Olympische Winterspiele 2018

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XXIII. Olympische Winterspiele
PyeongChang 2018 Winter Olympics.svg
Motto New Horizons (새로운 지평)
Austragungsort Pyeongchang, Südkorea
Wettbewerbe ? in 7 Sportarten
Eröffnung 9. Februar 2018
Schlussfeier 25. Februar 2018
Stadion Olympiapark Hoenggye

Die XXIII. Olympischen Winterspiele sollen vom 9. bis 25. Februar 2018 in der südkoreanischen Stadt Pyeongchang stattfinden. Es sind nach den Sommerspielen 1988 in Seoul die zweiten Olympischen Spiele in Südkorea. Gleichzeitig finden nach 1972 in Sapporo und 1998 in Nagano damit zum dritten Mal Olympische Winterspiele in Ostasien statt. Für Pyeongchang war es nach den knapp gescheiterten Bewerbungen 2010 und 2014 der dritte Anlauf einer Bewerbung. Für die Ausrichtung hatten sich auch Annecy und München beworben. Die Bewerbung Pyeongchangs enthielt allerdings das Versprechen, einen Hochgeschwindigkeitszug von und nach Seoul einzurichten, der aber niemals wirklich geplant war.[1]

Wettkampfstätten[Bearbeiten]

2018 Wettkampfstätten

Pyeongchang/Alpensia Resort[Bearbeiten]

Hoenggye[Bearbeiten]

Bongpyeong-Myeon[Bearbeiten]

Jeongseon[Bearbeiten]

  • Jungbong – Ski Alpin (Abfahrt, Super-G)

Yongpyong[Bearbeiten]

Gangneung[Bearbeiten]

Symbolik[Bearbeiten]

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Das Bewerberlogo Pyeongchangs zeigte stilisiert die Silhouette des Taebaeks sowie einige Schneekristalle, was die Schönheit der dortigen Landschaft im Winter darstellen soll.

Das offizielle Logo wurde am 3. Mai 2013 vorgestellt.[3] Es ist angelehnt an das koreanische Alphabet. Dargestellt sind die Anfangsbuchstaben des Austragungsortes Pyeongchang: ㅍ, der ersten Buchstaben der Silbe Pyeong, und ㅊ, der erste Buchstabe der Silbe Chang. Die Farben sind die der olympischen Ringe, repräsentieren aber auch die traditionellen Farben Koreas.[4]

Motto[Bearbeiten]

New horizons (deutsch Neue Horizonte) war der kontinuierlich zu Zeiten der Kandidatur verwendete Bewerbungsslogan Pyeongchangs. Er sollte Koreas Vision darstellen, die Popularität von Wintersport sowohl in Südkorea, als auch in ganz Kontinentalasien zu erhöhen. Informationen zu einem offiziellen Slogan der Winterspiele 2018 wurden noch nicht bekanntgegeben.

Paralympische Winterspiele[Bearbeiten]

Hauptartikel: Winter-Paralympics 2018

Vergabe[Bearbeiten]

Das Internationale Olympische Komitee (IOC) eröffnete am 31. Juli 2009 die Bewerbungsphase. Alle 203 Nationalen Olympischen Komitees waren eingeladen, eine Kandidatur einzureichen.[5] Bis zum Ende der Bewerbungsfrist am 15. Oktober 2009 wurde die Kandidatur von Annecy, München und Pyeongchang durch ihre jeweiligen NOKs offiziell beim IOC angemeldet. Aus den drei vorliegenden Bewerbungen ernannte das IOC am 22. Juni 2010 München und Pyeongchang als offizielle Kandidaten. Annecy, ebenfalls im Status eines offiziellen Kandidaten, musste eine Überarbeitung des Sportstättenkonzeptes nachreichen.[6] Die Mitglieder des IOC entschieden am 6. Juli 2011 in Durban über den Austragungsort.[7] [8]

Wahlresultate
Stadt Staat Wahlergebnis
Pyeongchang Korea SudSüdkorea Südkorea 63
München DeutschlandDeutschland Deutschland 25
Annecy FrankreichFrankreich Frankreich 7

Kandidatenstädte[Bearbeiten]

Annecy, Frankreich[Bearbeiten]

Logo der Kandidatur Annecy 2018

Die französische Bewerbung kam anfangs nur zögerlich zustande. CNOSF, das Nationale Olympische Komitee (NOK) Frankreichs, zielte in erster Linie auf eine Bewerbung von Paris für die Olympischen Sommerspiele 2024, nachdem man für die Olympischen Sommerspiele 2012 London unterlegen war. Gleichwohl bekundeten mit Annecy, Grenoble, Nizza und Pelvoux vier Städte ihr Interesse an einer Ausrichtung der Olympischen Winterspiele 2018. Am 24. September 2008 kündigte das CNOSF eine offizielle Bewerbung an. Annecy wurde am 18. März 2009 als Bewerber benannt.

