Pyeongchang

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Pyeongchang
Koreanisches Alphabet: 평창군
Chinesische Schriftzeichen: 平昌郡
Revidierte Romanisierung: Pyeongchang-gun
McCune-Reischauer: P'yŏngch'ang-gun
Basisdaten
Provinz: Gangwon-do
Koordinaten: 37° 22′ N, 128° 23′ O37.363055555556128.38611111111Koordinaten: 37° 22′ N, 128° 23′ O
Fläche: 1.463,68 km²
Einwohner: 43.706 (Stand:  2008)
Bevölkerungsdichte: 30 Einwohner je km²
Gliederung: 1 eup, 7 myeon
Karte
Pyeongchang (Südkorea)
Pyeongchang
Pyeongchang
Pyeongchang auf der Karte von Südkorea.
Emblem von Pyeongchang

Pyeongchang (dt. wörtlich „Friede und Gedeihen“) ist ein Landkreis (Pyeongchang-gun) mit 43.706 Einwohnern in der südkoreanischen Provinz Gangwon-do sowie ein gleichnamiger Ort (Pyeongchang-eup) in demselbigen mit 9.940 Einwohnern. Der Landkreis wird der Austragungsort der Olympischen Winterspiele 2018 sein.

Geografie[Bearbeiten]

Pyeongchang liegt rund 130 km östlich der Hauptstadt Seoul in dem größten Gebirgszug der Koreanischen Halbinsel, dem Taebaek-Gebirge, der sich über weite Teile der Ostküste erstreckt. Der Namhangang, der südliche Zweig des Hangangs, entspringt in dem Kreis. Begünstigt durch eine Höhe von etwa 700 Metern gibt es lange und schneereiche Winter. Der Odaesan ist ein bekanntes, nationales Skigebiet, zudem gibt es mehrere Golfplätze.

Im Norden grenzt Pyeongchang an Hongcheon, im Nordosten an Gangneung und im Osten an Jeongseon. Im Süden liegt Yeongwol, im Westen Hoengseong.

Wintersport[Bearbeiten]

Yongpyong Ski Resort in Pyeongchang (Daegwallyeong)

Im Januar 2007 fand der 18. Interski-Kongress in Pyeongchang statt. Nach Japan ist Südkorea erst das zweite asiatische Land, in dem er veranstaltet wurde. Durch seine Bewerbungen um die Olympischen Winterspiele sowie die Austragung eines Biathlon-Weltcups im Februar/März 2008 als Einstimmung auf die Biathlon-Weltmeisterschaften 2009 hat Pyeongchang einen gewissen Bekanntheitsgrad erlangt.

Bedeutendstes Ski-Gebiet ist das Yongpyong Ski Resort in Daegwallyeong (nicht zu verwechseln mit der ländlichen Gemeinde Yongpyeong-myeon), das auch Austragungsort für den Abfahrts- und Slalomlauf der Olympischen Winterspiele 2018 sein wird. Das Gebiet verfügt über 31 Pisten, 15 Skilifte, eine 3,7 km lange Seilbahn und mit dem Dragon Plaza über das größte Ski-Haus Südkoreas.[1]

Olympische Winterspiele[Bearbeiten]

Pyeongchang bewarb sich erstmals für die Olympischen Winterspiele 2010, scheiterte jedoch mit 53 zu 56 Stimmen in der letzten Abstimmungsrunde gegen Vancouver. In der Abstimmungsrunde davor erhielt Pyeongchang 51, Vancouver 40, und Salzburg 16 Stimmen. Eine erneute Bewerbung um die Winterspiele 2014 scheiterte ebenfalls, die Spiele gingen an Sotschi in Russland.

Eine dritte Bewerbung war schließlich erfolgreich, bei der Vergabe um die Olympischen Winterspiele 2018 setzte sich Pyeongchang mit 63 Stimmen im ersten Wahlgang gegen die Bewerbungen von München (25 Stimmen) und Annecy (Frankreich, 7 Stimmen) durch.[2]

Pyeongchang-gun innerhalb der Provinz Gangwon

Administrative Unterteilung[Bearbeiten]

Der Kreis umfasst eine Kleinstadt (Eup) und 7 Landgemeinden (Myeong) mit einer Gesamtfläche von 1418,72 km².

Hangeul Hanja Rev. Roman. Fläche (km²) Bevölkerung Karte
평창읍 平昌邑 Pyeongchang-eup 116,31 9.940 Karte
미탄면 美灘面 Mitan-myeon 109,43 1.881
방림면 芳林面 Bangnim-myeon 120,85 2.596
대화면 大和面 Daehwa-myeon 166,6 6.564
봉평면 蓬坪面 Bongpyeong-myeon 217,41 5.545
용평면 龍坪面 Yongpyeong-myeon 135,43 3.129
진부면 珍富面 Jinbu-myeon 331,06 9.722
대관령면 大關嶺面 Daegwallyeong-myeon 221,63 6.231

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Woljeongsa-Pagode.

Zu den touristischen Sehenswürdigkeiten[3] dieses Kreises gehört die achteckige Stein-Pagode mit neun Stockwerken im Woljeongsa-Tempel, der sich in der nördlichen Gemeinde Daegwallyeong im Odaesan-Gebirge befindet. Es wird angenommen, dass diese im 10. Jahrhundert errichtet wurde.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Pyeongchang – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Life in Korea: Yongpyong Resort (abgerufen am 10. Juli 2011)
  2. Welt-Online: Gegen 498 Schneekanonen verliert selbst Kati Witt (abgerufen am 6.Juli 2011)
  3. Pyeongchang-gun, Gangneung-si, und Wonju-si (deutsch) (abgerufen am 10. Juli 2011)