Sarner Aa

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Sarner Aa
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Oberlauf der Sarner Aa: Lauibach

Oberlauf der Sarner Aa: Lauibach

Daten
Gewässerkennzahl CH: 712
Lage Kanton Obwalden; Schweiz
Flusssystem Rhein
Abfluss über Reuss → Aare → Rhein → Nordsee
Quellgebiet am Osthang des Höch Gummen am Ostrand der Brienzer Rothorn-Kette
46° 46′ 50″ N, 8° 6′ 55″ O46.7805555555568.1152777777778
Mündung in den Alpnachersee46.9516666666678.2952777777778434Koordinaten: 46° 57′ 6″ N, 8° 17′ 43″ O; CH1903: 665211 / 200420
46° 57′ 6″ N, 8° 17′ 43″ O46.9516666666678.2952777777778434
Mündungshöhe 434 m ü. M.Vorlage:Infobox Fluss/NACHWEISE_fehlenVorlage:Infobox Fluss/HÖHENUNTERSCHIED_fehlt
Länge 28 kmVorlage:Infobox Fluss/NACHWEISE_fehlen
Einzugsgebiet 267 km²Vorlage:Infobox Fluss/NACHWEISE_fehlen
Durchflossene Seen Sarnersee
Durchflossene Stauseen Lungernsee, Wichelsee

Die Sarner Aa (auch: Sarneraa) ist ein 28 km langer Zufluss des Vierwaldstättersees im Kanton Obwalden in der Zentralschweiz.

Verlauf[Bearbeiten]

Während ihres Laufs ändert die Sarner Aa ihren Namen mehrfach. Das Quellgebiet liegt am Osthang des Höch Gummen (2'205 m ü. M.) am Ostrand der Brienzer Rothorn-Kette im Bereich der ausgedehnten Alp Breitenfeld. Mehrere Quellbäche vereinigen sich zum Lauibach, so wird die Sarner Aa in ihrem Oberlauf genannt. Dieser stürzt mit Wasserfällen über Steilstufen zum Lungernsee hinunter.

Die Wasserkraft im Bereich der 190 m hohen Talstufe zwischen dem Lungernsee und Giswil wird durch das Kraftwerk Lungerersee genutzt. Deshalb wird der Abfluss des Lungernsees bei Kaiserstuhl unterirdisch durch einen Druckstollen geleitet. Nachdem die Wasserkraft in der unterirdischen Kraftwerszentral Unteraa zur Erzeugung elektrischen Stroms genutzt wurde, tritt der Fluss im Aaried, dem Talboden südlich von Giswil, wieder zutage. Ab hier wird er in seinem Mittellauf Aa oder Aawasser genannt. Er fliesst durch Giswil und vereinigt sich mit dem Giswiler Lauibach von Westen sowie dem Wasser der Kleinen Melchaa von Osten. Als Dreiwässerkanal mündet der Fluss nach 2 km nördlich von Giswil in den Sarnersee. Aus Hochwasserschutzgründen wird der Lauf der Kleinen Melcha verändert, so dass diese ab 2015 direkt in den Sarnersee fliessen wird.[1]

Ein weiterer bedeutender Nebenfluss ist die Grosse Melchaa, die zwischen Sachseln und Sarnen in den Sarnersee mündet. Bis zur Umleitung aus Hochwasserschutzgründen im Jahr 1880 floss die Grosse Melchaa nicht in den Sarnersee, sondern am Ortsrand von Sarnen entlang und mündete nördlich von Sarnen in die Sarner Aa.

Im Unterlauf nördlich des Sarnersees heisst der Fluss nun Sarner Aa. Sie fliesst kanalisiert und begradigt im Sarneraatal nach Nordnordosten durch Sarnen und den Wichelsee, der unter Naturschutz steht. Ab der Staustufe des Wichelsees fliesst der grösste Teil des Wassers durch einen 1860 m langen Druckstollen mit 23 m Nettogefälle zu dem Niederdruck-Laufkraftwerk Eichi und fliesst ab dort wieder in das Flussbett. Zuvor nimmt die Sarner Aa von links das Wasser der Grossen Schliere auf. Danach fliesst sie dem Westfuss des Mueterschwanderbergs entlang und mündet östlich von Alpnachstad in den Alpnachersee.

Hochwasser[Bearbeiten]

Beim Hochwasser im August 2005 überflutete die Sarner Aa unterhalb des Sarnersees grosse Landstriche. Um derartigen Ereignissen vorzubeugen, soll der Abfluss der Sarner Aa auf eine Kapazität von 150 m³ erhöht werden. Um dieses Schutzziel zu erreichen, hat das Obwaldner Volk in einer Volksabstimmung am 26. September 2010 beschlossen, dass die beiden Projektvarianten «Sarneraa mit Hochwasserentlastungsstollen Ost» und «Sarneraa tiefer gelegt und verbreitert» auf den gleichen Planungsstand auszuarbeiten sind. Ende Juli 2012 endete die Ausschreibungen für die Variante mit dem Hochwasserentlastungsstollen Ost, der Variantenvergleich soll dann im Frühjahr/Sommer 2013 vorliegen.[2]

Siehe auch[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Laufende Projekte, Kleine Melchaa Informationsseite auf dem Webangebot Hochwasserschutz des Kantons Obwalden, abgerufen am 10. Mai 2013
  2. Projekt Sarner Aa Informationsseite auf dem Webangebot Hochwasserschutz des Kantons Obwalden, abgerufen am 10. Mai 2013