Sandviken

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Dieser Artikel behandelt den Ort Sandviken; für die schwedische Gemeinde Sandviken siehe Sandviken (Gemeinde), für das gotländische Naturschutzgebiet Sandviken siehe Sandviken (Gotland).
Sandviken
Wappen fehlt
Hilfe zu Wappen
Sandviken (Schweden)
Sandviken
Sandviken
Basisdaten
Staat: Schweden
Provinz (län): Gävleborgs län
Historische Provinz (landskap): Gästrikland
Gemeinde (kommun): Sandviken
Koordinaten: 60° 37′ N, 16° 47′ O60.61666666666716.783333333333Koordinaten: 60° 37′ N, 16° 47′ O
Einwohner: 22.965 (31. Dezember 2010)[1]
Fläche: 15,66 km²
Bevölkerungsdichte: 1.466 Einwohner je km²

Sandviken ist eine Stadt in der schwedischen Provinz Gävleborgs län und der historischen Provinz Gästrikland. Sie liegt etwa 20 Kilometer westlich von Gävle am See Storsjön und ist Hauptort der gleichnamigen Gemeinde.

Geschichte[Bearbeiten]

Sandviken wurde 1862 gegründet. Der Gründer, Konsul Göran Fredrik Göransson, erbaute ein Stahlwerk auf der nördlichen, sandigen Bucht von Storsjön. Vier Jahre zuvor war es ihm als Erstem gelungen, den Bessemer-Prozess in großem Stil durchzuführen. Die Expansion des Stahlwerkes führte auch zu einem Anwachsen des Ortes, der um 1900 schon 6.000 Einwohner hatte. Sandviken wurde 1927 Minderstadt (köping) und 1943 Stadt. 1970 wurde das vom postmodernistischen Architekten Ralph Erskine geplante Wohnviertel Nya Bruket errichtet, heute zusammen mit dem älteren Wohnviertel Gamla Bruket aus den 1880er Jahren ein attraktives Wohngebiet. Die Geschichte der Stadt kann im Werksmuseum Bruksgården, das sich in der ehemaligen Arbeitersiedlung befindet, nachvollzogen werden.

Wirtschaft[Bearbeiten]

Von Beginn an war Sandviken völlig abhängig vom Stahlwerk Sandvikens Jernverks Aktie Bolag, heute Sandvik AB. Auch heute noch ist Sandviken eine ausgeprägte Industriestadt. Der Werkzeughersteller Sandvik Coromant (Zerspanung, Drehmeißel, Bohr- und Fräswerkzeuge, Hartmetall-Wendeschneidplatten u.ä.) ist das größte Unternehmen seiner Art auf der Welt.

Sport[Bearbeiten]

Die Bandymannschaft des Ortes, Sandvikens AIK, konnte mehrmals die schwedische Meisterschaft gewinnen. Die Fußballmannschaft, Sandvikens IF, war schon 21 mal in der obersten schwedischen Liga, spielt aber zurzeit in einer unteren Klasse. Der dazugehörende Sportplatz (Jernvallen) war der nördlichste Austragungsort von Fußballweltmeisterschaftspielen – hier fanden zur WM 1958 einige Vorrundenspiele statt.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Sandviken – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Quellen[Bearbeiten]

  1. Tätorternas landareal, folkmängd och invånare beim Statistiska centralbyrån.