Sakoïra

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Landgemeinde Sakoïra
Landgemeinde Sakoïra (Niger)
Landgemeinde Sakoïra
Landgemeinde Sakoïra
Koordinaten 14° 17′ N, 1° 24′ O14.2838888888891.4019444444444Koordinaten: 14° 17′ N, 1° 24′ O
Basisdaten
Staat Niger

Region

Tillabéri
Departement Tillabéri
Einwohner 26.716 (2010)

Sakoïra ist eine Landgemeinde im Departement Tillabéri in Niger.

Geographie[Bearbeiten]

Sakoïra liegt in der südlichen Sahelzone. Die Nachbargemeinden sind Anzourou und Bibiyergou im Norden, Ouallam und Tondikiwindi im Osten, Kourteye im Süden sowie Sinder und Tillabéri im Westen. Das Gemeindegebiet ist in sieben administrative Dörfer, 41 Weiler und vier Lager gegliedert.[1] Der Hauptort der Landgemeinde ist das administrative Dorf Sakoïra.[2]

Geschichte[Bearbeiten]

Im 19. Jahrhundert litt Sakoïra unter Raubzügen der Zarma aus N’Dounga.[3] 1899 gelangte der Ort als Teil des neu geschaffenen Kreises Sinder unter französische Militärverwaltung. 1905 wurde Sakoïra dem Militärterritorium Niger angeschlossen, aus dem die französische Nigerkolonie und schließlich die unabhängige Republik Niger hervorging.[4] Die Landgemeinde Sakoïra entstand als Verwaltungseinheit bei einer landesweiten Verwaltungsreform im Jahr 2002. Dabei wurde der Kanton Tillabéri/Sakoïra aufgelöst und dessen Territorium auf die Gemeinden Sakoïra, Bibiyergou und Tillabéri aufgeteilt. Bei Überschwemmungen im Jahr 2008 wurden mehrere Häuser und Hütten zerstört und Felder überflutet. 784 Einwohner wurden als Geschädigte eingestuft.[5]

Bevölkerung[Bearbeiten]

Bei der Volkszählung 2001 hatte Sakoïra 20.186 Einwohner. Für das Jahr 2010 wurden 26.716 Einwohner berechnet.[6]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Die Gemeinde liegt in einer Zone, in der Regenfeldbau betrieben wird.[7] Durch Sakoïra verläuft die Nationalstraße 1, die den Ort mit der Hauptstadt Niamey im Süden und der Staatsgrenze zu Mali im Norden verbindet.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Répertoire National des Communes (RENACOM). Website des Institut National de la Statistique, abgerufen am 22. Januar 2011.
  2. Republik Niger: Loi n° 2002-014 du 11 JUIN 2002 portant création des communes et fixant le nom de leurs chefs-lieux (Online-Version; PDF; 108 kB).
  3. Edmond Séré de Rivières: Histoire du Niger. Berger-Levrault, Paris 1965, S. 94.
  4. Edmond Séré de Rivières: Histoire du Niger. Berger-Levrault, Paris 1965, S. 234–235.
  5. Situation des dégâts causés par les inondations (2008). Website des Centre d’Information et de Communication, veröffentlicht am 18. November 2008, abgerufen am 31. März 2012.
  6. Institut Nationale de la Statistique du Niger (Hrsg.): Annuaire statistique des cinquante ans d’indépendance du Niger. Niamey 2010 (Online-Version; PDF; 3,1 MB), S. 56.
  7. Comprendre l’économie des ménages ruraux au Niger. Save the Children UK, London 2009 (Online-Version; PDF; 2,6 MB), S. 8.