Rotterode

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Rotterode
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Rotterode hervorgehoben
50.71111111111110.551666666667550Koordinaten: 50° 43′ N, 10° 33′ O
Basisdaten
Bundesland: Thüringen
Landkreis: Schmalkalden-Meiningen
Verwaltungs-
gemeinschaft:
Haselgrund
Höhe: 550 m ü. NHN
Fläche: 6,74 km²
Einwohner: 741 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 110 Einwohner je km²
Postleitzahl: 98587
Vorwahl: 036847
Kfz-Kennzeichen: SM, MGN
Gemeindeschlüssel: 16 0 66 062
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Hauptstr. 11
98587 Rotterode
Bürgermeister: Christina Liebetrau (CDU)
Lage der Gemeinde Rotterode im Landkreis Schmalkalden-Meiningen
Altersbach Aschenhausen Belrieth Benshausen Bermbach Birx Breitungen Brotterode-Trusetal Christes Dillstädt Einhausen (Thüringen) Ellingshausen Erbenhausen Fambach Floh-Seligenthal Frankenheim/Rhön Friedelshausen Grabfeld (Gemeinde) Grabfeld Henneberg (Thüringen) Hümpfershausen Kaltensundheim Kaltenwestheim Kühndorf Leutersdorf Mehmels Meiningen Meiningen Melpers Metzels Neubrunn Oberhof Oberkatz Obermaßfeld-Grimmenthal Oberschönau Oberweid Oepfershausen Rhönblick Rippershausen Ritschenhausen Rohr Rosa Roßdorf (Thüringen) Rotterode Schmalkalden Schwallungen Schwarza Springstille Steinbach-Hallenberg Stepfershausen Sülzfeld Unterkatz Untermaßfeld Unterschönau Unterweid Utendorf Vachdorf Viernau Wahns Wallbach Walldorf (Werra) Wasungen Wölfershausen Zella-Mehlis ThüringenKarte
Über dieses Bild
Blick vom Hermannsberg auf Rotterode

Rotterode ist eine Gemeinde im Landkreis Schmalkalden-Meiningen im Thüringer Wald. Sie gehört zur Verwaltungsgemeinschaft Haselgrund.

Geografie[Bearbeiten]

Der Ort liegt am Südhang der Rotteroder Höhe (600 m) mit Blick zum Knüllfeld und zum Großen Hermannsberg. Westlich des Ortes erhebt sich der Hauptkamm des Thüringer Waldes, der Höhenweg Rennsteig ist rund 3 km entfernt. Die Gemeinde verfügt über eine Bergwachtbereitschaft mit einer Hütte nahe dem Rennsteig. Größere Städte in der Nähe sind Steinbach-Hallenberg, Schmalkalden, Oberhof, Zella-Mehlis und Suhl.

Geschichte[Bearbeiten]

Im Moosbachtal stand bereits im 12. Jahrhundert die Moosburg, die den Thüringer Landgrafen von der Wartburg zur Kontrolle des Handelsweges Hohe Straße und zur Sicherung des Grenzgebietes diente. Anfang des 14. Jahrhunderts wurde die Burg zerstört, der Sage nach gründete ein Rest der Rotte das Dörfchen Rotterode.

Im Jahre 1330 gelangte Rotterode als bis dahin hersfeldisches Lehen der Herren von Frankenstein durch Kauf an die Grafen von Henneberg-Schleusingen ("Frankensteiner Kaufbrief"). Im 14. Jahrhundert war der Ort Lehnbesitz des Schmalkalder Chorherrenstifts und erschien 1340 in einem Urbar des Amtes Schmalkalden als Wüstung unter dem Namen „Roterot“.[2] Mit dem Amt Schmalkalden kam der Ort 1360 unter eine hennebergisch-hessische Doppelherrschaft und fiel nach dem Aussterben der Henneberger 1583 komplett an die Landgrafschaft Hessen-Kassel. 1791 wurde der Ort dem Amt Hallenberg in der hessischen Herrschaft Schmalkalden angegliedert.

Die Bewohner des Orts lebten bis ins 20. Jahrhundert hauptsächlich von Kleineisenhandwerk (Nagelschmiede) und Landwirtschaft. Lange Zeit gab es im Dorf keine Kirche, sondern nur einen Betsaal in einem öffentlichen Gebäude. Erst 1955 wurde die Johanneskirche errichtet, als erste in der DDR neu erbaute Kirche.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

Entwicklung der Einwohnerzahl (31. Dezember):

  • 1994 - 917
  • 1995 - 918
  • 1996 - 915
  • 1997 - 915
  • 1998 - 910
  • 1999 - 882
  • 2000 - 882
  • 2001 - 879
  • 2002 - 856
  • 2003 - 855
  • 2004 - 869
  • 2005 - 848
  • 2006 - 853
  • 2007 - 828
  • 2008 - 814
  • 2009 - 805
  • 2010 - 783
  • 2011 - 757
  • 2012 - 756
Datenquelle: Thüringer Landesamt für Statistik[3]

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Natur[Bearbeiten]

Durch das landschaftlich reizvolle Moosbachtal führt ein Wanderweg am Bodendenkmal Moosburg vorbei zum Rennsteig. Weiterhin kann man dort den Koppenstein sehen und mit der richtigen Ausrüstung auch erklimmen. Im Winter kann man auf unzähligen Loipen, rund um den Ort, den Thüringer Wald erkunden.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Die erfolgreiche Biathletin Juliane Döll begann ihre Skikarriere beim SV Rotterode, bevor sie zum WSV Oberhof wechselte.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Thüringer Landesamt für Statistik – Bevölkerung der Gemeinden, erfüllenden Gemeinden und Verwaltungsgemeinschaften nach Geschlecht in Thüringen (Hilfe dazu)
  2. Peter Heckert: Steinbach unter Hallenberg – Geschichte einer hessisch-thüringischen Stadt. In: amt-hallenberg.de. 1990, S. 13, abgerufen am 20. April 2014 (PDF; 930 KB, PDF-Datei vom 29. März 2009).
  3. Bevölkerungsentwicklung auf dem Thüringer Landesamt für Statistik

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Rotterode – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien