Paul Revere & the Raiders

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Paul Revere & the Raiders waren eine US-amerikanische Rockband.

Geschichte[Bearbeiten]

Paul Revere (* 7. Januar 1938) arbeitete zunächst als Frisör. Später betrieb er ein eigenes Drive-in-Restaurant in Boise, Idaho.[1]

Da er als Kind Klavier- und Orgelspielen gelernt hatte, trat er in seiner Freizeit mit einer kleinen Band auf. Anfang der 1960er-Jahre lernte er Mark Lindsay kennen, der Brot an Pauls Restaurant auslieferte. Mark wurde neuer Leadsänger der Paul Revere & the Raiders genannten Band und 1961 bekamen sie einen Schallplatten-Vertrag. Die Debütsingle hieß Like Long Hair und kam in den USA bis auf Platz 38 der Hitparade.

Inzwischen hatten sich Paul Revere & the Raiders als besonderen Gag das Auftreten in Uniformen des Amerikanischen Unabhängigkeitskrieges[2] ausgedacht. In den folgenden Jahren spielte sich das Quintett von kleinen Clubs auf dem Land bis in die Nightclubs von San Francisco. Bis 1969 veröffentlichte die Band eine ganze Reihe von Erfolgen. Dann beschloss Mark Lindsay, sein Glück als Solist zu versuchen. Er hatte jedoch nur bescheidenen Erfolg und kam 1971 wieder zu der Band zurück, die sich jetzt allerdings nur noch The Raiders nannte. Paul Revere hatte sich aus dem aktiven Geschehen zurückgezogen und machte nur noch das Geschäftliche, während Lindsay fortan für die künstlerischen Belange zuständig war. In dieser Formation hatte die Band ihren größten Hit Indian Reservation, der in den USA Platz 1 der Hitparade erreichte und mit über vier Millionen verkauften Exemplaren der größte Millionenseller in der Plattengeschichte des Labels Columbia Records war.

Mitte der 1970er-Jahre verschwand die Gruppe dann aus den Charts.

Mitglieder Originalbesetzung[Bearbeiten]

  • Paul Revere
  • Mark Lindsay
  • Drake Levin
  • Phil Volke
  • Mike Smith

Hit-Singles[Bearbeiten]

  • Steppin' Out 1965 (USA Platz 41)
  • Just Like Me 1965 (USA Platz 11)
  • Kicks 1966 (USA Platz 4)
  • Hungry 1966 (USA Platz 6)
  • The Great Airplane Strike 1966 (USA Platz 19)
  • Good Thing 1966 (USA Platz 4)
  • Ups And Downs 1967 (USA Platz 21)
  • Him Or Me - What's It Gonna Be? 1967 (USA Platz 5)
  • I Had A Dream 1967 (USA Platz 17)
  • Peace Of Mind 1967 (USA Platz 37)
  • Too Much Talk 1968 (USA Platz 12)
  • Don't Take It So Hard 1968 (USA Platz 18)
  • Cinderella Sunshine 1968 (USA Platz 42)
  • Mr. Sun, Mr. Moon 1969 (USA Platz 16)
  • Let Me 1969 (USA Platz 14, D Platz 31)
  • We Gotta All Get Together 1969 (USA Platz 32)
  • Indian Reservation (The Lament Of The Cherokee Reservation Indian) 1971 (USA Platz 1, D Platz 38)
  • Birds Of A Feather 1971 (USA Platz 17)
  • Country Wine 1972 (USA Platz 38)
  • Powder Blue Mercedes Queen 1972 (USA Platz 57)
  • Song Seller 1972 (USA Platz 90)
  • Love Music 1973 (USA Platz 56)

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. http://www.paulrevereraiders.com/scrapbook.html
  2. http://www.flakmag.com/music/paulrevere.html (Text und Bild)

Literatur[Bearbeiten]

  • Stambler, Irwin: The Encyclopedia Of Pop, Rock And Soul. 3. überarbeitete Auflage, New York City, New York: St. Martin’s Press, 1989, S. 567f – ISBN 0-312-02573-4

Weblinks[Bearbeiten]