Richard Haase

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Richard Haase (* 8. Juli 1921 in Rausenbruck, Mähren; † 11. Januar 2013) war ein deutscher Jurist, der sich besonders mit der Erforschung des hethitischen Rechts beschäftigt hat, und war Amtsgerichtsdirektor in Leonberg.

Der aus Südmähren stammende Richard Haase studierte Jura in Wien und Heidelberg. Nachdem er das Richteramt übernommen hatte, beschäftigte er sich besonders mit dem Keilschriftrecht aus hethitischen Quellen, worüber er 1961 in Tübingen zum Dr. jur. promovierte. Dort übernahm er in der Folgezeit dann Lehraufträge und wurde Honorarprofessor. Eine weitere Honorarprofessur für Rechtswissenschaft bekleidete er an der Universität Hohenheim und an der Württembergischen Verwaltungs- und Wirtschaftsakademie in Stuttgart. Nach Eintritt in den Ruhestand folgte 1993 eine weitere Promotion zum Dr. phil. an der Universität Stuttgart. Die Sudetendeutsche Akademie der Wissenschaften und Künste berief ihn 1995 zum ordentlichen Mitglied der Geisteswissenschaftlichen Klasse. 2008 wurde ihm der Titel Dr. theol. an der Universität München ehrenhalber verliehen.

Veröffentlichungen (Auswahl)[Bearbeiten]

  • Einführung in das Studium keilschriftlicher Rechtsquellen. Harrassowitz, Wiesbaden 1965.
  • mit Rolf Keller: Grundlagen und Grundformen des Rechts. Eine Einführung. Kohlhammer, Stuttgart 1971. 10., überarbeitete Auflage 1995. ISBN 3-17-004973-9
  • Die keilschriftlichen Rechtssammlungen in deutscher Fassung. Harrassowitz, Wiesbaden 1979. ISBN 3-447-02034-2

Literatur[Bearbeiten]

  • August Ludwig Degener, Walter Habel: Wer ist wer? Das deutsche Who's who, Band 40, Verlag Schmidt-Römhild 2001. ISBN 3795020328 bzw. ISBN 9783795020323. S. 495.
  • Joachim Hengstl, Ulrich Sick (Hrsg.): Recht gestern und heute. Festschrift zum 85. Geburtstag von Richard Haase. Harrassowitz, Wiesbaden 2006. ISBN 3-447-05387-9 (S. XV-XXI Schriftenverzeichnis)

Weblinks[Bearbeiten]