Rockhaus

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Rockhaus
Rockhaus bei einem Auftritt im Berliner Fritz-Club (November 2009)
Rockhaus bei einem Auftritt im Berliner Fritz-Club (November 2009)
Allgemeine Informationen
Genre(s) Deutschrock
Gründung 1978
Website http://www.rockhaus.net/
Aktuelle Besetzung
Mike Kilian
Reinhard Reini Petereit (Herr Petereit)
Schlagzeug, Gesang
Michael Heinz Haberstroh
Reinhardt Maxe Repke (ab 1986, von Reform)
Ehemalige Mitglieder
Bassgitarre, Gesang
Ingo York (1978–1986)
Gesang
Acki Ackumulator Noack (1994–1996)

Rockhaus ist eine deutsche Rockband und eine der (ost-)deutschen Vertreter der neuen Welle und des New Wave. In den 1980er Jahren gehörte sie zu den beliebtesten Rockbands in der DDR. In der ewigen Wertung der Jahreshitparade der DDR (seit 1972) erreichen sie Platz 2, direkt nach den Puhdys und dicht gefolgt von Lift bei den Nummer-Eins-Hits.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Geschichte

1978 wurde die Gruppe aus zwei Schulbands gegründet. Ihr Einstieg in die DDR-Rockszene gelang 1981. Musikalisch war sie sehr am New Wave und am Funk orientiert und entwickelte sich später zu geradliniger Rockmusik weiter. Ihre Texte orientierten sich stark am Zeit- und Musikgefühl der damaligen DDR-Jugend und fanden dort daher großen Anklang. Die ersten Produktionen stießen auf so viel Zuspruch, dass schon 1983 sowohl die erste Single als auch die erste LP namens Bonbons und Schokolade bei Amiga erschienen. Disco in der U-Bahn von dieser LP war laut Musikwissenschaftler Michael Rauhut der erste deutsche Hip-Hop-Song. Das 1985 erschienene Album Alles klar? beinhaltete ebenfalls einige erfolgreichere Songs. Auf der 1988 erschienenen LP I.L.D. präsentierte sich die Band musikalisch reifer. Im gleichen Jahr wurde Rockhaus zur Band des Jahres gekürt. Der Titelsong Ich liebe Dich wurde 1988 zum Nummer-eins-Hit in der DDR-Jahreshitparade. 1989 schaffte es der Song Mich zu lieben – gleichfalls vom I.L.D.-Album – ebenfalls an die Hitparadenspitze.

Nach der Wende produzierte die Band noch zwei Alben, von denen vor allem Gnadenlose Träume recht erfolgreich war. Von Herbst 1994 bis 1996 war Acki Noack Sänger von Rockhaus. 1998 löste sich die Band wegen interner Schwierigkeiten schließlich auf. Mike Kilian, der Sänger der Gruppe, arbeitete fortan als Solokünstler weiter. 2005 kam es zu einem Wiederbeginn. Rockhaus tourte in Folge als Vorgruppe der Prinzen. 2006 gingen sie auf eine eigene Ostdeutschlandtour, wobei die Gruppe auf gute Publikumresonanz stieß. Während dieser Tour ließ Rockhaus eine Live-DVD produzieren, die 2009 unter dem Namen Rockhaus – Danke erschien.

2006 wurde die aus dem Jahr 1988 stammende LP I.L.D. neu gemastert und als CD veröffentlicht. Als Gastmusiker wirkten dabei Jürgen Ehle von Pankow, Uwe Haßbecker und Rüdiger Barton von Silly mit. Petereit und Mohren produzierten diese LP zusammen mit Jürgen Ehle.

Mike Kilian spielt neben seiner Beschäftigung als Sänger von Rockhaus unter anderem noch in einer eigenen Rolling-Stones-Coverband Starfucker. Darüber hinaus produzierte er einige Soloalben. Er war außerdem an der DDR-Gruppe Gitarreros beteiligt, in der er neben Herbert Dreilich (Karat), Tamara Danz (Silly) und Toni Krahl (City) als Sänger mitwirkte.

[Bearbeiten] Besetzung

[Bearbeiten] Diskografie

[Bearbeiten] Alben

  • 1983: Bonbons und Schokolade (Amiga)
  • 1985: Alles klar..? (Amiga)
  • 1988: I.L.D (Amiga, 1994 auch als CD bei Edel Records), 2006 als CD bei Buschfunk)
  • 1990: Gnadenlose Träume
  • 1995: Wunderbar
  • 1996: Das Beste
  • 2009: I.l.d. (30 Jahre Rockhaus)
  • 2009: Positiv

[Bearbeiten] Singles

  • 1983: Disco in der U-Bahn / Die neue Lehrerin
  • 1984: Alles klar / Vergiß mich
  • 1987: Träume, Träume / Gefühle / Bleib cool / Ohne dich
  • 1990: Wohin / Rudi, Rudi[1]
  • 1996: Du hast den Farbfilm vergessen / Eis

[Bearbeiten] DVDs

  • 2009: Rockhaus - Danke! 30 Jahre live

[Bearbeiten] Literatur

  • Götz Hintze: Rocklexikon der DDR. Schwarzkopf & Schwarzkopf, Berlin 1999, ISBN 3-89602-303-9

[Bearbeiten] Weblinks

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. Rockhaus bei discogs
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