Rhythms of Resistance

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Logo: eine schwarze Faust mit Drumstick

Rhythms of Resistance oder kurz RoR ist ein Netzwerk politischer Trommelgruppen und Sambabands, die Demonstrationen oder direkte Aktionen unterstützen.

Geschichte[Bearbeiten]

Rhythms of Resistance Berlin auf dem Mayday 2005

Rhythms of Resistance sieht sich in der Tradition der Afro-Block-Trommelgruppen[1], die in den 1970er Jahren in Brasilien aufkamen. Diese entwickelten sich aus den ärmsten Stadtteilen und wurden zu einer Bewegung des Widerstandes und einer Quelle des Selbstvertrauens, die von den aus dem Boden sprießenden Sambaschulen weltweit kommerzialisiert wurde. Die Rhythms of Resistance-Gruppen werden oft als Samba-Bands bezeichnet, was dahingehend eine ungenaue Bezeichnung darstellt, dass verschiedene Rhythmen einstudiert werden.

Diese Musik kombiniert mit Tänzern und dem Konzept der „tactical frivolity“ bildeten die Grundlage für ein Aktionskonzept, das während des IWF/Weltbank-Gipfeltreffens 2000 in Prag zum ersten Mal große Anwendung fand: Pink & Silver. Das Ziel der Gruppen ist selbst- und Fremd-Empowerment und die Darstellung kreativen und öffentlich vermittelbaren Protests.

Dadurch inspiriert haben sich seitdem Bands in ganz Europa und darüber hinaus entwickelt und vernetzt.

Bands im Netzwerk[Bearbeiten]

Ende 2011 existieren lokale Gruppen in Amsterdam, Augsburg, Berlin, Bremen, Danzig, Dresden,Frankfurt am Main, Freiburg, Gent, Graz, Heidelberg, Istanbul, Köln, Leipzig, London,Lyon, Maastricht, Manchester, Mexiko-Stadt, Münster, Oberhausen, Osnabrück, Oxford, Paris, Poznan, Sheffield, Stuttgart, Reutlingen/Tübingen, Sofia, Tel Aviv, Turin, Trojmiasto und Wien.

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. http://www.amnesty.no/web.nsf/0/52691d75f917d2dac1256df3004ac781?OpenDocument