Das Logo der Bewerbung Annencys symbolisierte die französischen Alpen mit dem Mont Blanc. Die Bewerbung leitete seit Januar 2011 Charles Beigbeder, nachdem kurz zuvor Edgar Grospiron aufgrund der nicht bewilligten Etat-Aufstockung zurückgetreten war.[9]

München, Deutschland[Bearbeiten]

Logo der Kandidatur München 2018

Die Pläne für eine Bewerbung Münchens um die Olympischen Winterspiele konkretisierten sich im Jahr 2005. Eine Machbarkeitsstudie bestätigte die Konkurrenzfähigkeit der Bewerbung. Der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) entschied sich am 8. Dezember 2007 einstimmig für eine Bewerbung Münchens. Die Kandidatur setzte unter dem Slogan Die freundlichen Spiele auf ein 2-Cluster-Konzept mit den Eiswettbewerben in der Stadt und den Schneewettbewerben in Garmisch-Partenkirchen. Mit der kombinierten Kunsteisbahn am Königssee für die Bob-, Rodel- und Skeletonwettbewerbe wurde das Konzept komplettiert. Durch die Nachnutzung der Sportstätten der Olympischen Sommerspiele 1972 und klimaneutrale Konzepte sollten neue ökologische Maßstäbe gesetzt werden. So wurde z.B. in einem besonders unter Nachhaltigkeitsgesichtspunkten durchgeführten Architektenwettbewerb zum Olympischen Dorf das Ziel des Plusenergiestandards für neu zu errichtenden Gebäude definiert.[10]

Die nordischen Wettbewerbe sollten ursprünglich in Oberammergau ausgetragen werden. Bauern fürchteten jedoch irreparable Schäden an ihren Wiesen und weigerten sich, die benötigten Grundstücke für temporäre Einrichtungen zur Verfügung zu stellen. Daraufhin musste im Sommer 2010 die Planung geändert werden; die Wettkampfstätten wurden daraufhin auf dem Gelände eines staatlichen Gestüts bei Ohlstadt geplant. Umweltschützer befürchteten, dass Rodungs- und Planierungsarbeiten für die Anlage bis zu 12 m breiter Pisten irreparable Schäden anrichten würden.[11]

In Garmisch-Partenkirchen formierte sich im Dezember 2010 Widerstand, indem 59 Bauern für die Spiele zwingend benötigte Grundstücke nicht zur Verfügung stellen wollen. Nach Umfragen im Januar 2011 standen bundesweit 75 % der Bevölkerung hinter der Bewerbung. Wäre keine Einigung wegen der benötigten Grundstücke erreicht worden, war eine geringfügige Änderung der geplanten Kandahar-Trasse geplant.[12] Eine interne Umfrage der IOC-Evaluierungskommission ergab im März 2011 einen Zuspruch von 61 % unter der Bevölkerung.[13]

Am 8. Mai 2011 waren knapp 21.000 Einwohner der Gemeinde Garmisch-Partenkirchen aufgerufen, sich in zwei Bürgerentscheiden für oder gegen eine gemeinsame Bewerbung mit München auszusprechen. Der Vorschlag für die Unterstützung der Winterspiele bzw. die Durchführung der Veranstaltung in Zukunft nicht in Frage zu stellen, erhielt 58 % Unterstützung. Der Vorschlag zwei mit der Formulierung, die mit dem IOC vereinbarten Verträge unverzüglich auf Rechtmäßigkeit zu überprüfen, scheiterte mit 49 %. Die zusätzlich gestellte Stichfrage war deshalb ohne Bedeutung.[14]

Der Freistaat Bayern wollte sich mit 200 Millionen Euro direkten Zuschüssen beteiligen, darüber hinaus wollte er weitere Bürgschaften geben. Die Zusage des Freistaates, Verluste im Budget zu einem Drittel zu übernehmen, wurde zuletzt mit Kosten bis 1,3 Milliarden Euro angesetzt.[15] Nachdem die Partei Bündnis 90/Die Grünen sich auf ihrem Parteitag 2010 gegen das Projekt entschieden hatte, zog sich Claudia Roth aus dem Organisationskuratorium zurück. Bis zum September 2010 war Willy Bogner junior Chef der Kampagne für München. Wegen einer Erkrankung trat er dann von diesem Amt zurück.[16] Geschäftsführer war seitdem Bernhard Schwank.

Pyeongchang, Südkorea[Bearbeiten]

Logo der Kandidatur Pyeongchang 2018

Nachdem die Bewerbungen Pyeongchangs für die Winterspiele 2010 und 2014 jeweils nur knapp gescheitert waren, kündigte Kim Jin-sun, der Gouverneur der Provinz Gangwon, im September 2007 an, man wolle sich ein drittes Mal der Abstimmung stellen. Geplant sind weiterhin „Olympische Spiele der kurzen Wege“, so dass alle Wettkampfstätten innerhalb einer Stunde von Pyeongchang aus zu erreichen sind. Viele der Wettkampfstätten sind bereits fertiggestellt.[17] Die Bewerbung stützt sich auf die Erfahrung aus den früheren Kandidaturen sowie eine breite Zustimmung in der Bevölkerung (87,7 % aller Südkoreaner und 77,3 % der Einwohner der Provinz). Die Stadt erklärte ihre Bewerbung offiziell im Januar 2009.

