Søren Abildgaard

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Søren Pedersen Abildgaard (* 18. Februar 1718 in Flekkefjord, Norwegen; † 2. Juli 1791 in Kopenhagen) war ein dänischer Biologe, Autor und Illustrator.

Søren Pedersen Abildgaard wurde am 18. Februar 1718 als Sohn des Zollbeamten Peder Abildgaard und seiner Ehefrau Anne Sørensdatter in Flekkefjord geboren. In Christianssand ging er zur Schule; dort blieb er auch bis 1737 an der Universität (heute: Universität Agder).

Abildgaard bereiste ganz Dänemark, zunächst als Illustrator und Maler von Jacob Langebeks (1710–1775) wissenschaftlicher Exkursion an die Ostküste Dänemarks (1754–1755) im Ostseeraum und nach Schweden,[1] später auf seiner eigenen zwölfjährigen Reise durch Dänemark und Norwegen (1756–1776). Dabei zeichnete er jede Art eines Natur- oder Baudenkmals, das Aufschluss über die Vergangenheit der Dänisch-norwegischen Personalunion geben konnte. Diese Zeichnungen befinden sich heute in der Universitätsbibliothek von Kopenhagen. Da viele seiner Zeichnungen insbesondere bei Runensteinen[2] und Grabdenkmälern einen von heutigen Umwelt- und Zeiteinflüssen weitgehend freien Eindruck vermitteln, sind sie als Bildquellen nicht zu unterschätzen.

Er war mit Anne Margrethe Bastholm verheiratet. Das Paar hatte zwei Söhne: Nicolai Abraham Abildgaard (1743–1809) und Peter Christian Abildgaard (1740–1801).

Er ist am meisten bekannt für seine zwei Werke zur topographischen Mineralogie. Nach dem Tode seines dänischen Kollegen Otto Friedrich Müller gab er die weiteren Bände dessen Zoologiae Danicae Prodromus, seu Animalium Daniae et Norvegiae Indigenarum characteres, nomina, et synonyma imprimis popularium, 1776 ff., heraus.

Sein Autorenkürzel für zoologische Taxa lautet Abildgaard.

Literatur[Bearbeiten]

  • Nordisk Conversations-Lexicon, Band 1, Forlagsbureauet : Kopenhagen, 1858, S. 57.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Harald Ilsøe: Biblioteker Til Salg: Om Danske Bogauktioner Og Kataloger 1661-1811, Museum Tusculanum Press, 2007, S. 176, ISBN 978-87-635-0447-8
  2. Artikel von Finnur Magnússon mit den Zeichnungen von Søren Abildgaard (dänisch)