Denkwürdigkeiten der Stadt und Landschaft Zürich von der ältesten Zeiten bis 1820. Zürich 1845. S. 752 f.
  3. http://www.sternenberg.ch/de/portrait/geschichte/welcome.php?action=showinfo&info_id=5941 (abgerufen am 11. September 2013)
  4. http://www.skilift-sternenberg.ch/geschichte/index.html (abgerufen am 11. September 2013)
  5. http://www.zvv.ch/opencms/export/sites/default/history-de/fahrplanverfahren14/809.pdf, Information des Zürcher Verkehrsverbunds zur Linie 809 (abgerufen am 2. März 2014)
  6. http://www.sternenberg.ch/de/portrait/geschichte/welcome.php?action=showinfo&info_id=5941 (abgerufen am 11. September 2013)
  7. http://www.vimentis.ch/sabine_sieberhirschi/ (abgerufen am 11. September 2013)
  8. http://www.kantonsrat.zh.ch/Mitglieder/Mitglieder.aspx?PersonID=f23f6825-b915-48b9-88b6-ca378db36542 (abgerufen am 11. September 2013)
  9. http://www.bernerzeitung.ch/kultur/buecher/Solschenizyns-verlorene-Jahre-in-der-Schweiz/story/20536828