Wegen Unstimmigkeiten mit Sponsorenverträgen wurde das Organisationskomitee im November 2010 von der IOC-Ethik-Kommission verwarnt.[18][19]

Bewertung durch das IOC[Bearbeiten]

Eine umfassende technische Prüfung der Bewerbungen fand mit einer aus sieben Teilnehmern bestehenden (davon vier Angehörige des IOCs) Evaluierungskommission unter der Leitung von IOC-Mitglied Gunilla Lindberg aus Schweden statt. Unterstützt wurde das Gremium von weiteren vier technischen Beratern für die Bereiche Umwelt, Transport, Finanzen und Infrastruktur. Eine Analyse der Bewertungsunterlagen wurde im Februar und März 2011 in den jeweiligen Städten durchgeführt und der Bericht am 10. Mai 2011 vom IOC in Lausanne veröffentlicht.[20]

Der Prüfbericht bewertete das Umweltkonzept, die vorhandene Infrastruktur und die Erfahrung mit Sportgroßveranstaltungen als Stärken der deutschen Bewerbung. Von der Kommission wurde jedoch kritisch bemerkt, dass die Nachhaltigkeit und die Vorzüge des Konzeptes in der Bevölkerung nicht richtig kommuniziert wurden.

Die Oppositionsbewegung wurde im Bericht deutlich thematisiert und darauf verwiesen, dass die Unterstützung unter der Bevölkerung in Pyeongchang sehr groß ist. Zusätzlich attestierte der Prüfbericht den Südkoreanern ein sehr kompaktes Sportstättenkonzept mit kurzen Reisezeiten und eine Vergabe an den bereits zweimal gescheiterten Bewerber würde den sehr bedeutenden Markt in Asien neu erschließen.

Am meisten Kritikpunkte wurden in der französischen Bewerbung aufgeführt. In der Umgebung von Annecy ist die Zustimmung unter der Bevölkerung am schlechtesten und das Konzept mit weit in der Region verteilten Sportstätten wurde im Bericht negativ beurteilt. Trotzdem bescheinigte die Kommission allen drei Bewerbern, die Winterspiele erfolgreich ausrichten zu können.[21]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bericht über den fehlenden Schnellzug von Seoul in der FAZ, abgerufen am 9. November 2013
  2. Pyeongchang 2018 move venue for Opening and Closing Ceremonies. Inside The Games, abgerufen am 10. November 2012.
  3. PyeongChang 2018 Launches Official Emblem. IOC, 3. Mai 2013, abgerufen am 7. Mai 2013.
  4. Emblem. In: www.pyeongchang2018.com. Mai 2013, abgerufen am 7. Mai 2013.
  5. 2018 Candidature Acceptance Procedure. IOC, 30. Juli 2009, abgerufen am 22. November 2012 (pdf; 3,7 MB, englisch).
  6. Press release: Munich, Annecy and PyeongChang move to next level of competition to host 2018 Olympic Winter Games. IOC, 22. Juni 2010, abgerufen am 19. Januar 2011 (englisch).
  7. Press release: Three Applicant Cities for the 2018 Olympic Winter Games. IOC, 16. Oktober 2009, abgerufen am 19. Januar 2011 (englisch).
  8. Münchens Olympia-Traum ist geplatzt
  9. Artikel der Süddeutschen Zeitung vom 7. Januar 2011 Abgerufen am 18. Januar 2011
  10. Dokumentation des Architektenwettbewerbs zum Olympischen Dorf München 2018 Abgerufen am 6. April 2012
  11. München 2018 – 18 Gründe gegen Olympia – Temporär. 19. Januar 2011, abgerufen am 19. Januar 2011.
  12. Artikel der Frankfurter Neuen Presse vom 18. Januar 2011 Abgerufen am 18. Januar 2011
  13. http://www.bild.de/newsticker/sport-telegramm/11-olympia-16878388.bild.html
  14. Bürgerentscheid: Garmisch-Partenkirchen stimmt für Olympia 2018. zeit.de, 9. Mai 2011. Abgerufen am 22. November 2012.
  15. Artikel der Süddeutschen Zeitung vom 6. Oktober 2010, zuletzt abgerufen am 16. November 2010.
  16. Olympia 2018 in München: Willy Bogner ist nicht mehr Bewerbungschef. stern.de, 6. August 2010, abgerufen am 14. Januar 2011.
  17. Pyeongchang: Olympia 2018 werden Spiele der kurzen Wege. augsburger-allgemeine.de, 6. Juli 2011, abgerufen am 22. November 2012.
  18. Handelsblatt vom 29. Oktober 2010 Abgerufen am 18. Januar 2011
  19. Olympia 2018: IOC verwarnt Bewerber Pyeongchang. Spiegel Online, 3. November 2010, abgerufen am 18. Januar 2011.
  20. DOSB – Bekanntgabe der Evaluierungskommission. 15. September 2010, abgerufen am 23. Juni 2011.
  21. IOC – Prüfbericht der Evaluierungskommission. 10. Mai 2010, abgerufen am 23. Juni 2011 (PDF; 7,8 MB).

Weblinks[Bearbeiten]