Ritten
| Ritten | |||
|---|---|---|---|
| (ital.: Renon) | |||
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| Bezirksgemeinschaft | Salten-Schlern | ||
| Provinz: | Bozen (Südtirol) | ||
| Region: | Trentino-Südtirol | ||
| Staat: | Italien | ||
| Einwohner (VZ 2000/31.12.2010): | 6.950/7.600 | ||
| Sprachgruppen laut Volkszählung 2000: |
95,96 % deutsch 3,77 % italienisch 0,26 % ladinisch |
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| Koordinaten | 46° 32′ N, 11° 28′ O46.53333333333311.4666666666671154Koordinaten: 46° 32′ N, 11° 28′ O | ||
| Meereshöhe: | 296 - 2,17 m s.l.m. (Zentrum: 1.154 m s.l.m.) | ||
| Fläche/Dauer- siedlungsraum: |
111/ km² | ||
| Fraktionen: | Klobenstein, Unterinn, Unterplatten, Eschenbach, Oberbozen, Wolfsgruben, Oberinn, Mittelberg, Gebrack, Siffian, Wangen, Lengstein, Lengmoos, Signat, Atzwang, Sill, Gissmann, Rotwand | ||
| Nachbargemeinden: | Barbian, Bozen, Kastelruth, Karneid, Völs am Schlern, Jenesien, Sarntal, Villanders | ||
| Partnerschaft mit: | Kirchheimbolanden (Rheinland-Pfalz) | ||
| Postleitzahl: | 39054 | ||
| Vorwahl: | 0471 | ||
| ISTAT-Nummer: | 021072 | ||
| Steuernummer: | 80008790216 | ||
| Politik | |||
| Bürgermeister (2010): | Paul Lintner (SVP) | ||
Der Ritten (italienisch Renon) ist ein weiträumiges, 1000–1200 m hoch gelegenes Plateau nördlich von Bozen, Südtirol, das vom Eisack im Osten und der durch das Sarntal fließenden Talfer im Westen begrenzt wird.
Der Ritten ist gleichzeitig Namensgeber der nach ihm benannten Gemeinde Ritten (ital. Renon) mit 7600 Einwohnern (Stand 31. Dezember 2010), die sich über 111 km² des Plateaus erstreckt und aus insgesamt 17 Ortschaften (Fraktionen) besteht.
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Geologie
Der Ritten ist ein Teil der Bozner Quarzporphyrplatte bzw. Etschtaler Vulkanit-Gruppe. Er wird von dem weiter nördlich gelegenen Rittner Horn (2260 m) überragt. Die Rittner Erdpyramiden sind ein bekanntes Naturdenkmal.
[Bearbeiten] Geschichte
Der Ritten ist erstmals um 900 als Mons Ritanus urkundlich erwähnt. Bereits um 1200 wird - dank der Lage am alten Kaiserweg - in der Ortschaft Lengmoos ein Hospiz gegründet und dem Deutschen Orden übergeben. Als Gerichtssitz diente lange die Burg Stein am Ritten. Im 17. Jahrhundert wird der Ritten von wohlhabenden Bozner Bürgern für die Sommerfrische entdeckt, da es auf der dortigen Hochfläche wesentlich kühler als in der sommers besonders heißen Landeshauptstadt war. Zahlreiche Patrizierhäuser wurden besonders in Maria Himmelfahrt, dem südwestlichen Ausläufer von Oberbozen, errichtet.
1907 wird der Ritten durch eine Zahnradbahn von Bozen aus erschlossen. In den 1960er-Jahren setzt der wirtschaftliche Aufschwung eine erhebliche Bautätigkeit in Gang, alle Ortschaften der Gemeinde Ritten werden durch ein Straßennetz untereinander und mit Bozen verbunden. In Nachfolge der früheren Rittner Seilbahn verbindet seit 2009 eine neue Kabinen-Umlaufbahn Bozen mit Oberbozen.
[Bearbeiten] Kultur und Sehenswürdigkeiten
(s.a. die Liste der Baudenkmäler in Ritten)
Weiters gibt es auf dem Ritten das Haus der Familie. In der dazugehörigen Kirche von Lichtenstern sind die Überreste Josef Mayr-Nussers begraben. Das Schloss Runkelstein und das Bozner Eissportzentrum Sill befinden sich auf Rittner Gebiet, am Fuße des Ritten und Ausgang des Sarntals. In der Kommende Lengmoos finden jedes Jahr die Rittner Sommerspiele und verschiedene Konzerte und Ausstellungen statt.
[Bearbeiten] Wirtschaft und Infrastruktur
Der Ritten ist landwirtschaftlich geprägt. Landwirtschaft, Tourismus und das Handwerk bilden die Haupteinnahmequellen der Gemeinde. Ein Teil der Bevölkerung pendelt in das nahegelegene Bozen zur Arbeit aus.
Die größten Betriebe auf dem Ritten sind Loacker und Finstral.
[Bearbeiten] Bildung
Auf dem Ritten gibt es alle Stufen der Pflichtschule. Die Mittelschule im Rittner Hauptort Klobenstein ist nach Hans von Hoffensthal benannt. Die nächstgelegenen weiterführenden Schulen befinden sich in Bozen.
[Bearbeiten] Persönlichkeiten
- Peter Mayr (1767-1810), Tiroler Freiheitskämpfer
- Hans von Hoffensthal (1877–1914), Bozner Arzt und Schriftsteller
- Otto Flake (1880–1963), deutscher Schriftsteller, der in der Zeit nach dem Ersten Weltkrieg am Ritten lebte
- Bronisław Malinowski (1884–1942), britisch-polnischer Anthropologe, der in den 1920er-Jahren mit seiner Familie mehrere Sommer in Oberbozen verbrachte (s. Gedenktafel am dortigen Malinowski-Haus)
- Robert Scheuch (1896–1974), österreichischer Politiker
- Bruno Platter (* 1944), 65. Hochmeister des Deutschen Ordens
[Bearbeiten] Literatur
- Fritz Dörrenhaus, Hans Becker: Der Ritten und seine Erdpyramiden. Vergleichende Betrachtung der Entstehung von Erdpyramiden in verschiedenen Klimagebieten der Erde. (Kölner geographische Arbeiten 17). Wiesbaden 1966.
- Ferdinand Rottensteiner: Das Gericht zum Stein auf dem Ritten im Mittelalter, Innsbruck 1969.
- Beatrix Unterhofer: Hans von Hoffensthal – ein Leben in der Sommerfrische. Raetia, Bozen 1996, ISBN 88-7283-087-7.
- Sabine Waibl: Bozner Villen und Rittner Landhäuser zwischen Historismus und Moderne. Diplomarbeit. Universität Innsbruck 1997.
- Bruno Mahlknecht: Ritten. Berühmtes Mittelgebirge im Anblick der Dolomiten. Athesia, Bozen 1998, 5. Auflage
- Inga Hosp: Ritten. Land und Leute am Berg. Tappeiner, Bozen 2005, ISBN 978-88-7073-362-4.
- Der Ritten und seine Bahn. Athesia, Bozen 2007, ISBN 978-88-6011-079-4.
- Leo Andergassen: Kirchen am Ritten. Ein Kunstführer. Tappeiner, Bozen 2008, ISBN 978-88-7073-460-7.
[Bearbeiten] Siehe auch
[Bearbeiten] Weblinks
- Gemeindeverwaltung
- Rittner Bürgernetz
- s' Rittner Bötl - die Monatszeitschrift am Ritten
- Ritten/Oberinn 360-Grad-Aufnahme
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