Richard Kenneth Guy

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Richard Kenneth Guy
(Juni 2005)

Richard Kenneth Guy (* 30. September 1916 in Nuneaton, Warwickshire) ist ein britischer Mathematiker, er ist emeritierter Professor an der University of Calgary.

Leben[Bearbeiten]

Guy studierte Mathematik an der University of Cambridge, diente als Fliegerleutnant in der Royal Air Force und war beim Wetterdienst im Air Ministry eingesetzt. Von 1941 bis 1949 war er Hochschullehrer am Goldsmiths College und lehrte danach an der University of Malaya. Ab 1956 war er Professor am Indian Institute of Technology in Neu-Delhi. Ab 1962 war er Mathematikprofessor an der University of Calgary. 1972 nahm er die kanadische Staatsbürgerschaft an.

Mathematiker[Bearbeiten]

Figur: Glider

Ins Blickfeld einer breiteren Öffentlichkeit geriet er vor allem als Autor dreier Bücher: Unsolved Problems in Number Theory und Winning Ways for your Mathematical Plays (mit John Horton Conway und Elwyn Berlekamp) sowie The Book of Numbers (Zahlenzauber) (mit John Horton Conway). Darüber hinaus veröffentlichte er über 200 wissenschaftliche Aufsätze und Bücher zu Themen kombinatorische Spieltheorie, Zahlentheorie und Graphentheorie.

Er entdeckte das mit 19 Flächen bisher kleinste nur auf einer einzigen Grundfläche stabil stehende Polyeder. In Conway's Game of Life entdeckte er den Glider.

Schachkomposition[Bearbeiten]

Schachspielern ist Guy bekannt für seine etwa 200 Studien zu Endspielen und die Miterfinderschaft des GBR-Codes. Für das British Chess Magazine war er von 1947 bis 1951 zuständiger Redakteur für Endspiele.

Richard Guy
Le Problème, 1938
Solid white.svg a b c d e f g h Solid white.svg
8 a8 b8 c8 d8 e8 f8 g8 h8 8
7 a7 b7 c7 d7 e7 f7 g7 h7 7
6 a6 b6 c6 d6 e6 f6 g6 h6 6
5 a5 b5 c5 d5 e5 f5 g5 h5 5
4 a4 b4 c4 d4 e4 f4 g4 h4 4
3 a3 b3 c3 d3 e3 f3 g3 h3 3
2 a2 b2 c2 d2 e2 f2 g2 h2 2
1 a1 b1 c1 d1 e1 f1 g1 h1 1
a b c d e f g h
Weiß am Zug gewinnt

Lösung:
1. Ke1-d1 Ka4-a3
2. Kd1-c1 a6-a5
3. h3-h4 a5-a4
4. h4-h5 Ka3-a2
5. h5-h6 a4-a3
6. h6-h7 Ka2-a1
7. h7-h8S Unterverwandlung a3-a2
8. Sh8-g6 f7xg6
9. f6-f7 g6-g5
10. f7-f8S Unterverwandlung g5-g4
11. Sf8-e6 d7xe6
12. d6-d7 e6-e5
13. d7-d8S Unterverwandlung e5-e4
14. Sd8-c6 b7xc6
15. b6-b7 c6-c5
16. Kc1-d1 Ka1-b2
17. b7-b8D+ gewinnt

Werke[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • John Roycroft: Richard Guy's Chess Endgame Studies. Prime Actions, Kenneth Solja, Helsinki, 1996. ISBN 951-96771-3-5
  • Donald J. Albers, Gerald L. Alexanderson Fascinating Mathematical People: Interviews and Memoirs, Princeton University Press 2011

Weblinks[Bearbeiten]